Mitgliederversammlung der Deutschen Polizeigewerkschaft;

Lingen. In der Mitgliederversammlung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Polizeiinspektionsverband Emsland / Grafschaft Bentheim in Lingen konnte deren Vorsitzender Christian Albert viele Gäste begrüßen. Thomas Kliewer (Landesvorsitzender DPolG) berichtete von den zurzeit stattfindenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst und unterstrich dabei die Forderung der Gewerkschaften von mindestens 5,5 Prozent bzw. mindestens 175 Euro mehr Lohn und gleichzeitige Übernahme für die Beamten. Die gefährliche und unregelmäßige Arbeit sowie die hohe Einsatzbelastung der Polizeibeschäftigten zu Lasten der Familien berechtigte dies. Auch Gerd Will (SPD MdL) unterstützte die Forderungen der DPolG zur kontinuierlichen sozialverträglichen Verlagerung von Personal aus dem östlichen Niedersachsen in den westlichen Teil, da hier die Einwohnerzahl stetig und auch perspektivisch zunimmt. Dagegen verringert sich die Einwohnerzahl insbesondere im südöstlichen Niedersachsen in den nächsten Jahren weiterhin deutlich. „Die Politik muss den besonderen Anforderungen an die Polizei im westlichen Niedersachsen mit der Grenze zu den Niederlanden und den damit verbundenen intensiven Ermittlungen hinsichtlich überörtlich agierender Täter personell Rechnung tragen“, betonte Christian Albert. „Die Polizei bleibt im Emsland und der Grafschaft Bentheim vor Ort erhalten“. Will und Karl-Heinz Brüggemann (PI-Leiter Emsland / Grafschaft Bentheim) widersprachen übereinstimmend und deutlich den Gerüchten um Schließungen von örtlichen Polizeistationen. Beide zeigten auf, dass gerade im hiesigen Bereich die Polizeistationen neue Räumlichkeiten erhalten haben (z.T. noch in Planung/Bau) und personell aufgestockt wurden. Sorge macht der Polizeinachwuchs. Die Politik ist gehalten, den Polizeiberuf attraktiver zu gestalten, so dass geeignete junge Menschen für die Polizei gefunden werden. Dabei ist der finanzielle Nachteil in der Besoldung zu anderen Bundesländern (z.B. NRW) und der Nachteil bei der Krankenversicherung auszugleichen.“ Ansonsten hat die Polizei in Niedersachsen das Nachsehen beim Kampf um die besten Köpfe“, betonte Kliewer. Bei den anstehenden Neuwahlen des Vorstandes wurde Boris Kues einstimmig zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden und Matthias Albert (beide Polizei Lingen) zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Lingen Polizeigewerkschaft

Zum neuen Vorstand gehören (v. links) Matthias Albert, Stefan Masbaum (Papenburg), Mark Plassonke (Meppen), Christian Albert), Andreas Hüsken (Lingen), Holger Maschmeier (Nordhorn) und Alfons Kröger als Pensionärsvertreter.

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