Speller Gemeinderat beschließt Bürgermeister-Reker-Platz

Spelle – Um die Verdienste des verstorbenen Ehrenbürgermeisters Hubert Reker zu ehren, hat der Speller Gemeinderat einstimmig die Widmung eines Platzes nach ihm beschlossen und folgt damit einer Initiative des St.-Johannes-Schützenvereins.

Vielen ist Hubert Reker als engagierter Bürgermeister in Erinnerung geblieben. Ab 1956 war Reker über 40 Jahre im Gemeinderat und hat insbesondere als Bürgermeister von 1963 bis 1991 wegweisende Entscheidungen vorangetrieben. „Während seines kommunalpolitischen Wirkens wurden wesentliche Meilensteine gesetzt. Vieles, für die Bürgermeister Reker sich früher mit Weitblick eingesetzt hat, nehmen wir heute als selbstverständlich wahr, obschon sie damals ihrer Zeit weit voraus waren“, erklärte Bürgermeister Andreas Wenninghoff. Nach den Worten von Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf fiel in seine Amtszeit der freiwillige Zusammenschluss der Gemeinden Spelle, Venhaus und Varenrode zur Einheitsgemeinde Spelle. „Durch seine Integrationsfähigkeit und sein ausgleichendes Wesen, aber auch durch sein Gespür für die Nöte und Anliegen der Bürger sicherte er das Zusammenwachsen dieser Gemeinden.“ Im Flurbereinigungsverfahren, das heute als Grundstein für die außergewöhnliche Entwicklung angesehen wird, bekleidete Reker den Vorsitz der Teilnehmergesellschaft. Große Verdienste hat er sich ebenso bei der Gründung der Samtgemeinde erworben und wurde zum ersten ehrenamtlichen Samtgemeindebürgermeister gewählt. Mit zahlreichen Ehrungen, wie der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes oder der Ehrenbezeichnung Ehrenbürgermeister wurden seine kommunalpolitischen Verdienste gewürdigt. Neben der politischen Tätigkeit war Reker u.a. über 61 Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, zudem Kommandeur im Schützenverein St. Johannes, Mitglied im Kirchenvorstand und Ehrenvorsitzender des Reit- und Fahrvereins. „Hubert Reker hat sich um Spelle mehr als verdient gemacht“, bekräftigte Ludger Gude, Vorsitzender des St.-Johannes-Schützenvereins, in der Sitzung nochmals den Antrag auf Widmung einer Straße. Einstimmig sprachen sich die Ratsmitglieder dafür aus, dem Bereich zwischen dem Alten Kirchenplatz und dem Kriegerdenkmal die Bezeichnung „Bürgermeister-Reker-Platz“ zu verleihen.

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