Kolpinger unterstützen Jugendliche bei Berufswahl

Spelle – Um die Acht- und Neuntklässler der Speller Oberschule in ihrer Berufswahl zu unterstützen, bieten ehrenamtliche Mitglieder der Kolpingsfamilien Spelle-Venhaus und Lünne im Rahmen des Projektes „Kolping@School“ die Berufe-Rallye an, in der die Jugendlichen hautnah unterschiedliche Berufe kennenlernen können.

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„Die Berufswahl ist für Jugendliche in den meisten Fällen mit viel Unsicherheit verbunden und schnell entstehen stereotype Berufswünsche. Mit dem Projekt „kolping@school“ möchten wir den Blick der Schulabgänger weiten und auch bisher nicht berücksichtigte Berufe ins Spiel bringen“, erklärte Ludwig Vehr, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Spelle-Venhaus, das Projekt. Dabei arbeiten die Kolpingsfamilien mittlerweile mit 42 regionalen Firmen zusammen. Die Schüler können für ein Schulhalbjahr an dem Ganztagsangebot „Berufe-Rallye“ teilnehmen und so in jeder Woche verschiedene Berufe und Firmen kennen lernen. Neben theoretischen Informationen zum Betrieb, zu den angebotenen Berufen sowie den gestellten Anforderungen steht auch eine Werksbesichtigung und eine Arbeitsprobe oder die Begleitung eines Facharbeiters auf dem Programm. So lernen die Schüler in einem Halbjahr sechs verschiedene Firmen mit den dortigen Ausbildungsmöglichkeiten kennen. „Die Jugendlichen erhalten die Informationen aus erster Hand und beschäftigen sich auch mit Berufszweigen, die vorher nicht berücksichtigt wurden“, berichtet Josef Schütte, Mitglied der Kolpingsfamilie Spelle-Venhaus, von seinen Erfahrungen, der schon seit Projektstart im Jahr 2012 das Projekt als ehrenamtlicher Fahrer begleitet. Henning Determann und Michael Isaak, ehemalige Schüler der Oberschule, die im ersten Jahr an dem Projekt teilgenommen haben, berichten von ihren guten Erfahrungen. „Ich habe Berufe kennen gelernt, in die ich sonst nie hineingeschnuppert hätte“, sind sich beide einig. Oberschuldirektor Karsten Bittigau dankte den aktiven Kolpingern für die Initiative und wies darauf hin, dass die Berufsorientierung im Schulleben eine hohe Priorität genieße. „Das Projekt Kolping@School zeigt eindrucksvoll die enorme Stärke, die vom Ehrenamt ausgehen kann: Wo bürgerschaftlich aktive Bürger und örtlich verwurzelte Unternehmer mit einem Gespür für ihre soziale Verantwortung aufeinandertreffen, kann ein derart vorbildliches Projekt entstehen – ohne, dass hierfür staatliche Leistungen o.ä. beansprucht werden“, würdigte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf den Einsatz aller Beteiligter. Diesen lobenden Worten schloss ich Kolping-Diözesansekretär Markus Silies an, der das Projekt 2010 auf Bistumsebene mit initiiert hat. „In den Wurzeln des Kolpingwerkes als ehemaliger Gesellenverein ist verankert: Wir setzen uns dafür ein, dass Bildung und Arbeit die Möglichkeit zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit bietet“, wies Silies auf die Leitsätze der Kolpingsfamilie hin.

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