Polizei rät: „Vor dem ABC: Schulweg üben“

Am Samstag, 13. September, erfolgt in den Landkreisen Emsland (ca. 3080 Erstklässler) und Grafschaft Bentheim (ca. 1270 Erstklässler) wieder die Einschulung vieler Schülerinnen und Schüler. Der Eintritt in diesen neuen Lebensabschnitt bringt für die Schüler und Schülerinnen und deren Eltern viele neue Herausforderungen. Zu diesen Herausforderungen zählt die Bewältigung des Schulwegs. Dieser ist für die Erstklässler meistens neu. Um den Schulweg ein Stück weit sicherer zu machen, wird seit vielen Jahren die Schulanfangsaktion „Kleine Füße“ umgesetzt. Partner der Aktion sind das niedersächsische Ministerium für Verkehr, Inneres und Kultur, die Gemeinde-Unfallversicherungsverbände Hannover, Braunschweig und Oldenburg, der ADAC Niedersachsen/ Sachsen Anhalt und die Landesverkehrswacht Niedersachsen. Die Aktion richtet sich an die Schüler und Schülerinnen, deren Eltern aber auch an die Autofahrer. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Schwerpunktthema: „Vor dem ABC: Schulweg üben!“ und betont die Rolle der Eltern als Vorbild für ein sicherheitsorientiertes Verhalten. Deshalb: verhalten Sie sich den Verkehrsregeln entsprechend, Kinder ahmen das unangefochtene Vorbild der Eltern ungefiltert nach. Wenn die Eltern das Rotlicht der Fußgängerampel ignorieren, werden es die Kinder ebenfalls tun. Üben Sie den Schulweg mit Ihren Kindern vor der Einschulung. Auch das Warten an der Haltestelle und das Fahren mit dem Bus wollen gelernt sein. Machen Sie auf die Risiken im Umfeld der Bushaltestellen aufmerksam. Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder genug Zeit für den Schulweg haben und den Bus ohne Eile erreichen können. Wenn Sie ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen beachten Sie bitte folgende Hinweise: 1. Ein passender Kindersitz schützt ihr Kind wirksam bei Unfällen: Er vermeidet Verletzungen oder verringert deren Schwere. Achten Sie darauf, dass der Kindersitz den gesetzlichen Anforderungen (ECE Norm 44/03, 44/04 oder i-size) entspricht. Sichern Sie sich und ihr Kind immer, auch auf kurzen Strecken. 2. Im Umfeld von Schulen müssen Sie immer damit rechnen, dass Kinder überraschend auf die Fahrbahn laufen, insbesondere zu Schulanfangs- oder -endzeiten. Fahren Sie entsprechend langsam und aufmerksam, um jederzeit bremsen zu können. 3. Achten Sie auf Halt- oder Parkverbote vor den Schulen. Sie dienen oftmals der Sicherheit der Schüler, damit diese gut gesehen werden oder ihnen nicht die Sicht verdeckt wird. Kinder sind kleiner als Erwachsene und haben schon dadurch ein eingeschränktes Sichtfeld. Außerdem ist ihre Wahrnehmung noch nicht so ausgeprägt wie bei Erwachsenen. Als Alternative zum Auto oder dem Schulbus ist das Fahrrad als Verkehrsmittel für Schüler zu nennen. Es sollte dem Alter entsprechen und verkehrssicher sein. Ein Fahrradhelm gehört zur täglichen Ausstattung. Eltern sollten streng darauf achten, dass Kinder einen Fahrradhelm tragen. Dies gilt insbesondere für Grundschüler. Erstklässler sollten ihren Schulweg nicht als Radfahrer zurücklegen. Auf Grund ihres Alters sind sie noch nicht in der Lage die komplexen Anforderungen des Straßenverkehrs als Radfahrer zu bewältigen. Daher empfiehlt die Polizei, dass Schüler und Schülerinnen der ersten und zweiten Klassen den Schulweg zu Fuß absolvieren, sofern dies die Schulweglänge zulässt. Dabei sollte dieser zuvor mit den Eltern geübt werden und in den ersten Wochen eine Begleitung stattfinden. Um eine Entlastung für die Eltern zu schaffen, können sich Gruppen (Walking – Bus) bilden, die gemeinsam den Schulweg zu Fuß bestreiten. Diese Gruppen aus Erstklässlern werden dann jeweils von einem Teil der Eltern begleitet Darüber hinaus gibt es in vielen Schulen einen Schulwegplan, aus dem die Empfehlung für einen möglichst sicheren Schulweg zu entnehmen ist. Für weitere Informationen stehen Ihnen die örtlichen Verkehrssicherheitsberater der Polizei zur Verfügung.

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