Weitere 185 Flüchtlinge erreichen das Emsland

Unterbringung in Sporthallen des Georgianums – Regelungen für Sportunterricht  

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Lingen. Erneut haben Flüchtlinge den Landkreis Emsland erreicht. Am vergangenen Sonntag kamen die Flüchtlinge mit Zügen aus Passau zunächst am Bahnhof Hannover-Laatzen an und wurden von dort mit vier Bussen ins Emsland gebracht.

Insgesamt 185 Ankömmlinge konnten registriert werden. Darunter waren 118 Personen aus Afghanistan, 36 aus Syrien, zwölf aus dem Iran, sieben aus dem Kongo, sechs aus Pakistan, fünf aus dem Irak und eine Person aus Marokko. Die Flüchtlinge wurden in den Turnhallen des kreiseigenen Gymnasiums Georgianum in Lingen untergebracht. Es halten sich aktuell 210  Flüchtlinge in den Unterkünften in Lingen auf. Weitere 150 Personen sind in Unterkünften in Meppen untergebracht.

Nach ihrer Ankunft wurden die Flüchtlinge zunächst in der Mensa verpflegt. Anschließend fand die Registrierung statt, bei der durch insgesamt zehn Mitarbeiter der Kreisverwaltung Name, Alter, Geschlecht und Nationalität erfasst wurden und jeder Flüchtling ein Identifikationsband mit Nummer erhielt. Darauf folgte die gesundheitliche Inaugenscheinnahme durch die Ärzte. Hier waren insgesamt 5 Ärzte-Teams im Einsatz, bestehend aus insgesamt fünf Ärzten des Gesundheitsamtes des Landkreises Emsland, niedergelassenen Medizinern und Ärzten des Bonifatius-Krankenhauses in Lingen. Unterstützt wurden sie von fünf Mitarbeitern aus der Kreisverwaltung. Für eine gute Verständigung sorgten rund 15 Dolmetscher, die teilweise ehrenamtlich im Einsatz waren. „Alle Abläufe erfolgten routiniert. Es gab keine besonderen Vorkommnisse“, teilt Landrat Reinhard Winter mit.

Da das Sportzentrum des Gymnasiums Georgianum sowie die Sporthalle der Berufsbildenden Schulen Lingen Wirtschaft wegen der Flüchtlingsunterbringung für den Sportunterricht nicht mehr zur Verfügung stehen, stellte sich spätestens mit Schulbeginn am heutigen Montag (2. November) die Frage wie der Unterricht auf die noch verbleibenden Hallen verteilt werden kann. Dies sind die 3-Feld-Turnhallen der kreiseigenen Gesamtschule Emsland und der städtischen Pestalozzischule sowie die Sporthalle der städtischen Gebrüder-Grimm-Schule. „Nach Koordinierungsgesprächen unter Federführung des Landkreises Emsland mit allen Beteiligten konnte in den vergangenen Tagen eine gleichmäßige Verteilung auf die zur Verfügung stehenden Kapazitäten erreicht werden“, so Winter.

Vorrangig galt es, die Abitur-Kurse sowie die Kurse für die Ausbildung von Referendaren sicherzustellen. „Das ist gelungen. Auch für den restlichen Sportunterricht konnte in guter Absprache mit allen betroffenen Akteuren eine tragfähige Regelung erreicht werden“, betont Winter. So werden die 3-Feld-Hallen „mehrfach“ belegt, d. h. die Halle der Gesamtschule Emsland wurde in eine größere 2-Feld und eine kleinere 1-Feld-Halle unterteilt, wohingegen die Sporthalle der Gebrüder-Grimm-Schule in drei einzelne Hallen aufgegliedert wurde. Einige Kurse könnten allerdings nicht stattfinden. „Die Situation wurde mit Verständnis aufgenommen, und das freut mich sehr. Alle haben an einem Strang gezogen, um diese den Umständen entsprechende bestmögliche Lösung zu finden“, betont Winter.

Für Mittwoch kündigte das Land Niedersachsen weitere 150 Flüchtlinge an, die voraussichtlich in Meppen untergebracht werden sollen. Der Landkreis Emsland wurde per Amtshilfeersuchen des Landes verpflichtet, insgesamt 1000 Unterkünfte für Flüchtlinge zu schaffen. Bis zur Ausschöpfung dieses Kontingents werden dem Landkreis Emsland weitere Flüchtlinge zugewiesen.

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