SPD Lingen fordert Schnellbuslinie

Lingen. Die niedersächsische Landesregierung hat ein Förderprogramm für den Aufbau eines Schnellbusnetzes vorgestellt. In dieses Programm sollen jährlich 10 Millionen Euro  fließen. Unter den 35 möglichen Strecken, die das niedersächsische Verkehrsministerium genannt hat, ist auch die Strecke Lingen-Nordhorn. Für diese Strecke gibt es zwar schon einen Linienbusverkehr, dieser fährt  montags bis freitags von 6.55 bis 19.05 im Stundentakt und hat 25 Haltepunkte. Der Schnellbus würde an diesen Tagen und am Samstag stündlich von 6 – 22 Uhr fahren und das bei zwei Haltepunkten. “Wir glauben das dieses Angebot gerade für Berufspendler und Studenten attraktiv sein wird” sagt Andreas Kröger, Vorsitzender des SPD Ortsverein Lingen. Die Hochschule liegt schließlich direkt am ZOB und durch die LiLi Buslinien sind auch die Industriegebiete und Arbeitsstätten leicht zu erreichen. Durch die wenigen Haltepunkte liegt eine Zeitersparnis auf der Hand. Am Wochenende könnte die Schnellbuslinie auch für das Vergnügen und zum Shoppen genutzt werden. Der normale Bus fährt zu dieser Zeit samstags von 7 – 15 Uhr stündlich und von 15 – 19 Uhr im Zwei-Stunden-Takt. Sonn- und Feiertags gibt es nur ein Angebot von 11 – 19 Uhr im Zwei-Stunden-Takt. Der Schnellbus würde an diesen Tagen von 8 – 20 Uhr im Zwei-Stunden-Takt fahren. „Hier müsste man etwas nachjustieren, um den Handballfans eine vernünftige An- und Abreise zu den Spielen der HSG Nordhorn-Lingen zu ermöglichen” meint Carsten Primke, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender. Im Angesicht von 4200 Binnenpendlern und über 17000 täglichen Autofahrten wäre eine Schnellbuslinie Nordhorn – Lingen ein absoluter Gewinn für den ÖPNV in der Grafschaft und im Emsland. “In Zeiten von Industrie 4.0 würde die Arbeitszeit schon in einem bequemen, klimatisierten, barrierefreien und mit kostenfreiem W-lan ausgestatteten Bus beginnen” glaubt Dr. Bernhard Bendick, Vorsitzender der SPD Stadtratsfraktion. Auch die Umwelt würde bei diesem Angebot spürbar entlastet. Nun liegt es an den beiden Landkreisen und den Städten Nordhorn und Lingen die nötigen Schritte für die Verwirklichung der Strecke einzuleiten. Und dies sollte schnell geschehen, da zunächst nur 15 von den 35 möglichen Strecken finanziert werden. “Dieses Projekt wird bestimmt auch Thema beim Besuch des niedersächsischen Verkehrsminister Olaf Lies am 8. Februar in Lingen sein” meint Andreas Kröger.

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