Rund 80 Notinseln in Lingen Weitere Interessierte können sich melden – Kinder aufmerksam machen

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Lingen. „Notinsel. Wo wir sind, bist du sicher“ – die Aufkleber finden sich an rund 80 Eingangstüren zu Banken, Bäckereien und Geschäften im gesamten Lingener Stadtgebiet. Lingen ist damit Teil des bundesweiten Notinselprojektes. Die Aufkleber zeigen Kindern, dass sie in den Geschäften Schutz und Hilfe finden, wenn etwas passiert ist. Die Spanne kann dabei von einem platten Reifen bis hin zu verlorenen Elternteilen reichen, berichtet Günter Schnieders vom Präventionsrat der Stadt Lingen. „Die Inanspruchnahme von Kindern ist nicht unbedingt hoch, aber wir sehen das Notinselprojekt als einen kleinen Mosaikstein im Rahmen des Kinderschutzes an und wollen auf jeden Fall an dem Angebot in der Stadt Lingen festhalten“, erläutert Günter Schnieders.

Seit 2008 ist Lingen Teil des bundesweiten Projektes. Dadurch, dass die Aufkleber auch in anderen deutschen Städten zu finden sind, ist der Wiedererkennungswert sehr hoch. „Wir bekommen in den Kindertagesstätten und Schulen regelmäßig die Rückmeldung, dass die Kinder den Aufkleber kennen“, erläutert Hiltrud Frese von der Polizeiinspektion Emsland-Grafschaft Bentheim. „Natürlich bekommen die Kleinen sicherlich auch in anderen Geschäften Hilfe, wenn sie danach fragen. Doch der Aufkleber kann den Kindern Orientierung bieten und mögliche Hemmschwellen abbauen.“ Rund 80 Geschäfte und Betriebe sind in Lingen bereits Teil des Notinselprojektes. Doch gerade in den Ortsteilen Lingens könnten sich neben den bereits engagierten Geschäften noch weitere Interessierte ausweisen lassen. Das Material dazu bekommen sie bei Hiltrud Frese. „Interessierte können sich jederzeit melden“, erklärt Hiltrud Frese. „Wir können leider nicht alle persönlich ansprechen, sondern sind hier auf die Mitarbeit der Geschäftsinhaber angewiesen, dass sie sich bei uns melden, wenn sie mitmachen wollen.“

An Eltern appellieren Günter Schnieders und Hiltrud Frese, das neue Schuljahr zu nutzen, ihre Kinder noch einmal auf die Aufkleber und damit Anlaufstelle in der Stadt aufmerksam zu machen. So wissen die Kinder, an wen sie sich wenden können, wenn sie schnelle Hilfe benötigen.

Interessenten an dem Notinselprojekt wenden sich bitte an Hiltrud Frese, hiltrud.frese@polizei.niedersachsen.de

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