Public Viewing: Emslandhallen öffnen ihre Türen für die Fußball-WM

Rudelgucken bei allen Spielen der deutschen Mannschaft

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 Gute Nachrichten für alle Fußballfans in Lingen: Auch in diesem Jahr gibt es in den Emslandhallen ein Public Viewing während der Fußball WM in Brasilien. Die Stadt Lingen überträgt alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft live und kostenlos auf Lingens „größtem Fernseher“. Gemeinsam können die Fans während der drei Gruppenspiele am 16., 21. und 26. Juni auf einer 24 Quadratmeter großen Leinwand mitfiebern, wie die Nationalmannschaft um den Einzug ins Achtelfinale kämpft. „Wir drücken Jogis Jungs natürlich fest die Daumen. Sollte die deutsche Mannschaft in die nächste Runde einziehen, werden wir selbstverständlich auch alle weiteren Spiele mit deutscher Beteiligung in den Emslandhallen übertragen“, verspricht Oberbürgermeister Dieter Krone.

Mit Unterstützung des Vereins Lingen Wirtschaft und Tourismus bietet die Stadt Lingen das Public Viewing in den Emslandhallen an. „Mit den Emslandhallen haben wir bereits bei der letzten WM gute Erfahrungen gesammelt. Hier können wir die Spiele unabhängig vom Wetter oder den Lichtverhältnissen zeigen, so dass sich die Zuschauer auf Spiele in bester Qualität freuen können“, betont Krone. Er ist schon jetzt überzeugt, dass die Fans die Stimmung in den Emslandhallen zum Kochen bringen werden. Neben der 24 Quadratmeter großen Leinwand in der großen Veranstaltungshalle dürfen sich Fußballbegeisterte dabei auch auf zwei weitere Leinwände in einem abgetrennten kleineren Bereich und im Foyer freuen. „Wer die Spiele zwar gemeinsam mit anderen, aber dennoch in einer etwas ruhigeren Atmosphäre genießen möchte, kommt hier auf seine Kosten. Wir werden in diesem Bereich auch ausreichend Sitzplätze zur Verfügung stellen“, so Krone abschließend.

Die Emslandhallen öffnen jeweils 1,5 Stunden vor Anstoß ihre Türen. Folgende Vorrundenspiele werden live in den Emslandhallen übertragen:

–       Deutschland – Portugal am 16. Juni (Einlass ab 16.30 Uhr; Anstoß um 18 Uhr)

–       Deutschland – Ghana am 21. Juni (Einlass ab 19.30 Uhr; Anstoß um 21 Uhr)

–       USA – Deutschland am 26. Juni (Einlass ab 16.30 Uhr; Anstoß um 18 Uhr)

Im weiteren Verlauf der Fußball-WM werden alle weiteren Spiele mit deutscher Beteiligung gezeigt – nähere Informationen dazu erfolgen kurzfristig.

Nachteule: Zeiten und Strecken anpassen, Marketing intensivieren Hochschule stellt Studie zum Nachtbussystem vor

Die Zeiten und Strecken der Nachteule müssen angepasst und das Nachtbussystem durch ein umfassendes Marketingkonzept besser bekannt gemacht und beworben werden. Das sind im Wesentlichen die Ergebnisse des Hochschulprojektes zum Thema „Optimierungspotentiale für die Nachteule“. Die Stadt Lingen hatte die interdisziplinäre Studie stellvertretend für alle beteiligten Kommunen und die VGE Emsland-Süd bei der Hochschule Osnabrück – Standort Lingen in Auftrag gegeben. Hintergrund war das jährliche Defizit von circa 40.000 Euro, das die Nachteule eingefahren hatte.

