Lünner Rat genehmigt Haushalt 2015 – rund 100.000 Euro Kredite

Lünne – In der letzten Sitzung des Rates der Gemeinde Lünne haben die Ratsmitglieder einstimmig den Haushaltsplan 2015 beschlossen und die künftige Nahversorgung im Ort thematisiert.

„Der Haushalt ist insgesamt ausgeglichen und bildet die Grundlage für Investitionen in die Zukunft“, fasste Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf zusammen. Stefan Sändker, Dezernent Innere Dienste der Samtgemeindeverwaltung, erläuterte den Finanzrahmen im Detail. So enthält der Ergebnishaushalt, der die Aufwendungen und Erträge beinhaltet, ordentlichen Erträge und Aufwendungen in Höhe von jeweils 1.957.900 Euro. Sowohl im ordentlichen als auch im außerordentlichen Ergebnishaushalt wird mit Überschüssen von insgesamt 170.700 Euro gerechnet. „Die größten Investitionen liegen im Endausbau des Baugebietes Sonnenbree III, in Sanierungsmaßnahmen am Dorfgemeinschaftshaus Heitel sowie im An- und Verkauf von Grundstücken, um künftig ein weiteres gesundes Wachstum im Bereich der Wohnbau- und Gewerbegebiete zu ermöglichen. Weiterhin wird ein Zuschuss an die ev.-ref. Kirchengemeinde zur Erweiterung des Friedhofes gezahlt“, umriss Sändker. Die Ausgaben für Investitionen betragen im Finanzhaushalt 494.800 Euro. Zur Deckung wird eine Kreditaufnahme von 106.400 Euro erforderlich. „Die Kredite können jedoch durch eine sparsame und vorausschauende Planung und Durchführung der Investitionen bis zum Ende des Finanzplanungszeitraumes 2018 vollständig zurückgezahlt werden“, prognostizierte Hummeldorf. „Der Haushaltsplan setzt Wachstumsimpulse für unsere Gemeinde“, befürwortete Bürgermeisterin Magdalena Wilmes das Zahlenwerk und wünschte sich für die Zukunft, dass alle Beteiligten weiterhin an „an einem Strang ziehen, denn nur so ist eine erfolgreiche Zukunft möglich.“ Sowohl Carl Lüttmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion, als auch Dr. Thomas Forstreuter für die SPD-Fraktion dankten für die gute Zusammenarbeit im Rat und mit der Verwaltung. Lüttmann hob hervor, dass die Kreditaufnahme notwendig ist, um Wachstum zu ermöglichen. Daher befürworteten die Christdemokraten den Haushaltsplan. Dr. Forstreuter sah eine Kreditaufnahme für vertretbar an, wenn diese für Investitionen benötigt werde. Insgesamt sei der Haushaltsplan solide aufgestellt und fuße auf Sparsamkeit, sodass die SPD-Fraktion zustimmen könne. Für die Zukunft wünschte er sich den Ausbau der Heinrich-Schulte-Straße. Eine wichtige Zukunftsaufgabe ist nach Aussage von Hummeldorf die künftige Nahversorgung. So wurde bereits im Mai eine Markt- und Standortanalyse in einer Bürgerversammlung vorgestellt. „Spätestens Ende Januar wird der Lebensmittelmarkt Gerner schließen. Insbesondere für nicht-mobile und ältere Menschen geht ein wichtiger Teil der Lebensqualität verloren“, sorgte sich Hummeldorf und verwies darauf, dass bereits verschiedene Gespräche mit möglichen Marktbetreibern geführt wurden. Auch Wilmes unterstrich die Bedeutung einer örtlichen Nahversorgung und rief alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Suche nach weiteren Lösungsansätzen sowie an der Entscheidungsfindung zu beteiligen. „Der Einkauf vor Ort und die Vergabe von Aufträgen an örtliche Betriebe sind enorm wichtig“, appellierte Wilmes.

 

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