Museen arbeiten grenzenlos zusammen Ausstellung über Justiz mit Folter und Schwert eröffnet

Coevorden Lingen Ausstellung über Justiz mit Folter und Schwert (1)

(v. links) Bürgermeister Bert Bouwmeester, Museumsdirektorin Sandra Muller, Bürgermeister Heinz Tellmann und Museumsvereinsvorsitzender Willi Brundiers eröffneten in Coevorden die Ausstellung „grenzenlos strafen“.

Coevorden / Lingen. Bürgermeister Bert Bouwmeester hat in Coevorden im Stedelijk Museum die Ausstellung „grenzenlos strafen“, ein Gemeinschaftsprojekt der Museen in Lingen und Coevorden, eröffnet. Unter den zahlreichen Gästen konnte er den Lingener Bürgermeister Heinz Tellmann und den Museumsvereinsvorsitzenden Willi Brundiers begrüßen.  Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck (Lingen) überraschte die zahlreichen holländischen Gäste mit seiner Einführung in niederländischer Sprache. Er kann als erfahrener Ausstellungskurator bereits auf zahlreiche grenzüberschreitende Museumsprojekte zurückblicken und lobte die innovative Arbeitsweise seiner jungen niederländischen Kollegen Sandra Müller und Patrick Belgers. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der gelungenen Präsentation, die u.a. mit Foltergeräten und Richtschwertern den einstigen Justizalltag verdeutlicht. Darüber hinaus führen ausgewählte Exponate aus Archiven und Museen von diesseits und jenseits der Grenze in die Welt der Strafjustiz zwischen 1500 und 1800. Die Bandbreite reicht von historischen Gesetzbüchern bis zum Pfahl eines Galgens, den niederländische Archäologen in der Nähe von Assen entdeckten. Das von der Euregio unterstützte Ausstellungsprojekt umfasst auch ein 180 Seiten starkes zweisprachigen Begleitmagazin. In dem reich illustrierten Band werden komplizierte Fragen der Justizgeschichte kompetent und in allgemein verständlicher Form vermittelt. Die Ausstellung läuft in Coevorden bis zum 18. September und ist in Lingen ab dem 16. Oktober zu sehen. Weil alle Texte zweisprachig sind, lockt die Ausstellung auch zu einem Besuch im jeweiligen Nachbarland

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