Selbst verbrauchen, nicht verkaufen – So bringt Solarstrom eine gute Rendite

Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern im Emsland haben jetzt die Chance, sich während des Projekts „Solar-Check plus“ über die Nutzung von Solarenergie umfangreich informieren zu lassen. Drei Partner mit besonderer Expertise haben sich dafür zusammengetan: die Energieeffizienzagentur Emsland, die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

„Für eine optimale Beratung von Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern haben wir unsere jeweiligen Stärken eingebracht und präsentieren nun eine sehr hochwertige Solarberatung“, erläutert  Barbara Mussack von der Klimaschutzagentur des Landes. „Bei einem eineinhalbstündigen Hausbesuch prüfen die Berater, ob sich das Haus für Solarwärme oder Solarstrom eignet und was sinnvoll ist“, beschreibt Oliver Gassner von der Verbraucherzentrale Niedersachsen den „Solar-Check“. Acht Berater der Verbraucherzentrale sind im Emsland unterwegs und kommen direkt zu den Hauseigentümern. Als Plus gibt es einen schriftlichen Bericht zum Nachlesen der Ergebnisse. Die Energieeffizienzagentur Emsland organisiert die Beratungskampagne und ist Ansprechpartnerin vor Ort. Sie nimmt auch die Anmeldungen entgegen, ebenso wie die 19 Samt- und Einheitsgemeinden.

„Wir wollen zeigen, dass sich Solarenergie auch für die private Nutzung lohnt“, erklärt Dirk Kopmeyer, Vorstand der Energieeffizienzagentur  und Dezernent für Bauen und Umwelt beim Landkreis Emsland. „Deshalb haben wir dieses Angebot ins Emsland geholt“. Heute stehe nicht mehr die Einspeisung ins Netz im Vordergrund, sondern der Eigenverbrauch des Stroms. Das müsse erst einmal bekannt werden, betont Kopmeyer.

Barbara Mussack unterstützt diesen Ansatz: Solarstrom lasse sich heute für ca. 12 Cent pro Kilowattstunde auf dem eigenen Dach erzeugen. Der Strom aus dem Netz müsse dagegen mit durchschnittlich 28 Cent pro Kilowattstunde eingekauft werden. Das Motto heiße also, möglichst viel Solarstrom selbst verbrauchen und möglichst wenig Fremdstrom einkaufen. Bis zu 30 Prozent Eigenverbrauch seien möglich. Eigenverbrauch sowie die Einspeisevergütung für den überschüssigen Solarstrom ergeben bei einer Anlagenlaufzeit von 20 Jahren eine Rendite von drei bis fünf Prozent. „Das ist doch zumindest eine Überlegung wert“, hält Mussack fest.

Beim Hausbesuch kommt auch die Solarthermie nicht zu kurz, die für warmes Wasser sorgt und die Heizung unterstützt. Etwa die Hälfte des Warmwasserbedarfs kann übers Jahr gesehen mit der Kraft der Sonne gedeckt werden. So kann der Heizkessel einige Monate im Jahr sogar komplett abgeschaltet werden und der Komfort der warmen Dusche bleibt erhalten.

Die Kampagne läuft vom 15. Mai bis 30. Juni. Die „Solar-Checks“ haben einen Wert von jeweils 285 Euro. Der größte Teil wird im Rahmen der Energieberatung der Verbraucherzentrale vom Bundeswirtschaftsministerium finanziert, der Eigenanteil für Hauseigentümerinnen und Hauseigentürmer beträgt 40 €.

Anmeldungen sind beim Landkreis Emsland, Ansprechpartner Johannes Lorenz, unter der Telefonnummer 05931/445068 und bei den Kommunen vor Ort (montags bis donnerstags, 9 bis 16 Uhr; freitags, 9 bis 12 Uhr) möglich. Terminvereinbarungen werden beim Landkreis Emsland auch unter der E-Mail-Adresse johannes.lorenz@emsland.de entgegen genommen.

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