Landkreis Emsland erhält Gesundheitspreis 2015

Auszeichnung des Landes für Beratung und Information von Flüchtlingsfamilien und ihren Kindern

Ministerin Gesundheitspreis

Bild: (v. l.) Gesundheitsministerin Cornelia Rundt, Johanna Sievering, Fachbereichsleiterin Gesundheit, Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis, Dr. Thomas Niehoff, Projektleiter, und Dr. Jörg Berling, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVN, bei der Übergabe des Gesundheitspreises. (Foto: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung)

 

Meppen. Der Landkreis Emsland ist mit dem Niedersächsischen Gesundheitspreis 2015 ausgezeichnet worden. Für das Projekt zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Migranten im Kindes- und Jugendalter erhielt der Landkreis Emsland die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie „Gesundheit von klein auf in aller Vielfalt“. Je ein weiterer Preis in Höhe von 5000 Euro wurde in den Kategorien „Gemeinsam gesund im Quartier“ und „eHealth – Lösungen zur Vernetzung in der Gesundheitsversorgung“ vergeben.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, weil sie uns in unserer Arbeit bestätigt. Auch die positiven Rückmeldungen von den emsländischen Kinder- und Jugendärzten sowie den Migrationsdiensten spiegelt dieser Preis wider“, betont Landrat Reinhard Winter. Durch die bisherigen Lebensumstände sowie die Flucht sei die Gesundheit von Flüchtlingskindern oftmals weitestgehend vernachlässigt worden. „Das Projekt wirkt hier entgegen“, sagt Winter.

Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig in das Gesundheitssystem zu integrieren und deren medizinische Versorgung zu verbessern. Umgesetzt wird dies in enger Kooperation mit interkulturell tätigen Institutionen, dem öffentlichen Gesundheitsdienst (Kindernetz Emsland) und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Durch eine persönliche niederschwellige Beratung wird Hilfe schnell vermittelt. Hierfür wurden mehrsprachige Informationsmappen mit Gesundheitsfragebögen entwickelt. Außerdem führt der Fachbereich Gesundheit an Standorten in Lingen, Meppen, Aschendorf und Sögel jeweils einmal pro Monat eine offene Beratung für diese Familien durch.

Gesundheitsministerin Cornelia Rundt übergab den Preis in einer kleinen Feierstunde in Hannover an Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis, Johanna Sievering, Fachbereichsleiterin Gesundheit, und Dr. Thomas Niehoff, Projektleiter. „Mit dem Gesundheitspreis wollen wir den dynamischen Bereich der Gesundheitswirtschaft weiter fördern und die ausgezeichneten Projekte als gute Beispiele vorstellen“, sagte die Ministerin.Der Niedersächsische Gesundheitspreis wurde in diesem Jahr gemeinsam vom Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium, dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, der AOK Niedersachsen, der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) sowie der Apothekerkammer Niedersachsen ausgeschrieben. Eine fachkundige Jury wählte aus insgesamt 63 Beiträgen die drei besten Projekte aus.

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