„Die Studierenden der Kommunikationswissenschaften haben circa 1900 Personen in den letzten Wochen und Monaten zur Nachteule befragt“, erläuterte zunächst Professor Dr. Thomas Steinkamp vom Institut für Kommunikationsmanagement. Dabei hätten viele der Befragten die Nachteule als sehr kostengünstiges, sicheres und vor allem zuverlässiges Beförderungsmittel gegenüber dem Taxi bewertet. Allerdings seien die Fahrzeiten nicht mehr auf dem neuesten Stand. So fange das Nachtleben mittlerweile erst gegen 23 Uhr an, so dass die potentiellen Nutzer dann auch erst gegen 3 bis 5 Uhr nach Haus wollten. Zudem müsse die Nachteule intensiver beworben und beispielsweise durch spezielle Aktionen im Bus auf sich aufmerksam machen. „Die Nachteule muss stärker ins Bewusstsein der Nutzer“, fasste Thomas Steinkamp zusammen. „Die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems sind Stärken mit denen dieses werben kann. Angepasst werden müssen allerdings die Fahrtzeiten.“

Prof. Dr. Ingmar Ickerott vom Institut für Management und Technik ergänzte, dass Gespräche mit den Kommunen und Sponsoren ergeben haben, dass alle Beteiligten eine Fortführung des Systems wollen. Die Studierenden hatten ermittelt, dass bei einem so genannten kostenoptimierten Modell die Nachteule schwarze Zahlen schreiben könnte. Allerdings müssten die Strecken  dann auf die Hauptstrecken reduziert werden. „Das Emsland gibt es her, dass ein Nachtbussystem hier kostenneutral betrieben werden kann“, so Ingmar Ickerott. „Doch an dieser Stelle stellt sich die Frage, wie viel zusätzlichen Service man sich leisten will. Wenn man allerdings Strecken und Zeiten anpasst, beliebte Ziele in der Region noch besser anbindet und das Marketing intensiviert, dann könnten mehr Kunden für das Nachtbussystem gewonnen werden.“ Zudem sei jeder der so genannten Diskounfälle einer zu viel, ergänzte Günter Schnieders, der zuständige Fachbereichsleiter bei der Stadt Lingen. „Wenn wir durch ein funktionierendes Nachtbussystem nur einen Unfall vermeiden können, dann ist das jede Investition wert.“

Oberbürgermeister Dieter Krone und Hermann Meyering von der VGE Emsland-Süd dankten den Professoren und den involvierten 20 Studierenden für die umfassenden Ergebnisse. „Es freut mich, dass wir unsere eigenen Annahmen bestätigt sehen“, sagte Hermann Meyering. „Ich sehe aber auch ein, dass sich das Nutzerverhalten geändert hat und wir unsere Kommunikation insgesamt verbessern müssen.“ Dieter Krone ergänzte, dass er mit den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen in intensiven Gesprächen zur Zukunft der Nachteule stehe. Bis zum 30. September laufe die Nachteule erst einmal wie gewohnt weiter. Im nächsten Schritt wolle die VGE Emsland-Süd nun auf Basis der Hochschulstudie mit den involvierten Gemeinden und Städten ein Konzept erarbeiten und dieses vorstellen.

 

 

Grenzübergreifende Zusammenarbeit wichtiger Vorteil im Wettbewerb um Fördermittel

Bürgermeister und Kommunalvertreter aus dem südlichen Emsland, der Grafschaft Bentheim und dem nördlichen Münsterland beraten gemeinsam mit Vertretern der Landkreise und der Bezirksregierung Münster über Projektideen zur nachhaltigen Stärkung der Grenzregion

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In Rheine trafen sich zahlreiche Bürgermeister und Kommunalvertreter, um gemeinsam mit Vertretern der Landkreise Emsland, Grafschaft Bentheim und Steinfurt sowie der Bezirksregierung Münster über Strategien und Projektideen zur Stärkung der Grenzregion zu beraten. Hintergrund für den im TaT – Transferzentrum für angepasste Technologien – veranstalteten „Zweiten regionalen Workshop“ ist eine auf Beschluss des Rates der Stadt Rheine Mitte 2013 gestartete Initiative, angesichts des Strukturwandels in der Region die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Kommunen im nördlichen Münsterland / südwestlichen Niedersachsen zu vertiefen. Rheines Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder würdigte die Bereitschaft der Kommunen und Kreise zur Zusammenarbeit: „Nur mit einem gemeinsamen Blick auf die Stärken unserer Region können wir eine aktive Fördermittelakquise betreiben, um mit neuen Projekten zur Stärkung des Wirtschaftsraumes beizutragen und damit die Attraktivität der Region für Leben, Wohnen und Arbeiten weiter verbessern.“ Sie sei erfreut, dass die Bezirksregierung diesen Prozess von Beginn an konstruktiv begleite. Jetzt werde intensiv daran gearbeitet, auch das Land Niedersachsen als Kooperationspartner zu gewinnen.

