Landkreis schafft weitere Erstaufnahmeplätze in Lingen und Meppen Weitere 200 Flüchtlinge kommen am Wochenende

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Meppen. Der Landkreis Emsland hat ein weiteres Amtshilfeersuchen des Landes erhalten, wonach am Wochenende zusätzliche 200 Flüchtlinge aufzunehmen sind. „Damit werden wir insgesamt 800 Unterkunftsplätze für Flüchtlinge vorhalten müssen“, sagt Landrat Reinhard Winter. In diesem Zusammenhang wird in der Nähe der bereits vorhandenen Erstaufnahme in den Turnhallen des Gymnasiums Georgianum in Lingen eine weitere Unterkunft für die Flüchtlinge in der kreiseigenen Turnhalle der Berufsbildenden Schulen (BBS) Lingen – Kaufmännische Fachrichtungen – an der Nöldekestraße geschaffen. „Aus organisatorischen Gründen und aufgrund der günstigen Lage zur vorhandenen Erstaufnahme am Georgianum haben wir diese Entscheidung getroffen“, sagt Landrat Reinhard Winter. So werde die Mensa und die übrige Infrastruktur des Georgianums für die Versorgung der Flüchtlinge, die in der Halle der BBS unterkommen werden, mitgenutzt. 

150 weitere Schlafplätze sollen in der Sporthalle der BBS entstehen und ergänzen damit die bereits vorhandenen 294 Schlafstellen im Sportzentrum des Georgianums. Darüber hinaus sollen in der städtischen und der kreiseigenen Turnhalle an der BBS in Meppen, die ebenfalls als Erstaufnahmen für Flüchtlinge dienen, zusätzlich zu den bestehenden 300 weitere 50 Schlafmöglichkeiten geschaffen werden.

„Aktuell arbeiten die Hilfsorganisationen wie Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk, Malteser und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft vor Ort mit Hochdruck daran, die Halle der BBS für die Unterbringung der Flüchtlinge herzurichten“, erläutert Winter. Zum Schutz des Hallenbodens werden Platten verlegt, ein Zelt wird auf dem Außengelände des Gebäudes für sanitäre Anlagen eingerichtet.

„Der Schulsport muss ebenfalls neu geregelt werden. Nach den Herbstferien werden insbesondere die Abiturkurse und die Kurse für die Ausbildung von Referendaren sichergestellt. Sie haben Priorität“, erläutert der Landrat.

Parallel untersucht die Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Stab für besondere Lagen weitere Liegenschaften von Turnhallen bis Gewerbehallen im Landkreis Emsland auf ihre Tauglichkeit.

„Bereits derzeit zeichnet sich ab, dass die Unterbringung der Flüchtlinge auf möglichst wenige Standorte konzentriert werden muss, da die Zahl der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfer nicht für mehrere Standorte und auch nicht für längere Zeiträume ausreicht“, erläutert Winter. Inzwischen sei auch geplant, auf die emsländischen Feuerwehren und deren Hilfe und Unterstützung zurückzugreifen.

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