Polizeidirektion stellt Verkehrsunfallstatistik 2013 vor

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Osnabrück. Die Polizeidirektion (PD) Osnabrück hat die Unfallstatistik für das Jahr 2013 veröffentlicht. „Der positive Trend aus dem Vorjahr setzt sich erfreulicherweise fort“ so Polizeipräsident Bernhard Witthaut, der gemeinsam mit Dezernatsleiterin Andrea Menke die jährlichen Zahlen im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte.

Witthaut erklärte, dass seit der statistischen Erfassung des Unfallgeschehens der niedrigste Stand der Verkehrstoten erreicht worden sei. Bei 70 Verkehrsunfällen insgesamt seien 80 Menschen tödlich verunglückt. Er erinnerte an drei herausragende Unfälle in der zweiten Jahreshälfte, bei denen insgesamt zehn Menschen gestorben sind: „Dies führt uns vor Augen, dass die Verkehrssicherheitsarbeit einen hohen Stellenwert in der Polizeiarbeit besitzt und weiterhin intensiv fortgeführt werden muss, denn leider ist die Zahl der Unfälle insgesamt nicht rückläufig.“

 

Der Appell des Polizeipräsidenten richtet sich in diesem Jahr erneut an das Verantwortungsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer. Witthaut erklärte: „Heutzutage möchte jeder auf dem Laufenden sein, daher geht der Blick schnell auf das Smartphone und die Konzentration auf das Wesentliche geht verloren. Fest steht, wer bei Tempo 50 zwei Sekunden auf sein Display schaut, fährt in der Zeit ca. 30 Meter ohne direkte Sicht auf das Verkehrsgeschehen! Die Zahl wächst bei höherer Geschwindigkeit. Sowohl das Eintippen einer Nachricht als auch das Telefonieren, beides kostet 40 Euro Bußgeld und bringt einen Punkt. Ab dem 1. Mai 2014 wird das Bußgeld auf 60 Euro angehoben, da es bisher noch zu wenige Verkehrsteilnehmer abschreckt.“

Hierzu ergänzte Andrea Menke: „Viel entscheidender ist, dass der Griff zum Telefon am Steuer ein lebensgefährliches Unterfangen für sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer ist. Auch Freisprecheinrichtung und Sprachsteuerung schränken die Aufmerksamkeit während der Fahrt ein.“ Überhöhte Geschwindigkeit gelte nach wie vor als Hauptunfallursache, deswegen werde es in der PD mehr regionale, landesweite und länderübergreifende Verkehrsüberwachungsaktionen in Kooperation mit den Kommunen geben.

Auch bei dem Schwerpunkt der Baumunfälle spiele zu schnelles Fahren eine große Rolle, so Bernhard Witthaut, der erläuterte: „2013 kam es in der PD Osnabrück zu 752 Baumunfällen. Bei denen 196 Menschen schwer und 18 Menschen tödlich verletzt wurden. Die Problematik mit diesem Unfalltyp ist erheblich und wir begrüßen die Vorschläge des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr durch bauliche Maßnahmen wie z. B. in Form weiterer Schutzplanken, sowie das Begrenzen der Geschwindigkeit, Gefahrenpunkte zu entschärfen.“

Dezernatsleiterin Menke mahnt zu mehr Verantwortungsbewusstsein auch bei Erziehungsberechtigten. Sie bedauerte: „Trotz aller Kontrollen und Maßnahmen gefährden einige Eltern durch das eigene unverantwortliche Verhalten das Leben und die Gesundheit ihrer Kinder. Es gilt vor jeder Fahrt darauf zu achten, dass die Fahrzeuginsassen angeschnallt sind und Kinder die richtige Sitzvorrichtung haben, auch bei kurzen Strecken. Die eigene Vorbildfunktion eines jeden Verkehrsteilnehmers muss viel stärker in das Bewusstsein gelangen.“

Am 21. Juni 2014 Tag richtet die PD Osnabrück auf dem Domvorplatz die zentrale Auftaktveranstaltung zum landesweiten Verkehrssicherheitstag aus. Die Vorbildfunktion eines jeden Verkehrsteilnehmers und weitere Gefahren im Straßenverkehr werden ein großes Thema sein. „Die Aktionen richten sich an alle Bürgerinnen und Bürger jeden Alters. Wir freuen uns auf das hoffentlich große Interesse. Wir greifen mit verschiedenen Kooperationspartnern unterschiedliche Themen rund um die Gefahren im Straßenverkehr auf und wollen dadurch das Bewusstsein jedes Einzelnen schärfen, um mehr Sicherheit zu erreichen“, so Andrea Menke abschließend. Fotos: © Lindwehr

 

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