Sanierung der Wege weit fortgeschritten Zwischenstand der Arbeiten auf Schloss Clemenswerth

Meppen. Inzwischen wurden Drainagen eingebaut, die überflüssiges Wasser aus dem Bereich des Schlossplatzes und der Wege ableiten; der Rasen entlang der bereits fertiggestellten Wegeabschnitte wächst nach: „Alle Besucher von Schloss Clemenswerth erhalten schon jetzt einen überzeugenden Eindruck davon wie gut sich das neue Wegekonzept in die historische Struktur der Schlossanlage einfügt und wie komfortabel und optimal passierbar die Wege für gehbehinderte Menschen sind“, sagte Landrat Reinhard Winter.

Clemenswerth Wegesanierung

Bild: (v. l.) Oliver Fok, Museumsdirektor Schloss Clemenswerth, stellvertretender Landrat Willfried Lübs, Rainer Schomann, Niedersächsisches Amt für Denkmalpflege, Dr. Andrea Kaltofen, Fachbereichsleiterin Kultur beim Landkreis Emsland, Ursula Mersmann, Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Landrat Reinhard Winter, Irmgard Welling, Bürgermeisterin Sögel, Günter Wigbers, Samtgemeindebürgermeister Sögel, und Erster Kreisrat Martin Gerenkamp präsentieren ein bereits fertiggestelltes Stück Rundweg. (Foto: Landkreis Emsland)

Gemeinsam mit dem Ersten Kreisrat Martin Gerenkamp, dem stellvertretenden Landrat Willfried Lübs, Rainer Schomann vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Ursula Mersmann, Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Günter Wigbers, Samtgemeindebürgermeister Sögel, Irmgard Welling, Bürgermeisterin Sögel, und Dr. Andrea Kaltofen, Fachbereichsleiterin Kultur beim Landkreis Emsland, stellte Winter den Zwischenstand der Arbeiten vor. Inzwischen konnte rund die Hälfte der Wege fertiggestellt werden. „Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten bis Anfang Juli, gegebenenfalls sogar vielleicht schon eher, abgeschlossen werden können“, schätzt Winter.

Derzeit werden der Rundweg, der die einzelnen Pavillons der Anlage miteinander auf einer Gesamtlänge von rund 320 m verbindet, sowie einer der insgesamt acht Sternwege vom Pavillon Clemens August zum Hauptschloss mit einer Länge von rund 35 m saniert. Die Platten aus Huxberger Sandstein und die diese rechts und links einfassenden Lesesteine werden gehoben und neu verlegt, so dass Absackungen und Unebenheiten im Weg beseitigt werden. Darüber hinaus wird ein 50 cm breiter Streifen aus Sandsteinplatten neben die historischen Platten im Rundweg eingefügt, so dass hier ein insgesamt 1 m breiter Weg aus Sandsteinplatten entsteht.

„Damit sind die Wege besser mit Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühlen zu befahren“, sagt Winter. Zusätzlich wird bei einem Sternweg durch einen breiteren Plattenweg die Barrierefreiheit hergestellt.

„Das historische Wegesystem ist für sich genommen schon ein hochwertiges Denkmal und Alleinstellungsmerkmal. Die Wege sind Bestandteil des künstlerischen Gesamtkonzepts aus dem 18. und 19. Jahrhundert und damit Bestandteil des Schlosses als Kulturdenkmal von europäischem Rang. An seinem Erhalt besteht vor diesem Hintergrund öffentliches Interesse“, betont Winter.

2014/2015 hatten die VGH-Stiftung Hannover, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Land Niedersachsen und der Bund die Förderung für das 2013 von den Kreisgremien beschlossene Restaurierungskonzept bewilligt. 2015 wurde das Konzept in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege weiterentwickelt, so dass nun verbreiterte Plattenwege entstehen.

Durch die Änderung stiegen die Gesamtkosten um rund 100.000 Euro auf insgesamt 569.000 Euro an. Davon tragen der Bund 234.000 Euro, die VGH-Stiftung 50.000 Euro sowie das Land und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jeweils 25.0000 Euro. Der Landkreis Emsland stellt 235.000 Euro bereit.

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