Samtgemeinde Spelle profitierte durch Präventionsprogramm „CTC“

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BU: Für die Samtgemeinde Spelle haben Erster Samtgemeinderat Stefan Lohaus, Ina Budzynski, Petra Krandick und Peter Voß (2. bis 5. v.r.) an der CTC-Abschlusskonferenz in Hannover teilgenommen.

Hannover/Spelle – Die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz lobte in Hannover im Rahmen einer Abschlusskonferenz die erfolgreiche Implementierung des Präventionsprogrammes „Communities That Care“ (CTC) im Emsland.

Von 2009 bis 2012 war der Landkreis Emsland mit den Samtgemeinden Freren, Spelle, Sögel und Werlte neben Göttingen und Hannover Modellstandort für die Präventionsstrategie CTC („Gemeinschaften die sich kümmern“). Diese wird in Spelle und Freren von der Projekt SP!EL-Fachkraft Ina Budzynski umgesetzt. Das Projekt SP!EL (Sozialräumliche Prävention im Emsland) wird vom Landkreis Emsland finanziert, wobei das Kolping-Bildungswerk als Anstellungsträger fungiert. Mit dem untergeordneten SPIN Projekt (Sozialräumliche Prävention in Netzwerken) sollte in Niedersachsen erprobt werden, ob sich das Amerikanische Programm CTC erfolgreich auch hier umsetzen lässt. „Mit der CTC-Strategie soll durch ausgewählte Projekte bedarfs- und zielgenau problematisches Verhalten bei Kindern und Jugendlichen vermieden werden. Im Jahre 2010 fand daher emslandweit eine Schülerumfrage statt“, berichtete Budzynski. Es wurden Fragen zum Problemverhalten wie Gewalt, Alkohol- und Suchtmittelmissbrauch, Schulversagen, Depression und Ängste, Teenagerschwangerschaften und Kriminalität gestellt, um herauszufinden, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Daraus folgend sind in den Samtgemeinden Spelle und Freren folgende Programme angestrebt worden: „Klasse 2000“ – ein Gesundheitsförderndes und Suchtvorbeugendes Projekt – ist an allen Grundschulen gestartet. Daneben werden noch Eltern- und Kindertrainings zur Stärkung von Erziehungskompetenzen und Seelischer Gesundheit angeboten. Außerdem sind die Projekte „Kess-Kurs“, „Familienhebammen“ und „Kindernetz/Kindernest“ gestartet. An den Oberschulen findet ebenfalls das KomA-Projekt (Kontrollierter Umgang mit Alkohol) vom Landkreis Emsland statt. Diese werden in Zusammenarbeit mit den Familienzentren, der Jugendpflege und den Schulen koordiniert und organisiert. Auch wenn die Modellphase im Rahmen von CTC Ende 2012 ausgelaufen ist, so wird angestrebt, alle Projekte in der Praxis weiterlaufen zu lassen. „Im Zuge einer weiteren Schülerbefragung wird sich dann herausstellen, ob die angewandten Programme ihre Ziele erreicht haben. Daraus muss dann schlussfolgernd abgeleitet werden, ob die Programme genauso fortgeführt oder durch andere ersetzt werden müssen“, gab Budzynski Einblicke in den weiteren Fahrplan. Spelles Erster Samtgemeinderat Stefan Lohaus machte anlässlich der Abschlusskonferenz den großen Nutzen eines derartigen Projektes deutlich: „Mit dem CTC-Projekt wird frühzeitig eine geordnete Entwicklung unserer Kinder gefördert. Ich bin dankbar, dass Spelle als Teil des Pilotstandortes im Emsland ausgewählt wurde und wirksame Aktionen zum Wohle unserer Kinder und Jugendlichen umgesetzt werden konnten.“

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