Weltweit kleinstes EKG-System in Lingen implantiert

Kardiologie im Bonifatius Hospitals nutzt innovative Technologien

Am Freitag wurde unter Leitung von Chefarztes Professor Dr. Rainer Hoffmann und Oberarzt Dr. Joachim Michaelsen zum ersten Mal im Lingener Bonifatius Hospitals der derzeit kleinste implantierbare Herzmonitor der Welt, der so genannte Reveal LINQ™ der Firma Medtronic, implantiert. Somit die Kardiologische Abteilung in Lingen ist auf dem aktuellsten Stand der Technik.

hlw Lingen. Das moderne System Reveal LINQ™ ist deutschlandweit erst in wenigen Kliniken angewandt worden. Mit gerade einmal 1,2 cm³ ist das System um 87 Prozent kleiner als sein Vorgänger und gerade einmal ein Drittel so groß wie eine micro-AAA-Batterie. Dabei bietet das „Mini-EKG“ sogar 20 Prozent mehr Datenspeicher als bisherige Geräte.

Prof. Dr. Hoffmann erläuterte nach der erfolgreichen Implantation: „Das Gerät ist nicht nur signifikant kleiner, sondern zugleich Bestandteil eines leistungsstarken Systems, mit dem wir als Ärzte das Herz unserer Patienten bis zu drei Jahre lang dauerhaft drahtlos überwachen können. Das Mini-EKG sendet die Herzsignale per Telemedizin automatisch an unsere Klinik, so dass eine optimale Überwachung und die EKG-Analyse im Krankenhaus erfolgen können, ohne dass der Patient dazu vor Ort in der Klinik sein muss. Die Zahl der Kontrollbesuche kann so reduziert werden und eine lückenlose Nachsorge ist sichergestellt.“

Oberarzt Dr. Michaelsen erklärte: „Das EKG System wird durch eine Injektion, also mit einer Spritze, in den oberen linken Brustbereich direkt unter die Haut eingebracht und ist mit bloßem Auge praktisch nicht zu sehen. Dass das Gerät mit einem minimalinvasiven Verfahren eingesetzt wird, macht die ganze Maßnahme für Arzt und Patienten einfacher und vor allem sicherer.“ Der kleine, drahtlose Monitor ermögliche ein Langzeit-Fernmonitoring und unterstütze den Arzt bei der Erkennung und Überwachung

von Herzrhythmusstörungen. Das Gerät sei für Patienten gedacht, die an potenziellen Symptomen einer Herzrhythmusstörung wie Benommenheit, Herzklopfen, Synkopen (Ohnmacht) und Schmerzen im Brustraum leiden.

Das Mini-EKG könne ebenso bei Patienten, die einen Schlaganfall möglicherweise aufgrund einer besonderen Herzrhythmusstörung erlitten haben, für die Diagnose und Einleitung einer entsprechenden Therapie hilfreich sein. Für den Patienten sei die Implantation des Mini-EKG’s sicherer und die anschließende Handhabung sehr einfach. Er werde im Alltag nicht beeinträchtigt, seine Herztätigkeit wird dauerhaft überwacht, also auch bei z.B. unvorhersehbaren Ohnmachten. Eine treffende Diagnostik werde damit ermöglicht und eine adäquate Behandlung könne eingesetzt werden.

Die Kardiologie im Bonifatius Hospital gehöre seit Jahren zu einem der Schwerpunkte des Hospitals in Lingen. In diesem Jahr sei auch die Erweiterung des Katheterlabors geplant, so dass zusätzliche Kapazitäten und

Möglichkeiten zur Behandlung kardiologischer Patienten geschaffen würden. Mit dem seit Ende 2013 in Lingen tätigen Chefarzt Prof. Dr.  Hoffmann erfahre das medizinische Versorgungsangebot des Krankenhauses eine weitere Steigerung, stellte Geschäftsführer Martin Diek heraus und betonte: „Damit setzen wir unser Ziel, unseren Patienten und den Menschen der Region eine moderne medizinische Versorgung auf höchstem Niveau bieten zu können, konsequent weiter um!“

Lingen Weltweit kleinstes EKG System (2)

Chefarzt Prof. Dr. Rainer Hoffmann und Oberarzt Dr. Jochen Michaelsen von der Kardiologie im St. Bonifatius Hospitals freuen sich über die erfolgreiche Implantation des weltweit kleinsten EKG-Systems.

 

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