Jugendliche sammelten 100.000 Deckel gegen Polio

Spelle – Mit großem persönlichem Einsatz haben Mitglieder des Jugendforums Spelle die Sammelaktion „500 Deckel für 1 Leben ohne Kinderlähmung“ durchgeführt. Nach Abschluss des Aktionszeitraumes konnte das überwältigende Sammelergebnis dem Rotary Club Bersenbrück Altkreis als Projektpartner übergeben.

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Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf (links) und Ulrich Geers (Rotary Club Bersenbrück Altkreis) dankten den Mitgliedern des Jugendforums (v.l) Jenny Helming, Anna Vorwerk, Celina Nitsch, Britta Wilmes, Jugendpfleger Peter Vos, Katja Bröcker, Katrin Meyjohann, Michael Hartmann und Mara Liesner für die Sammelaktion zur Finanzierung von Polioimpfungen.

„Das Ergebnis übersteigt alle Erwartungen“, zeigte sich Jugendpfleger Peter Vos von dem Resultat beeindruckt. So wurden in nur einem Monat 100.000 Plastikdeckel an verschiedenen Sammelstellen in der Samtgemeinde zusammengetragen. „Diese Deckel werden durch den Rotary Club Bersenbrück Altkreis an ein Recycling-Unternehmen verkauft. Der Erlös fließt in die Finanzierung von Polioimpfungen“, erklärte Katja Bröcker, die die Initiative zu diesem Projekt im Jugendforum eingebracht hat. Gesammelt wurden Plastikdeckel von Mehr- oder Einwegflaschen und Tetrapacks. 500 Deckel entsprechen ein Kilogramm Plastik. Diese Menge reicht aus, um eine Polioimpfung zu finanzieren. Bei der Sammlung des Jugendforums sind somit 200 Kilogramm Plastik zusammengekommen, sodass 200 Polioimpfungen möglich gemacht wurden. Polio ist eine Kinderlähmung, die zu schweren Behinderungen bis hin zum Tod führen kann und in Europa nicht mehr vorkommt. In ärmeren Ländern ist diese Krankheit jedoch zum Teil stark verbreitet. „Dieser Einsatz durch das Jugendgremium ist einmalig in unserem Projektgebiet. Die engagierten jungen Leute haben Großes bewirkt“, dankte Ulrich Geers vom Rotary Club Bersenbrück Altkreis für das starke Engagement. Auch Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf zeigte Respekt vor dieser Leistung: „Ich bin stolz auf unsere Jugendlichen, die sich uneigennützig in den Dienst einer guten Sache stellen und sich für benachteiligte Menschen einsetzen.“ Wie engagiert die Jugendlichen die Aktion begleitet haben, verdeutlichte Jugendpfleger Peter Vos: So hätten die Mitglieder des Jugendforums die durch die Unternehmens-Gruppe Tönsmeier/Horst Marthen Städtereinigungsunternehmen kostenlos zur Verfügung gestellte Abfallbehälter betreut, auf Sauberkeit der Sammelstelle geachtet und zum Teil stundenlang die Pfandrückgabe der beteiligten Einzelhändler betreut, um dort die Deckel von den Pfandflaschen abzuschrauben. Dank galt den 16 Geschäften und Einrichtungen, die sich bereit erklärt haben, dort eine Sammelstelle einzurichten. „Die Aktion ist auf große Resonanz gestoßen. Daher können auch weiterhin Deckel gesammelt und im Jugendzentrum „Alte Feuerwehr“ abgegeben werden“, unterstrich Vos.

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