Schnelle Hilfe mit ADAC-Rettungshubschrauber aus Rheine

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Rheine. Der vom ADAC in Rheine stationierte Rettungshubschrauber „Christoph Europa 2“ war im verstrichenen Jahr 1215 Mal im Einsatz. Die Maschine ist jeden Tag von 7 Uhr bis Sonnenuntergang einsatzbereit. „Christoph Europa 2“ fliegt in einem Radius von 70 Kilometern für die Notfallrettung in die Gebiete der Landkreise Grafschaft Bentheim, Cloppenburg, Emsland, Osnabrück, Steinfurt, das nördliche Nord-Rhein-Westfalen und die benachbarten Niederlande. 

Der ADAC-Rettungshubschrauber (RTH) „Christoph Europa 2″, der auf dem Deck des Parkhauses an der Lindenerstraße stationiert ist, verfügt über eine spezielle Ausrüstung. Er fliegt in der Luftrettung mit Notarzt Primär- und Sekundär-Einsatze. Die Maschine vom Typ „Eurocopter EC 135“ wird im Wechseldienst von Dirk Brinkmann, Jens Murke und Stefan Fahlbruch geflogen. Sie sind im verstrichenen Jahr 1215 Mal gestartet. Zu ihnen zählt derzeit Austauschpilot 2014 Fabrice Leon-Cine.

Die „Gelben Engel“ sind an 35 Luftrettungsstationen in ganz Deutschland vertreten, um qualitativ hochwertige medizinische Versorgung für die Patienten im Zusammenspiel mit größtmöglicher Sicherheit im Flugbetrieb zu leisten. Für extreme Einsatzbedingungen in den Bergen oder auf See sind einige der ADAC-RTH mit Winden ausgerüstet. Die ADAC-Luftrettung verfügt über einen großen Erfahrungsschatz als ziviler Operator bei Windeneinsätzen. 

Wenn sich ein Verkehrsunfall ereignet hat oder ein Herzinfarkt, Schlaganfall und sonstige lebensbedrohliche Situationen eingetreten sind, geht „Christoph Europa 2“ in die Luft. Wenn der RTH über „110“ (Polizei) und „112“ (Feuerwehr, Notarzt und Rettungsdienst) alarmiert wurde, kann Menschen, die sich in Gefahr befinden, schnellstens geholfen werden. Entscheidend ist hierbei, dass beim Notruf genaue Angaben gemacht werden: Was ist passiert – wie, wann und wo? Wie viele Verletzte mit welcher Verletzungsart gibt es, brennt es, sind Personen eingeklemmt, verschüttet oder vermisst. 

Auch Pilot Leon-Cine stellt die sehr gute Zusammenarbeit mit den bodengebundenen Rettungskräften heraus. „Wenn die Alarmierung über die Leitstelle erfolgt ist, nehmen wir einen der neun Luftrettungsassistenten der Rheiner Feuerwehr und einen der 15 Notärzte vom Mathias-Spital an Bord. Wenn wir dann die Einsatzstelle anfliegen, wirbelt unsere drei Tonnen schwere Maschine schon mal Gegenstände auf oder weht sie um. Aber nicht immer ist an den Einsatzstellen genügend Freiraum für die Landung vorhanden. Besonders Autofahrer, die im letzten Moment unter dem Helikopter herfahren, sind ein großes Risiko und verzögern unseren Einsatz“, bemängelt der erfahrene Pilot. 

Fabrice Leon-Cine bittet bei Unfällen oder Notfällen, wenn Rettungsdienst, Polizei oder Feuerwehr noch nicht vor Ort sind, Warnblinkanlagen oder Blinkleuchten einzuschalten. Dabei dürfe aber nicht in Richtung des anfliegenden RTH geleuchtet werden. „Wenn wir Häuserzeilen oder einzelne Wohnhäuser anfliegen, sollen sich Personen durch winken bemerkbar machen. Es können auch weiße oder grellfarbene Tücher geschwenkt werden, die aber sicher gehalten werden müssen. Immer noch fehlten an vielen Gebäuden die Hausnummern“, bemängelt der Luftretter, der erneut darum bittet, diese deutlich sichtbar anzubringen. 

Der RTH „Christoph Europa 2“ übernimmt ebenso einen schnellen und schonenden Transport  mit höchstmöglicher Versorgung in Spezialkliniken. Bei längeren Anfahrtswegen in ländlichen Regionen für den Rettungsdienst kommt die schnellste Hilfe dann aus der Luft. Der RTH, der Kerosin für anderthalb Flugstunden mit sich führt, erreicht zum Beispiel Nordhorn oder Lingen in nur fünf Minuten. 

In „Erster Hilfe“ (EH) ausgebildet kann jeder vor Eintreffen der Rettungsmittel lebensrettend eingreifen: Allein schon die stabile Seitenlage, das Stillen von starken Blutungen und die Kontrolle der Atmung sind hier lebensentscheidend. Eine erforderliche und eingeleitete Widerbelebungsmaßnahme mit Beatmung und Herzdruckmassage muss solange weitergeführt werden, bis der Rettungsdienst und/oder Arzt vor Ort eintreffen. Wer in „Erster Hilfe“ nicht mehr ganz fit ist, sollte sich bei den Hilfsorganisationen zur nur drei Stunden dauernden „Erste Hilfe Fresh – up“ anmelden, oder aber die komplette „Erste Hilfe“ lernen. Fotos: © Lindwehr

Quelle : http://www.stadtblatt-lingen.de/

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