Schwangerschaftsberatungen bleiben konstant Jahresstatistiken 2013 und 2014 liegen vor

Meppen. Die Schwangerenberatungszahlen sind im Landkreis Emsland trotz rückläufiger Geburten nahezu konstant geblieben: Insgesamt 1903 Frauen nahmen 2014 das kreisweite Angebot des Diakonischen Werkes, des Sozialdienstes katholischer Frauen, des Caritasverbandes und von donum vitae Emsland an und ließen sich zum Thema Schwangerschaft informieren. 2294 Beratungen wurden insgesamt durchgeführt. Davon nahmen insgesamt 314 Schwangere eine Beratung nach § 5 und 6 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes in Anspruch, die für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch notwendige Voraussetzung ist.    

Im Jahr 2013 suchten insgesamt 1879 Frauen die Beratungsstellen auf. 2418 Gespräche wurden durchgeführt, davon 295 nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz. Dies geht aus den aktuellen Jahresstatistiken des Landkreises Emsland hervor. Dabei stellen die Beratungsstellen fest, dass sich der Beratungsbedarf und die Inhalte immer mehr verändert haben. Es sei ein Anstieg von Fragen zum Beschäftigungsverbot, Mutterschutz und zu gesetzlichen Ansprüchen wie  Elternzeit, Elterngeld, Betreuungsgeld, Unterhalt, Inanspruchnahme einer Hebamme und vielem mehr festzustellen, hieß es beispielsweise von donum vitae. Die große Anzahl gesetzlicher Regelungen und ihre ständigen Neuerungen machten die Beratungsarbeit noch vielschichtiger und umfänglicher.

Darüber hinaus sei festzustellen, dass immer mehr Frauen mit dem Ausfüllen von Förder- und Unterstützungsanträgen überfordert seien. Auch die Problemlagen der ratsuchenden Frauen habe sich verändert: Oft seien schwierige Herausforderungen wie soziale Notlagen, Verschuldung, komplizierte Beziehungs- und Familienkonstellationen sowie psychischer und physischer Stress belastend für die Frauen.

Beratung und Unterstützung sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt gewännen zudem immer mehr an Bedeutung, so die Beratungsstellen.

 

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