400 Gläubige beten bei Wallfahrt in Wietmarschen für Frieden

Pontifikalamt mit Weihbischof Johannes Wübbe  

Wietmarschen. Rund 400 Gläubige aus der Grafschaft Bentheim, dem Emsland, Osnabrücker Land und auch aus den Niederlanden haben am Sonntag nach zweijähriger Pause an der Familienwallfahrt nach Wietmarschen teilgenommen. Unter dem Leitsatz „Himmel und Erde berühren“ feierten die Pilger mit Weihbischof Johannes Wübbe, der zum Frieden für alle in der Welt aufrief.

Die traditionelle Familienwallfahrt findet immer am Sonntag vor Christi Himmelfahrt statt. Rund 400 Bittgänger haben in diesem Jahr den Weg nach Wietmarschen gesucht, wo der Weihbischof und weitere Priester in einer feierlichen Prozession mit Bannerabordnungen der Vereine und Verbände voran zur Mariengrotte zogen. Der Vorsitzende des Wallfahrtsvereins Wietmarschen, Alfons Winkeler aus Holte Lastrup, erläuterte: „Dieses Jahr ist überschattet von dem Krieg in der Ukraine. Dort wird den Menschen unsägliches Leid zugefügt und sehr viele werden getötet. Mit der Familienwallfahrt nach Wietmarschen brechen viele Gläubige auf, um hier die Nähe Gottes zu suchen. Die Wallfahrt hat trotz der zweijährigen Unterbrechung Tradition und gehört einfach zum Leben dazu.“

Großes Lob sprach Gemeindereferentin Ann-Kathrin Hoffmann den Organisatoren der Wallfahrt aus. Die Vorbereitungen und die Technik habe in den Händen der St. Johannes Kirchengemeinde und dem 1994 gegründeten Wallfahrtsverein gelegen. Diakon Johannes Telkmann betonte: „Ich bin äußerst glücklich darüber, dass man wieder in Wietmarschen in großer Gemeinschaft ohne Furcht und Ängste zusammenkommt. Die zwei Jahre Pause haben nicht unbedingt positive Spuren hinterlassen.“

Schon in den frühen Morgenstunden hatten sich die ersten Wallfahrer zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg nach Wietmarschen gemacht. Um zehn Uhr trafen sich die meisten an der Wallfahrtskirche, wo sich die Bannerträger der kirchlichen Vereine und Verbände sowie Messdiener und Ministranten formierten. Für die Wallfahrt war am Sonntag das Standbild der mit Gold- und Silberblech beschlagenen hölzernen Marienfigur mit dem Jesuskind auf dem Schoß, die jedes Jahr tausende Pilger anzieht, vor der Grotte platziert worden, wo auch der Altar aufgebaut war.

Weihbischof Johannes Wübbe forderte in seiner Predigt: „Wir müssen alles dafür tun, dass es bei aller irdischer Realität sinnvoll ist, an den Himmel zu glauben, damit die Erde himmlischer wird. Es muss besonders in dieser Zeit den Geflüchteten geholfen und Türen geöffnet werden.“

Musikalisch umrahmten Susanne Köhne (Querflöte), Regionalkantorin Iris Schmidt (Gesang) und Stephan Braun (E-Piano) die Messe, nach deren Schlusslied der Weihbischof alle zur anschließenden Begegnung rund um die Pfarr- und Wallfahrtskirche einlud. Hier warteten auf die hungrigen Pilger 350 Portionen der begehrten Erbsensuppe, die vom Küchenteam des DRK Lohne gekocht worden war.

Die Bannerträger der kirchlichen Vereine und Verbände sowie Messdiener und Ministranten zogen mit Weihbischof Johannes Wübbe zur Grotte.

An der Familienwallfahrt nahmen rund 400 Gläubige aus der Grafschaft Bentheim, dem Emsland, Osnabrücker Land und sogar aus den Niederlanden teil.

Weihbischof Johannes Wübbe bat Gott, der Kirche und der ganzen Welt immer wieder neu seinen Geist sowie Versöhnung für Einheit und Frieden zu schenken.

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