 

Bereits im vergangenen Jahr haben die an der Initiative beteiligten Kommunen im Rahmen des „Ersten regionalen Workshops“ entsprechende Vorarbeiten geleistet und verschiedene regionale Handlungsfelder, darunter die Themen Wissenschaft und Technologie, Verkehr, Tourismus, Konversion und Energie, definiert und in Expertenrunden erste Projektvorschläge erarbeitet.

Zum aktuellen Stand der Expertenrunde „Tourismus“ berichtete zunächst Franz Möllering, Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen. In vielen Tourismusbereichen sei man sowohl im Münsterland als auch auf niedersächsischer Seite gut aufgestellt. Gleichwohl liege gerade in einer intensivierten Vernetzung bestehender Maßnahmen und Angebote eine besondere Chance, von der die Region profitieren könne.

Große Chancen durch die regionale Kooperation stellte auch der Bürgermeister der Stadt Nordhorn, Thomas Berling, in seinem Bericht zum Thema „Verkehr“ heraus. Das Beispiel Lückenschluss bei der A 31 habe in der Vergangenheit deutlich gezeigt, welche wichtige Rolle eine leistungsfähige Infrastruktur für die Region spiele. Neben weiteren Maßnahmen zur Stärkung der Verkehrswege, unter anderem Reaktivierungen im SPNV, könne insbesondere eine bessere Anbindung an die Niederlande für zusätzliche wirtschaftliche Impulse sorgen.

In seinem Bericht zum Stand der Gesprächsrunden „Wissenschaft und Technologie“ sowie „Energie“ betonte Dr. Manfred Janssen, Geschäftsführer der EWG – Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH: „Bei der Bewältigung des regionalen Strukturwandels kommt den Themen Wissenschaft und Energie eine Schlüsselrolle zu“. Als ländlich geprägter Raum läge gerade in der Verknüpfung dieser beiden Themen großes Potenzial, von dem neben der Bevölkerung speziell auch die Unternehmen erheblich profitieren könnten.

Abschließend berichtete Jan Kuhlmann, Erster Beigeordneter der Stadt Rheine, zur Expertenrunde „Konversion“. Vor dem Hintergrund des Abzugs der Bundeswehr in Rheine, der Zechenschließung in Ibbenbüren und der zukünftigen Abschaltung des Kernkraftwerks in Lingen müsse man in der Region an einem Strang ziehen und gemeinsam eruieren, wie man diesen Einschnitten und den damit verbundenen Folgen für den Arbeitsmarkt begegnen könne. Die Konversion der frei werdenden Flächen sei dabei jedoch nicht als Ziel, sondern vielmehr als Mittel anzusehen, um Projekte von regionaler Bedeutung umzusetzen.

Parallel sollen nun erste Gespräche mit Fördermittelgebern auf unterschiedlichen Ebenen geführt sowie die vorliegenden Projektideen weiter konkretisiert werden. Mit der voraussichtlich Ende des Jahres anlaufenden Förderperiode 2014 – 2020 ergeben sich unter anderem auf EU-Ebene vielfältige Chancen, zusätzliche Mittel für regionale Projektideen einzuwerben. Diese Einschätzung teilte auch Dorothee Feller, Regierungsvizepräsidentin der Bezirksregierung Münster: „Als grenzüberschreitender Kooperationsraum verfügt die Initiative über ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, um im Wettbewerb um Fördermittel zu punkten.“

 

