Zollamt Lingen beschlagnahmt gefälschte Markenprodukte; Waren im Wert von über 15.000 Euro

Bild: Hauptzollamt Osnabrück

Osnabrück  – Im Rahmen der Postabfertigung haben Beamte des Zollamts Lingen in der letzten Woche gefälschte Markenprodukte im Wert von über 15.000 Euro aus dem Verkehr gezogen. Bei den Waren handelte es sich um Fälschungen, hochwertiger Gürtel verschiedener Marken und Designer Schuhe aus den USA, die sich ein Mann im Internet bestellt hatte. „Durch die Aufmachungen und die Verpackungen der einzelnen Waren wurde bei den Kollegen und Kolleginnen schnell der Verdacht erweckt, dass es sich hierbei um Fälschungen handeln könnte“, so Christian Heyer, Pressesprecher des Hauptzollamts Osnabrück.

Um diese Vermutung zu bestätigen, wurden Fotos der verschiedenen Waren an die Rechteinhaber übersandt. Diese haben den Verdacht der Beschäftigten des Zollamts Lingen bestätigt und alle Artikel als Falsifikate bewertet. Die Waren werden auf Antrag der Rechteinhaber vernichtet.

Dem Besteller drohen zudem empfindliche Schadensersatzforderungen der Originalhersteller.

Zusatzinformation

Fälscher nutzen illegal fremde Forschungs- und Produktionsergebnisse, ohne die Kosten und unternehmerischen Risiken zu tragen. Das ist für den auf Innovationen besonders angewiesenen Wirtschaftsstandort Deutschland eine reelle Bedrohung. Die DIHK (Dachorganisation der Industrie- und Handelskammern der Bundesrepublik

Deutschland) schätzt, dass in Deutschland bereits zehntausende Arbeitsplätze verloren gegangen sind. Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) spricht von einem weltweiten Markt mit gefälschten Produkten im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar jährlich.

Schließlich sichern deutsche Unternehmen ihre Wettbewerbsvorteile auf den globalen Märkten über Produktinnovationen und Spitzentechnologie.

Die Einfuhrkontrollen des Zolls sind ein wesentlicher Baustein im Kampf gegen diese Form der internationalen Wirtschaftskriminalität.

Die Zentralstelle Gewerblicher Rechtsschutz des Zolls in München ist der bundesweite Ansprechpartner für alle Rechteinhaber (Marken, Patente, Geschmacksmuster etc.). Hier kann ein sogenannter Grenzbeschlagnahmeantrag für Deutschland und für die gesamte EU gestellt werden, hier laufen alle Informationen der Unternehmen und des Zolls zusammen, deren Auswertung wiederum den Zollstellen zur Verfügung gestellt wird.

 

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