Rauschgift sichergestellt – 24-Jähriger in Haft

Polizeibeamte des Grenzüberschreitenden Polizeiteams Bad Bentheim (GPT) stoppten am Mittwoch auf der Autobahn A 30 gegen 20.30 Uhr ein Fahrzeug aus dem Raum Höxter, welches aus den Niederlanden kam.  Unmittelbar vor der Kontrolle sprang der Beifahrer aus dem noch fahrenden Auto und flüchtete, dabei nahm er einen Rucksack aus dem Fahrzeug mit. Im Zuge einer direkten Verfolgung und einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte der Flüchtige zunächst nicht gefasst werden. Im Auto, welches von einem 20-jährigen Mann aus Höxter gefahren wurde, konnte eine geringe Menge Cannabis gefunden und beschlagnahmt werden. In seiner Vernehmung bei der Polizei erklärte der 20-Jährige, dass er zusammen mit einem Bekannten in die Niederlande gefahren sei und dort eine größere Menge Marihuana gekauft habe, um diese nach Deutschland zu schmuggeln. Zudem benannte er die Personalien des flüchtigen Beifahrers, einem 24-jährigen aus Höxter. Dieser verbrachte nach der Flucht die Nacht im Freien und wandte sich morgens in der Ortschaft Gildehaus an einen Anwohner, den er um Hilfe bat. Während seiner Flucht durch Gräben und über Zäune war die Bekleidung des 24-Jährigen stark in Mitleidenschaft gezogen worden, seine Schuhe hatte er verloren. Dem Anwohner erklärte er sein Erscheinungsbild, indem er behauptete, Opfer eines Überfalls geworden zu sein. Der Anwohner rief die Polizei zu Hilfe, die in dem angeblichen Raubopfer den flüchtigen Täter vom Vorabend erkannte und diesen festnahm. Kurze Zeit später meldete sich der Inhaber einer ortsansässigen Firma und übergab einen Rucksack, den ein Mitarbeiter auf dem Firmengelände gefunden hatte. Der Rucksack konnte den beiden Beschuldigten zugeordnet werden. Darin befanden sich insgesamt rund 860 Gramm Marihuana.

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Foto: Polizei

Der 20-jährige Fahrer hatte im Laufe der polizeilichen Vernehmung ein Geständnis abgelegt und wurde am Donnerstagmorgen entlassen. Zuvor musste er jedoch eine Blutentnahme über sich ergehen lassen, da er sein Fahrzeug unter dem Einfluss von Drogen gefahren hatte. Gegen den geflüchteten 24-Jährigen stellte die Staatsanwaltschaft Osnabrück einen Haftantrag. Er war erst vor wenigen Wochen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt worden, die das Gericht zur Bewährung ausgesetzt hatte. Der Haftrichter beim Amtsgericht in Nordhorn erließ einen Haftbefehl gegen den 24-Jährigen. Die weiteren Ermittlungen werden durch den Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion  Emsland/ Grafschaft Bentheim geführt. An der Fahndung nach dem Flüchtigen waren Beamte des GPT von der Polizeiinspektion, der Regiopolitie Twente, der Bundespolizei und Hundeführer der Polizeidirektion Osnabrück beteiligt.

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