Öffentliche Stadtführung: Lingen als Eisenbahnerstadt am 28. Mai

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Lingen. Kein Ereignis im 19. Jahrhundert hat Lingen stärker geprägt als die Eröffnung der Eisenbahn 1856. Die Stadt bekam nicht nur einen Bahnhof und damit Anschluss an die „große, weite Welt“, sondern in Lingen entstand auch die „Königliche Eisenbahn-Reparatur-Werkstatt“. Sie entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte zum größten Industriebetrieb im Emsland und zählte im Lokwerk an der Kaiserstraße sowie im Wagenwerk an der Lindenstraße zeitweise fast 2000 Beschäftigte. Im Rahmen einer Themenführung wird das frühere Werksgelände an der Kaiserstraße mit den erhaltenen Großraumhallen, die heute als Hochschule sowie als Zentrum für Wirtschaft, Kunst und Medien dienen, besichtigt. Anhand historischer Aufnahmen wird gezeigt, welche Gebäude hier sonst noch standen: die Kesselschmiede, das Kraftwerk, die Werkschule und das Badehaus, das einmal in der Woche auch von den Familien der Eisenbahner benutzt werden durfte. Geschichten von Beamten und Gewerkschaftern, streikenden Arbeitern und der „Goldenen Fahne“, mit der das Werk als „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ausgezeichnet wurde, gehören ebenfalls zur Führung. Bei einem Spaziergang entlang des Güterschuppens und des Stationsgebäude, an der Halle IV und an der Großen Lok-Halle erläutert Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck historisches und unterhaltsames aus 150 Jahren Eisenbahngeschichte im Emsland. Anmeldungen sind nur über die Lingen Wirtschaft + Tourismus GmbH möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 2 Euro pro Person. Die Führung beginnt um 16 Uhr am Emslandmuseum. Weitere Führungen zum Thema „Lingen als Eisenbahnerstadt“ werden am Mittwoch, 2. Juli, um 18 Uhr, am Donnerstag, 4. September, und am 9. Oktober jeweils um 16 Uhr angeboten.

 

Eichenprozessionsspinner auch in Lingen zu erwarten – Stadt warnt: Berührungen meiden und Nester der giftigen Raupen melden

Lingen. Die Stadt Lingen rechnet auch in diesem Jahr mit dem Einwandern des Eichenprozessionsspinners in das Stadtgebiet. Bereits im vergangenen Jahr waren vereinzelt Nester dieser wärmeliebenden Raupenart entdeckt worden, die  sich seit einigen Jahren immer weiter über Norddeutschland ausbreitet. Ein Problem stellen die Pflanzenschädlinge dabei jedoch weniger durch das Fressen der Eichenblätter dar. Insbesondere für den Menschen ist der Eichenprozessionsspinner eine gesundheitliche Gefahrenquelle. Die Raupen verfügen über kleine Gifthaare, die bei Berührung zu Reaktionen wie starkem Juckreiz, Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen führen. Wer mit den Härchen in Kontakt kommt, sollte deshalb die kontaminierte Kleidung schnellstmöglich wechseln, duschen und Haare waschen. Den Juckreiz lindert zunächst kaltes Wasser. Beim Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

 

Besondere Vorsicht ist von etwa Mai bis Ende August geboten. Während dieser Zeit schlüpfen die Raupen des Eichenprozessionsspinners und wandern vom Nest in die Baumkrone, um dort die Eichenblätter zu fressen. Die Stadt Lingen warnt davor, die Nester und Raupen zu berühren. „Kinder sollten auf diese Gefahr hingewiesen werden“, betont Katrin Möllenkamp, Fachbereichsleiterin Bürgerservice, Recht und Ordnung. Sie rät zudem allen Bürgerinnen und Bürgern, sich nicht in der Nähe von befallenen Bäumen aufzuhalten. „Dieser Hinweis gilt übrigens auch für Haustiere, da diese ebenfalls auf die Gifthaare der Raupen reagieren. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Haare im Fell der Tiere hängen bleiben, über diesen Weg ins Haus gelangen und schließlich an den Menschen weitergegeben werden“, so Möllenkamp.

