Spelles Trainer hebt vor Bunde-Spiel den Zeigefinger

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Weiter Tore schießen will Spelles Sebastian Schmagt – auch am Sonntag in Bunde. Foto: Dieter Kremer

Man muss kein Prophet sein, um bereits jetzt sehen zu können, dass sich ihre Wege am Saisonende trennen werden: Selbst wenn Fußball-Landesligist SC Spelle-Venhaus nicht Meister werden und aufsteigen sollte, dürfte die Partie beim abgeschlagenen Schlusslicht TV Bunde (Sonntag, 15 Uhr) für lange Zeit das letzte Pflichtspiel der beiden Teams gegeneinander bleiben. Hier gibt es den Liveticker!

Denn Bunde bräuchte ein Wunder, um den Klassenerhalt noch zu packen. Beträgt der Rückstand aufs rettende Ufer doch bereits 15 Punkte. Und in den ersten 16 Spielen gab es keinen einzigen Sieg, sondern nur drei Unentschieden. Aber Vorsicht! Zum Rückrundenauftakt holte Bunde überraschend ein 2:2 beim Titelkandidaten Melle, und zuletzt feierten die Rheiderländer beim 6:2 beim VfB Oldenburg II sogar den ersten Dreier. „Das ist schon ein imponierendes Ergebnis“, sagt Siggi Wolters. „Dort 6:2 zu gewinnen, da musst du schon was draufhaben.“
Spelles Trainer hofft auf die richtige Einstellung seiner Spieler. „Ich glaube, dass wir den Gegner nicht unterschätzen werden und voll konzentriert zur Sache gehen. Aber endgültig sagen kann ich es erst hinterher.“ Denn für so eine Konstellation gebe es keine Patente. „Man kann nicht mehr machen als warnen und drauf hinweisen. Aber ich glaube, die Spieler haben es gefressen.“
Spelles Marschroute ist klar: Sofort aggressiv sein, die Zweikämpfe gewinnen und ganz konzentriert spielen. Und sonst? „Ein frühes Tor gegen solch einen Gegner ist immer gut. Um deren Euphorie entgegenzukommen.“
Für Wolters hat die heiße Phase der Saison begonnen. „Wir haben seit letzter Woche 16 Endspiele. Und jedes Endspiel muss mit 100 Prozent gespielt werden. Wenn ich das nicht mache, kann es sein, dass ich den großen Hammer kriege und auf einmal nur einen Punkt oder gar keinen habe. Und das darf uns nicht passieren.“ Gerade wenn man oben stehe, müsse man gegen die unteren Mannschafen unbedingt punkten. „Und das weiß meine Mannschaft auch.“
Definitiv ausfallen werden bei Spelle die operierten Sascha Wald und Michael Schütte-Bruns. Wieder im Training sind Florian Hoff und Simon Lampen. „Aber ob die von Anfang an spielen werden, das weiß ich noch nicht. Sehr wahrscheinlich nicht“, will Wolters nichts riskieren.
Bei Bunde musste Aufstiegstrainer Günter Schouwer, der einst bei Germania Papenburg spielte, Anfang November nach zwei Punkten aus 13 Partien gehen, wurde durch die Interimslösung Johann Lübbers (Abwehrchef) und Wilfried Dagott (Co-Trainer) ersetzt. In der Winterpause installierte der Verein Ralph Schmidt und Günter Geerdes als neues Trainerteam. Und der Erfolg kam.
Ab der nächsten Saison soll Dieter Willems wieder auf die Bunder Trainerbank zurückkehren. Für den langjährigen Torwart ist es bereits das dritte Engagement beim TV Bunde. Von April 1986 bis zum Sommer 1987 hütete Willems das Tor der Rheiderländer, zu denen er im Sommer 2011 als Trainer zurückkehrte. Nach einem halben Jahr erklärte Willems seinen Rücktritt, obwohl die Mannschaft in der Bezirksliga auf Rang drei lag. »Atmosphärische Stö­rungen« aus dem Umfeld, hieß es seinerzeit in deroffiziellen Pressemitteilung des Vereins, seien die Ursache.

Im Hinspiel überrolte Spelle die Bunder mit 6:0.

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