Wichtige Grundlage für Förderung und Prävention Carl-Orff-Schule erhält Audiometrieanlage – Offizielle Übergabe

Meppen. „Das Ziel sonderpädagogischer Unterstützung ist es, für die Schülerinnen und Schüler die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung zu erreichen“, sagte Erster Kreisrat Martin Gerenkamp bei der offiziellen Übergabe der neuen Audiometrieanlage  an die Carl-Orff-Schule – Förderschule Hören und Sprache – in Lingen. Schulleiterin Regina Hannemann und der erst Anfang des Jahres verabschiedete ehemalige Schulleiter Hermann Heynck freuten sich über die Anlage, die eine wichtige Grundlage für die sonderpädagogischen Förderansätze und -möglichkeiten darstelle. 

„Als einzige Förderschule Hören des Landkreises Emsland ist die Carl-Orff-Schule für alle Kinder mit Hörschädigungen zuständig. Vor dem Hintergrund der Inklusion kommt diesem Aspekt eine besondere Bedeutung zu“, betonte Gerenkamp. Hinzu komme, dass ein deutlicher Anstieg der Anfragen von den allgemein bildenden Schulen zu verzeichnen sei, da zunehmend auch das Hören in den Blickpunkt der Lehrkräfte auf der Suche nach möglichen Ursachen für Probleme im Unterricht rücke, so Gerenkamp. Es sei vor diesem Hintergrund unbedingt notwendig, eine solche Beratungsstelle im Emsland zu haben.Die Audiometrieanlage dient der Erfassung und Überprüfung des Hörstatus sowie der technischen Hilfsmittel aller hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Förderort, also auch der Kinder, die vom mobilen Dienst betreut werden. Mindestens einmal im Jahr je Schüler kommt sie dafür zum Einsatz, „denn aus dem Hörstatus eines Schülers ergeben sich unmittelbare Hinweise auf die Notwendigkeit und Optimierung seiner technischen Hilfsmittel und seiner Förderung“, erläutert Heynck. Weiter sei es eine wichtige Aufgabe im Sinn der Prävention Beeinträchtigungen des Gehörs so früh wie irgend möglich festzustellen und für eine umfassende Förderplanung zu sorgen.

Aktuell werden von den insgesamt 84 Schülern der Carl-Orff-Schule 25 Schülerinnen und Schüler des Schwerpunkts Hören sowie weitere rund 90 Schülerinnen und Schüler, die durch den Mobilen Dienst in Grundschulen, Haupt- und Realschulen, Oberschulen, Gymnasien und der Gesamtschule Emsland in Lingen betreut werden, von der neuen Anlage profitieren. Darüber hinaus bestehen enge Verbindungen zum St. Vitus-Werk in Meppen (Kindergarten für Hörgeschädigte) und dem Christophorus-Werk in Lingen.

Mit der neuen Audiometrieanlage könne auch die enge Zusammenarbeit mit den emsländischen Schulen sowie den sonderpädagogischen Förderzentren Lernen, den Beratungsstellen und vielen anderen mehr wieder intensiviert werden, betonte Hannemann. „Durch die Funktionsunfähigkeit der bisherigen Anlage konnten wir diesen sonderpädagogischen Aufgabenbereich nicht mehr wahrnehmen“, sagte sie. Das sei nun anders. Die Kooperation ließe sich nun auch auf die vorschulischen Einrichtungen wie Sprachheilkindergarten und Kindergärten ausdehnen.

Die Kosten für die Beschaffung der Anlage betragen rund 49.900 Euro, die der Landkreis Emsland als Träger der Schule aufbringt.

Audiometrieanlage

Bild: Der Hörstatus eines Mädchens wird in der Audiometrieanlage überprüft. Im Hintergrund sind  (stehend v. l.) der ehemalige Schulleiter Herman Heynck, Erster Kreisrat Martin Gerenkamp und Schulleiterin Regina Hannemann zu sehen. (Foto: Landkreis Emsland)

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