 

In den nächsten Wochen werden Mitarbeiter des Bauhofes verstärkte Baumkontrollen im Stadtgebiet durchführen und vorhandene Raupen und Nester bekämpfen. „Priorität haben für uns dabei zunächst die Schulhöfe, Kindergärten sowie Spiel- und Sportplätze“, sagt Möllenkamp. Die Stadt Lingen bittet darum, befallene Bäume umgehend zu melden. Für Schutzmaßnahmen auf privaten Grundstücken sind allerdings die jeweiligen Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Die Stadt empfiehlt, bei einem Befall eine Fachfirma aus dem Bereich der Schädlingsbekämpfung hinzuzuziehen.

 

Für Fragen und nähere Auskünfte zum Eichenprozessionsspinner steht der Fachbereich Bürgerservice, Recht und Ordnung unter der Telefonnummer 0591 9144-321 zur Verfügung. Hier kann auch der Befall von Bäumen gemeldet werden. Ein Informationsflyer mit Tipps, wie man sich vor dem Eichenprozessionsspinner und seinen gesundheitlichen Folgen schützen kann, ist auf der städtischen Internetseite unter www.lingen.de (Rubrik „Leben und Wohnen“, Unterpunkt „Natur und Landschaft“) hinterlegt.

Kivelingsfibel wieder erhältlich – Lingen als „Stadt der Kivelinge“ für Kinder erklärt

Lingen. Was ist eigentlich ein Kiveling? Wo ist die Zeitkapsel versteckt und wer war Machurius? Auf diese und viele weitere Fragen liefert die „Kivelingsfibel“ Antworten. Nachdem die Broschüre für Kinder einige Zeit vergriffen war, ist sie nun wieder – passend zum Kivelingsfest – beim Tourismusbüro und in der Geschäftsstelle der Kivelinge erhältlich. Möglich gemacht hatte die Neuauflage ein Ehrenmitglied der Kivelinge, Erich Roth, der den neuen Druck finanziell unterstützte.

Neben vielen Informationen und Hintergrundwissen zur Geschichte Lingens können die jungen Leser der Kivelingsfibel Rätsel lösen und verschiedene Fragen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt beantworten. Die Broschüre ist als Stadtrundgang angelegt und erfreut sich beispielsweise bei Stadtführungen für Kinder äußerster Beliebtheit. Die Seiten können aber auch prima zuhause oder im Unterricht gelesen und erarbeitet werden und so natürlich jeden Besuch in der Stadt Lingen bereichern.

Mitglieder der Wachsektion „Fättmännkes Noahdriever“ verteilen in diesen Tagen die Fibeln an einigen Lingener Grundschulen. In historischer Tracht können die Bürgersöhne so gleichzeitig alle Fragen rund um das Kivelingsfest 2014 beantworten. Die Sektion hatte bereits die erste Auflage der Kivelingsfibel konzipiert. Als amtierende Wachsektion freuen sich die Mitglieder umso mehr, nun auch die Neuauflage in den Grundschulen vorstellen zu können.

Schulklassen oder andere Gruppen und Vereine haben die Möglichkeit, mehrere Ausgaben der Kivelingsfibel beim LWT zu erhalten.

 

Gut 67.000 Kilometer in 21 Jahren – Schüleraustausch zwischen Lingen und Bielawa ist eine Erfolgsgeschichte

Gut 67.000 Kilometer in 21 Jahren

Schüleraustausch zwischen Lingen und Bielawa ist eine Erfolgsgeschichte

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806 Kilometer liegen zwischen Lingen und Bielawa in Polen. Eine weite Strecke, von der sich aber weder die Schüler der Berufsbildenden Schulen Lingen noch der Gesamtschule Zespól Szkól w Bielawie abhalten lassen, sich seit nunmehr 21. Jahren regelmäßig gegenseitig zu besuchen. Mehr als 67.000 Kilometer haben sie gemeinsam in dieser Zeit hinter sich gebracht. Eine beeindruckende Zahl, die beweist wie erfolgreich der Austausch zwischen den beiden Schulen ist.

