Lingen: Kirmes in die Fußgängerzone? Anregung der Jungen Union

Anregung der Jungen Union – „Schausteller und Kaufmannschaft beteiligen“

 Junge Union

Lingen. Vielleicht ist es keine ganz neue Idee, aber die Junge Union (JU) im Stadtverband Lingen (Ems) möchte einen Denkanstoß um die Diskussion zur Attraktivierung der Lingener Kirmes geben und regt an, die Kirmes in die Fußgängerzone rund um den Marktplatz zu verlegen.

„Wenn es um eine attraktivere Durchführung der traditionellen Kirmes geht, darf es keine Denkverbote geben“, fordert JU-Stadtverbandsvorsitzender Henrik Duchscherer eine ergebnisoffene Diskussion. Apropos Tradition: Die Kirmes hat in Lingen nicht immer an der Lindenstraße, sondern einst auf dem Gelände der Wilhelmshöhe und eben auch im Stadtkern stattgefunden, doch das alles ist lange her. Nach Vorstellung der jungen Christdemokraten könnte die Verlegung der Kirmes in die Fußgängerzone ein Gewinn für alle Beteiligten sein. „Den Schaustellern ist eine hohe Frequenz garantiert, die Einzelhändler sind davon Nutznießer, und die Lingener Bevölkerung erlebt ihre Kirmes in Mitten des Stadtkerns“, heißt es in einer JU-Pressemitteilung.

Wichtig sei, dass alle Beteiligten bei der Diskussion und Entscheidungsfindung beteiligt werden. „Die Kaufmannschaft muss mit ins Boot, und die Schausteller natürlich auch an den Tisch“, wünscht sich Duchscherer. Ideal sind seiner Meinung nach die Möglichkeiten, die die Fußgängerzone mit dem Marktplatz, möglicherweise sogar dem Alten Pferdemarkt am Ende der Burgstraße und dem Vorplatz vor dem Neuen Rathaus für größere Fahrgeschäfte sowie die Einkaufsstraßen für die übrigen Kirmes-Buden und sonstigen Verpflegungsstände biete.

Dass eine Kirmes auch im Innenstadt-Zentrum funktioniert, beweist laut JU-Angaben nicht nur die Nachbargemeinde Emsbüren, obwohl der zentrale Standort hier eine lange Tradition hat. Einen ähnlichen Weg ist aber erst jüngst die Kreisstadt Meppen gegangen, die ihre Kirmes im Oktober 2014 vom Veranstaltungsgelände Am Nagelshof in die Fußgängerzone verlegt und zur „Rathauskirmes“ unbenannt hat – mit Erfolg, wie man aus der Mitte des Emslandes vernimmt.

„Wie wäre es, wenn wir es einfach einmal ausprobieren?“, fragt die stellv. JU-Stadtverbandsvorsitzende Imke Kropik. Sollte sich herausstellen, dass keine wirkliche Verbesserung eintritt, könne der bisherige Standort auf dem Festplatz der Lindenstraße, versteckt hinter der EmslandArena, weiterhin aufrechterhalten bleiben. „Alternativ wäre es auch denkbar, eine der beiden jährlichen Kirmes-Veranstaltungen auf dem Festplatz und eine in der Innenstadt durchzuführen.“ Jedenfalls sollten sich die städtischen Gremien mit dem Thema auseinandersetzen, meint die stellv. Vorsitzende und will auch in einer der nächsten Vorstandssitzungen darüber diskutieren.

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