Hotspot 22-Projekt überzeugt Landkreis Emsland erhält als Verbundpartner Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Hotspot-Projektleiterin Maike Hoberg, der zuständige Dezernent Dirk Kopmeyer und Kirstin Meyer, Fachbereichsleiterin Umwelt, freuen sich über die Auszeichnung der Vereinten Nationen. (Foto: Stadt Nordhorn)

Meppen/Nordhorn. Das Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ im Hotspot 22 wird seit 2013 von sieben Verbundpartner gemeinsam umgesetzt: der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland, dem Landkreis Grafschaft Bentheim, dem Kreis Steinfurt, der Stadt Lingen (Ems), den Biologische Stationen Kreis Steinfurt und Zwillbrock sowie der Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Am vergangenen Montag (20. November) wurde es als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Auszeichnung überreichte Holger Galas, Vertreter des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade in Nordhorn.
Das südliche Emsland und die nördliche Westfälische Bucht sind zwei der 30 Regionen, die wegen ihrer Mannigfaltigkeit an Arten und Lebensräumen als Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland definiert wurden. Sand ist dabei das verbindende Element. Magere Wegesäume mit blühenden Berg-Sandglöckchen und Heiden, in denen beispielsweise das Schwarzkehlchen brütet, sind typisch für die Landschaft im „Hotspot 22“. „Das Projekt ,Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand´ will diese und weitere Lebensräume fördern und vernetzen. Damit dies gelingt, ziehen viele Partner in der Region an einem Strang, bringen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ein und begeistern die Bevölkerung für die biologische Vielfalt in ihrer Region. Das umfassende und große Engagement hat diesen Preis in jedem Fall verdient“, sagt der emsländische Landrat Reinhard Winter.
Die Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Das Hotspot-Projekt und sein Einsatz für die biologische Vielfalt haben die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs derart beeindruckt, dass die sieben Verbundpartner nun neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild auch einen „Vielfalt-Baum“ erhalten. Dieser steht symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur. Ab sofort wird das Projekt zudem auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt. Eingebunden ist die Auszeichnung des Projekts in die offizielle Eröffnungsfeier der Wanderausstellung „Wege zur Vielfalt“, die an ausgewählten öffentlichen Orten der sieben Verbundpartner zu sehen sein wird. Im Landkreis Emsland wird sie vom 22. Januar bis 8. Februar 2018 im Rathaus in Emsbüren gezeigt, vom 8. bis 22. Februar 2018 im Rathaus in Salzbergen und vom 22. Februar bis 8. März 2018 im Kreishaus in Meppen.
Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr Einsatz für die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist. Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

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