Pflegebedürftigkeit – was tun? Der Förderverein des St. Johannes-Stifts Spelle informiert.

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Spelle – Ein Schlaganfall des Vaters verändert von heute auf morgen den Alltag und das Leben ei-ner Familie. Der Vater ist in seiner Alltagskompetenz stark beeinträchtigt und muss gepflegt wer-den. Die Familie ist ratlos – was ist zu tun?

Dies ist nur ein Beispiel der Gesamtproblematik „Pflegebedürftigkeit“. Fragen werden gestellt: „Wie geht das Leben weiter? Wer pflegt nun unseren Vater?“ Auf diese Fragen und Probleme gab Dipl. Sozialpädagogin Christiane Karwisch-Kattner vom Pflegestützpunkt Emsland eine Antwort. In ihrem Vortrag „Pflegebedürftigkeit – was tun?“ im Forum der Arche der St. Johannes-Kirchengemeinde Spelle gab sie Ratschläge zur Pflege und sprach die Leistungen der Pflegeversicherung an. In der Begrüßung wies Josef Löcken, Vorsitzender des Fördervereins „Freunde und Förderer des St. Johannes Stifts Spelle e.V.“ darauf hin, wie wichtig es ist, sich mit der Thematik „Pflegebedürftigkeit“ umfassend und früh genug auseinander zu setzen. Karwisch-Kattner ging zu Beginn ihres Vortrags auf den demographischen Wandel in unserer Gesellschaft ein. „Wir alle wissen, dass die Begleitung und Pflege alter Menschen eine immer größere Bedeutung einnimmt.“ Dabei stehe die häusliche Pflege und Betreuung durch Angehörige vor der stationären Pflege. Interessant für die Zuhörer ist die Tatsache, dass die pflegenden Angehörigen zumeist Frauen sind. Karwisch-Kattner erwähnte auch, dass die Krankheit Demenz zunehmend zur gesellschaftlichen Herausforderung werde und langfristig zur Pflegebedürftigkeit führe. Schwerpunkt ihres Vortrags waren die ambulanten Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie ging detailliert auf die Pflegestufen ein, auf Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Pflegesachleistungen und das Pflegegeld. Besonders vorteilhaft seien die Kombinationsleistungen aus Pflegegeld und Sachleistungen. Bei Kombination mit der Tagespflege erhöhe sich der Anspruch sogar ab 2015 auf 200 Prozent. Durch lebensnahe Beispiele wurden dann die „trockenen“ Leistungen der Pflegeversicherung anschaulich und lebendig dargestellt. Zum Schluss wies die Referentin noch auf das Angebot des Pflegestützpunkts Emsland hin. Hier können gezielt und umfassend Informationen über Pflege und Leistungen der Pflegeversicherung eingeholt werden.

Vortrag von Christiane Karwisch-Kattner zum Thema „Pflegebedürftigkeit – was tun?“

 

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