Öffentliche Stadtführung: Lingen als Eisenbahnerstadt am 28. Mai

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Lingen. Kein Ereignis im 19. Jahrhundert hat Lingen stärker geprägt als die Eröffnung der Eisenbahn 1856. Die Stadt bekam nicht nur einen Bahnhof und damit Anschluss an die „große, weite Welt“, sondern in Lingen entstand auch die „Königliche Eisenbahn-Reparatur-Werkstatt“. Sie entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte zum größten Industriebetrieb im Emsland und zählte im Lokwerk an der Kaiserstraße sowie im Wagenwerk an der Lindenstraße zeitweise fast 2000 Beschäftigte. Im Rahmen einer Themenführung wird das frühere Werksgelände an der Kaiserstraße mit den erhaltenen Großraumhallen, die heute als Hochschule sowie als Zentrum für Wirtschaft, Kunst und Medien dienen, besichtigt. Anhand historischer Aufnahmen wird gezeigt, welche Gebäude hier sonst noch standen: die Kesselschmiede, das Kraftwerk, die Werkschule und das Badehaus, das einmal in der Woche auch von den Familien der Eisenbahner benutzt werden durfte. Geschichten von Beamten und Gewerkschaftern, streikenden Arbeitern und der „Goldenen Fahne“, mit der das Werk als „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ausgezeichnet wurde, gehören ebenfalls zur Führung. Bei einem Spaziergang entlang des Güterschuppens und des Stationsgebäude, an der Halle IV und an der Großen Lok-Halle erläutert Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck historisches und unterhaltsames aus 150 Jahren Eisenbahngeschichte im Emsland. Anmeldungen sind nur über die Lingen Wirtschaft + Tourismus GmbH möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 2 Euro pro Person. Die Führung beginnt um 16 Uhr am Emslandmuseum. Weitere Führungen zum Thema „Lingen als Eisenbahnerstadt“ werden am Mittwoch, 2. Juli, um 18 Uhr, am Donnerstag, 4. September, und am 9. Oktober jeweils um 16 Uhr angeboten.

 

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