Start ins Jubiläum der Städtepartnerschaft

Rheine. Ein wohl kaum wiederholbares Engagement zahlreicher Rheinenser für die Menschen in Trakai stand am Beginn der deutsch-litauischen Partnerschaft, die in diesem Monat auf ein 20jähriges Bestehen zurückblicken kann. Zahlreiche Hilfstransporte, der Bau eines Jugend- und Altenzentrums sowie ein von der EU gefördertes Programm zur Entwicklung von Tourismus-Angeboten in Trakai trugen zu dem regen Austausch der Menschen bei. Am kommenden Freitag, 10. Juni 2016, 19 Uhr, im Salzsiedehaus, will der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaften der Stadt Rheine mit alten Filmen und Fotos an die ersten Jahre der Begegnung erinnern. Zeitzeugen und Interessierte sind zu diesem „Abend der Erinnerung“ herzlich eingeladen.

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Vor 20 Jahren schlossen Rheinenser die Städtepartnerschaft mit der litauischen Stadt Trakai. Heute zählt Trakai mit der einzigartigen Inselburg zu den schönsten touristischen Kleinstädten auf der Welt. Mit einem „Abend der Erinnerung“ wollen die Städtepartner am kommenden Freitag die Feiern zum 20-jährigen Jubiläum starten.

Den bei einem „Ostpriestertreffen in Leipzig“ u.a. auch von Pastor Günter Hillebrandt geknüpften Kontakte zum Pater Dominikus in Vilnius folgte schon im März 1991 ein erster Besuch in der späteren litauischen Partnerstadt. Weitere Hilfstransporte und ein erster offizieller Besuch der damaligen Bürgermeisterin Joana Katiniene und des Pastors Vytautas Rukas im Juli 1992 in Rheine ließen die Freundschaft zwischen den Menschen beider Städte wachsen. Unzählige weitere Begegnungen schlossen sich an und führten im Juni 1996 schließlich zum offiziellen Abschluss der Städtepartnerschaft Rheine-Trakai. Bürgermeister Günter Thum und der verstorbene Stadtdirektor Clemens Ricken unterzeichneten gemeinsam mit ihren litauischen Kollegen im Falkenhof die Urkunde zur Städtepartnerschaft. Danach sollte die aus der humanitären Hilfe für Osteuropa entstandene Partnerschaft dazu beitragen, die Völker Europas einander näherzubringen, Verständnis und Freundschaft zwischen den Bürgern und Bürgerinnen zu wecken, die ungleichen Lebensbedingungen der Menschen in Europa auszugleichen, demokratische Strukturen zu festigen und die kommunale Selbstverwaltung zu sichern.

Ein bis heute andauerndes Engagement für Heimkinder in Trakai, für die Alten- und Behindertenhilfe, für die Stadt- und Landschaftsplanung sowie für den Aufbau einer touristischen Infrastruktur ließen die bilaterale Städtepartnerschaft zu einem der ersten europäischen Netzwerke auf kommunaler Ebene wachsen. Denn in die Städtepartnerschaft zwischen Rheine und Trakai ließen sich auch die Partnerstädte Bernburg, Borne und Leiria einbinden.

Heute zählt Trakai nach einer Internetumfrage zu den 10 schönsten touristischen Kleinstädten auf der Welt. Und die in Trakai mit Hilfe der Städtepartner geschaffenen sozialen Einrichtungen waren nicht nur einmal beispielgebend für ganz Litauen. Mit interessanten historischen Filmdokumenten und Fotos wird Bernd Weber, der langjährige Koordinator der Städtepartnerschaften der Stadt Rheine, jetzt an diese spannende Entwicklung erinnern.

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