Menschen mit Behinderung rücken in den Fokus Beirat konstituiert sich – Neue Rechte führen zu neuen Herausforderungen

Meppen. „Es gibt sehr viele Menschen mit Behinderungen, und Behinderung ist ein sehr weiter Begriff. So unterschiedlich die Arten und Ausprägungen von Behinderung sind, so unterschiedlich sind auch die damit verbundenen Anliegen der behinderten Menschen. Der Beirat für Menschen mit Behinderungen ist das Sprachrohr für diese Menschen“, sagte Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis bei der konstituierenden Sitzung des Beirats für Menschen mit Behinderungen im Meppener Kreishaus.

Behindertenbeirat

Dezernentin Sigrid Kraujuttis (4. v. r.) dankte dem Beirat und insbesondere Ursula Mersmann (6. v. l.) als Beauftragte für Menschen mit Behinderungen für die ehrenamtliche Arbeit. (Foto: Landkreis Emsland)

Den Vorsitz dieser kreisweiten Interessenvertretung hat Ursula Mersmann in ihrer Funktion als ehrenamtliche Beauftrage für Menschen mit Behinderungen inne. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Petra Hengst von der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe Emsland gewählt. 20 ehrenamtliche Mitglieder gehören dem Beirat an, in dem Menschen mit Behinderungen einen Ansprechpartner und eine Interessenvertretung finden.

Wie in der Vergangenheit auch gehören Vertreter der Behinderteneinrichtungen, -verbände und -organisationen dem Beirat an. In der vorherigen Legislaturperiode wurde ein Vertreter für Menschen mit Demenzerkrankungen neu in den Beirat aufgenommen.

„Wir haben es mit einer neuen rechtlichen Situation zu tun“, wandte Kraujuttis sich an den Beirat. Durch das Bundesteilhabegesetz rücke der behinderte Mensch mehr in den Vordergrund; neue Herausforderungen ergäben sich. „Es geht künftig nicht mehr um einen einrichtungszentrierten, sondern um einen personenzentrierten Ansatz“, betonte die Sozialdezernentin. Das Bundesteilhabegesetz wird schrittweise in Kraft gesetzt. Für 2017 gilt bereits ein höherer Vermögensfreibetrag (25.000 Euro) für die Eingliederungshilfe.

Kraujuttis dankte den Vertretern des Beirats für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl behinderter Menschen und insbesondere Ursula Mersmann, die bereits seit 2202 als ehrenamtliche Beauftragte für Menschen mit Behinderungen „großartige Arbeit“ für Betroffene leiste.

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