Steinfurt-Borghorst, Verzweiflungstat der Mutter – Kinder starben an Kohlenmonoxidvergiftung

Steinfurt (ots) – Nachtrag zur Presseerklärung „Steinfurt-Borghorst, drei Kinder tot aufgefunden – Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster, des Polizeipräsidiums Münster und der Kreispolizeibehörde Steinfurt“(ots vom 05.05.2014, 19:21 Uhr)

Die am Montagnachmittag in Steinfurt-Borghorst tot aufgefundenen Kinder sind nach ersten Obduktionsergebnissen an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Der Bruder der 39jährigen Kindsmutter hatte die Rettungskräfte verständigt, nachdem er seine Schwester und ihre drei Kinder gestern im Elternschlafzimmer hinter geschlossener Tür gefunden hatte. Für die drei Kinder kam jede Hilfe zu spät. Die 39Jährige konnte reanimiert werden und wird zur Zeit in einer Klinik behandelt. Im Schlafzimmer fanden die Beamten zwei Holzkohlegrills, durch die die Vergiftung verursacht wurde. Aufgrund der Gesamtumstände hat das Polizeipräsidium Münster eine 14köpfige Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux eingerichtet. „Die Frau kann zur Zeit noch nicht vernommen werden,“ sagte Ulrich Bux. „Die Angehörigen werden von uns betreut. Die Spurensicherung dauert an.“

„Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass die 39jährige Frau ihre drei Kinder und sich selbst töten wollte. Sie hinterließ einen Abschiedsbrief und hatte im Flur auf einem Zettel vor Kohlenmonoxid gewarnt“, erklärte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape. „Wir gehen im Moment von einen Verzweiflungstat der 39jährigen Mutter aus.“

Der leibliche Vater des dreijährigen Mädchens und des vier Jahre alten Jungen sitzt zur Zeit eine Haftstrafe ab. Der elfjährige Sohn stammt aus einer früheren Beziehung der Frau.

Gegen die 39Jährige wird Haftbefehl wegen dreifachen Mordes beantragt.

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