Spelle: Haushalt kommt nicht ohne Kredite aus

Rathaus Spelle

Der Haushaltsplan 2015 der Gemeinde Spelle ist gekennzeichnet von zukunftsgestaltenden Investitionen, hohen Transferzahlungen sowie erstmals seit 1996 von einer Kreditaufnahme.

Nach Darstellung von Torsten Lindemann, Fachbereichsleiter Finanzen und Controlling der Samtgemeinde Spelle, schließt der Ergebnishaushalt mit einem Überschuss von 443.000 Euro. Zum Ausgleich der Investitionen ist jedoch erstmals seit 1996 eine Kreditaufnahme in Höhe von 2,1 Millionen Euro notwendig. „Aufgrund der gestiegenen Steuerkraft hat die Gemeinde Spelle im Haushaltsjahr 2015 an Kreis- und Samtgemeindeumlage circa 10,8 Millionen Euro zu zahlen“, machte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf wesentliche Belastungen deutlich und unterstrich, dass Investitionen für 7,2 Millionen Euro vorgesehen sind. Gleichzeitig verdeutlichte Hummeldorf die gute Entwicklung der Wirtschaft. So bestehen in der Gemeinde Spelle nach jüngster Erhebung über 5.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Die Arbeitslosenquote lag im November bei nur 1,6 Prozent und damit weit unter dem Landesdurchschnitt. „Große Themen, die uns im neuen Jahr beschäftigen werden, sind die Neugestaltung der Schapener Straße im Rahmen der Dorferneuerung, die Fortschreibung des Hochwasserschutzkonzeptes, die Erschließung des Wohngebietes ‚Westlich der Umgehungsstraße‘ und der Endausbau des 1. Bauabschnittes im Wohngebiet ‚Bokamp III‘“, umriss Bürgermeister Georg Holtkötter einige Investitionen. Dank galt den Gewerbetreibenden für das Bekenntnis zum Standort Spelle und allen, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz das positive Klima in Spelle prägen. „Die Menschen in unseren Vereinen, Verbänden und Organisationen sowie die vielen sogenannten ‚Stillen Helfern‘ leisten unverzichtbare Arbeit für unseren Ort. Daher haben wir auf Kürzungen der freiwilligen Leistungen zur Förderung des Ehrenamtes verzichtet“, erklärten Hummeldorf und Holtkötter. Die Vorsitzenden der Ratsfraktionen CDU, UBS und SPD erklärten sich mit dem Haushaltsplan grundsätzlich einverstanden und stimmten daher einstimmig zu. Abschließend verwies Holtkötter auf die aktuellen Flüchtlingsströme: „Ich bin nicht weltfremd und deshalb weiß ich natürlich, dass unsere Nation, unsere Städte und Gemeinden nicht die Flüchtlinge aller Herren Länder aufnehmen können, aber ich halte es für unsere humanitäre und christliche Pflicht, all den Menschen unvoreingenommen und hilfsbereit zu begegnen, die dem unvorstellbaren Elend zum Beispiel in Syrien, Serbien oder Mazedonien entfliehen müssen.“

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