Schwarzlohnzahlungen kamen teuer zu stehen

Zollmeldung

Einen außergewöhnlich hohen Schaden für die Sozialversicherung sowie für die Steuerverwaltung deckte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Osnabrück auf:

Ein Handelsunternehmen der Bekleidungs- und Schuhbranche im Emsland hatte mehr als 1,4 Mio. € an Sozialversicherungsbeiträgen einschließlich der Säumniszuschläge und Lohnsteuern hinterzogen. Aufgrund eines bei der FKS eingegangenen anonymen Hinweises bestand der Verdacht, dass als Aushilfen beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erheblich mehr Arbeitsstunden leisteten als offiziell abgerechnet wurden. Die eingeleiteten Ermittlungen des Hauptzollamtes Osnabrück ergaben, dass diesen Arbeitnehmern im Zeitraum 2007 bis 2012 eine hohe Zahl von Überstunden mit Warengutscheinen abgegolten bzw. in bar gezahlt wurde. Eine Meldung dieser steuer- und beitragspflichtigen Lohnzahlungen an das Finanzamt bzw. an die Einzugsstellen erfolgte allerdings nicht. Die Beschuldigten räumten im weiteren Verlauf des Verfahrens diese Vorgehensweise ein und erklärten, den entstandenen Schaden  wieder gutmachen zu wollen. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück erhob Anklage beim Amtsgericht Meppen. Dieses verurteilte einen der Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten. Die Strafe wurde für die Dauer von zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt.

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