Neue Kaianlage beeindruckt

Große Zukunftspotenziale für den Hafen Spelle-Venhaus sehen (v.l.) Ulrich Wieching, Helmut Renze, Landrat Reinhard Winter, Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf, Stefan Sändker, Lünnes Bürgermeisterin Magdalena Wilmes, Heinfried Drewer-Gutland, Schapens Bürgermeister Karlheinz Schöttmer und Spelles Bürgermeister Georg Holtkötter

Spelle – Die Erweiterung des Hafens Spelle-Venhaus geht mit riesen Schritten voran: 720 Meter Kaianlage und eine rd. 36.000 Quadratmeter Umschlagfläche sind nach exakt einjähriger Bauzeit in Betrieb genommen.

„Die Erweiterung des Hafens ist von herausragender Bedeutung und strahlt über die Gemeindegrenzen in das südliche Emsland und in die Region aus“, ist Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf überzeugt von der Erweiterungsmaßnahme. Dieses Projekt eröffne der Wirtschaft zukunftsorientierte Perspektiven. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rd. 28 Millionen Euro sind zusätzliche 28 Hektar Gewerbegebiet entstanden. Im 2. Bauabschnitt wurden ein 720 Meter langer Parallelhafen mit Kaianlage und eine Umschlagfläche mit 50 Metern Tiefe geschaffen. „Die Anlage ist für 5 Europaschiffe oder 4 Großmotorgüterschiffe ausgelegt“, erklärte Hummeldorf und wies darauf hin, dass in einem nächsten Bauabschnitt im nächsten Jahr ein Gleisanschluss gelegt werde. „Damit profitieren die Unternehmen von vielfältigen Logistikmöglichkeiten über Straße, Wasser und Schiene“, unterstrich Hummeldorf und berichtete, dass von den 16,5 Hektar Gewerbeflächen bereits rd. 8,5 Hektar vermarktet wurden. Ein Dank sprach der Verwaltungschef dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Emsland aus, die den 11,2 Millionen Euro teuren 2. Bauabschnitt finanziell unterstützt haben. Auch Landrat Reinhard Winter würdigte die enormen Standortvorteile, die der Hafen Spelle-Venhaus künftig mit sich bringt. „Der Hafen Spelle-Venhaus ist eine glänzende Perle im Logistiknetz des Emslandes.“ Ulrich Wieching, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Rheine, beschrieb die Bedeutung des Hafens insbesondere vor dem Hintergrund des geplanten Ausbaus des Dortmund-Ems-Kanals für Großmotorgüterschiffe bis zum Jahr 2025. Einblicke in die technischen Anforderungen dieses einmaligen Projektes erklärte Dipl.-Ing. Heinfried Drewer-Gutland vom beauftragten Ingenieurbüro Lindschulte + Gladen aus Spelle. Aus Sicht der bauausführenden Firma Johann Bunte dankte Technischer Geschäftsführer Helmut Renze allen Beteiligten für den reibungslosen Verlauf. Anfang des kommenden Jahres wird die europaweite Ausschreibung für den letzten Bauabschnitt der Hafenerweiterung u.a. zur Anbindung an das Schienennetz erwartet.