Leichter Anstieg bei Baugrundstücken und Immobilien in Rheine Geschäftsstelle des Gutachterausschusses blickt auf das Jahr 2015 zurück

Rheine. Der Gutachterausschuss in der Stadt Rheine hat in seiner Sitzung im Februar die Bodenrichtwerte für das Jahr 2016 beschlossen. Ausgelöst durch die Grunderwerbssteuererhöhung in NRW war noch Ende 2014 ein „Run“ auf Immobilien zu verzeichnen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Immobilienmarkt im 1. Halbjahr 2015 deutlich ruhiger verlief, jedoch auch mit einem kleinen Plus abgeschlossen hat.

Luftbild Stadt Rheine

Symbolbild zur Illustration (Stadtpressestelle): Luftbild Stadt Rheine

Für 2016 sind weiterhin Abweichungen in der Preisentwicklung von Immobilien in stadtnahen Gebieten und den Stadtfernen Gebieten in Rheine erkennbar. In Hauenhorst und Rodde sind die Preise für Baugrundstück im Jahr 2015 leicht zurückgegangen. Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur bildet der Ortsteil Mesum bei den stadtfernen Gebieten allerdings die Ausnahme. Hier steigen die Preise für bebaute und unbebaute Immobilie in gleicher Weise wie in den stadtnahen Gebieten.

Ebenfalls ist ein deutliches Plus bei den unbebauten Gewerbegrundstücken zu verzeichnen. Das knappe Angebot von Gewerbegrundstücken hat in Rheine zu Preisen von bis zu 50 €/m² geführt.

Von besonderem Interesse sind die Veränderungen bei den Bodenrichtwerten in der Innenstadt. Neben der Marktlage und den sachverständigen Ortskenntnissen der Gutachter sind in diesem Jahr erstmalig ergänzend die erzielten Nettokaltmieten, die aufgrund einer aktuellen Umfrage zur Verfügung standen, in die Ableitung der Bodenrichtwerte in der Innenstadt mit eingeflossen. Im Bereich „Staelscher Hof“ (Hertie Immobilie) sowie in dem Gebiet „Auf dem Thie“ wurden die Bodenrichtwerte entsprechend der Ergebnisse um ca. 30% nach unten korrigiert. Diese Entwicklung, so der Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Mark Dieckmann, sei eine Folge der Leerstände in den genannten Gebieten, die bei gleichbleibender Entwicklung einen Werteverzehr und eine geringere Beleihungsfähigkeit der Immobilien nach sich zögen.

 

Der Immobilienmarkt 2015 in Rheine in Zahlen:

Die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge verringerte sich im Vergleich zum Jahr 2014 um ca. 15 % auf etwa 750 Verträge. Gleichzeitig erhöhte sich der Umsatz um ca. 11 % auf rd. 129,5 Mio. €.

Der Markt teilt sich im Wesentlichen auf in 185 verkaufte Eigentumswohnungen, 363 bebaute Grundstücke und 172 unbebaute Grundstücke.

Baugrundstücke in Rheine erfuhren im Durchschnitt eine Preissteigerung in Höhe von 2,2 %.

Bei den bebauten Immobilien zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser erfuhren eine Preissteigerung von +2,6 %, Doppelhäuser und Reihenhäuser von +0,7 % und bei Eigentumswohnungen lag die Steigerung bei +2,3 %.

Die durchschnittlichen Preise für ein Einfamilienhaus lagen bei 176.000 €, für eine Doppelhaushälfte bei 145.000 € und für eine Eigentumswohnung bei  114.000 €. Für ein Baugrundstück wurde in Rheine durchschnittlich etwa 70.000 € bezahlt.

Die enormen Preisentwicklungen der vergangenen Jahre für den landwirtschaftlich genutzte Grund und Boden haben sich etwas verlangsamt. Die Steigerung im Jahr 2015 betrug in Rheine rd. 7,5 %. Der Bodenrichtwert für Ackerland liegt in Rheine somit mittlerweile bei 7,00 €/m².

Die aktuellen Bodenrichtwerte können unter www.boris.nrw.de eingesehen oder bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses unter 05971/939-428 erfragt werden. Ebenso liegt im Foyer des Neuen Rathauses ein Flyer bezüglich des Internetangebotes „BORISplus.NRW“ aus.

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