Auch in dieser Woche ist wieder eine polnische Delegation bestehend aus zehn Schülern und zwei Lehrern in Lingen zu Gast. Am Dienstagvormittag empfing Lingens Erste Bürgermeisterin Ulla Haar die Gruppe im Historischen Rathaus der Stadt Lingen. „Das enge Netz, das sie zwischen den beiden Schulen geknüpft haben, ist ein sehr wichtiger Beitrag zur Partnerschaft zwischen Lingen und Bielawa“, betonte Ulla Haar. „Unter anderem durch ihr Engagement konnte die Städtepartnerschaft zwischen unseren beiden Städten zur Erfolgsgeschichte werden.“ Sie selbst erinnere sich noch ganz genau an den ersten Besuch einer Lingener Delegation in Bielawa im Jahre 1993. Auch der Schulleiter der Berufsbildenden Schulen Lingen – Kaufmännische Fachrichtung, Hans-Jürgen Grosse, bedankte sich bei allen Beteiligten noch einmal herzlich für die schönen und glücklichen Tage, die er in Bielawa verleben durfte. Und auch die Schülerin Klaudia Potocka aus Bielawa scheint Gefallen an den Besuchen gefunden zu haben. Bereits zum dritten Mal ist sie mit ihrer Schule in Lingen. Ein Rekord, der bestätigt, dass der Austausch zwischen den Berufsbildenden Schulen Lingen und der Gesamtschule Zespól Szkól w Bielawie ein voller Erfolg ist.

Das Programm steht in dieser Woche unter dem Motto „Erneuerbare Energien“. Dazu gehören unter anderem ein Besuch einer Firma für Windkraftanlagen in Salzbergen und ein Besuch des Klimahauses in Bremerhaven. Natürlich kommt bei Fußballgolf und Bogenschießen auch das gesellige Zusammensein nicht zu kurz. Am Sonntag fahren die Gäste dann zurück nach Polen. Doch der Abschied ist nur von kurzer Dauer. Der Gegenbesuch der Lingener ist bereits für Juni geplant.

Neueröffnung der „Alten Posthalterei“ zum Kivelingsfest Markus Quadt neuer Pächter – deutsche Küche mit regionalen Produkten

Lingen. Die „Alte Posthalterei“ öffnet pünktlich zum Kivelingsfest im Juni wieder ihre Türen. Neuer Pächter des Traditionshauses am Marktplatz wird der Lingener Markus Quadt. In der gestrigen Sitzung des städtischen

Betriebsausschusses Zentrale Gebäudewirtschaft wurde die Verwaltung einstimmig damit beauftragt, mit Quadt in diesen Tagen die finalen Verhandlungen zu führen. Bereits seit Juli 2013 steht das denkmalgeschützte Haus aus dem Jahr 1652 leer. „Dass sich die ‚Alte Posthalterei‘ nun so kurzfristig wieder mit Leben füllt ist großartig“, freut sich Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone. Auch der Erste Stadtrat, Dr. Ralf Büring, zeigt sich erleichtert: „Die Posthalterei gehört einfach zu unserer Stadtgeschichte. Ich bin mir sicher, dass wir mit Markus Quadt einen Pächter gefunden haben, der sich der Bedeutung dieses Gebäudes bewusst ist und der Posthalterei ‚sein‘ Gesicht geben wird.“

In Lingen ist Quadt kein Unbekannter – zurzeit betreibt er eine Bar und zusätzlich bereits seit zehn Jahren einen eigenen Cocktailservice. Im Rahmen der gestrigen Ausschusssitzung konnte er sich mit seinem Konzept für die „Alte Posthalterei“ gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen. „Wir wollen auf Bewährtes zurückgreifen und nicht experimentieren. In Lingen findet man nur noch selten gute deutsche Hausmannskost und verschiedene Biere vom Fass – das wollen wir mit der ‚Alten Posthalterei‘ jetzt ändern“, beschreibt Quadt die Idee seines Konzeptes. Künftig erwarte die Besucher des Restaurants eine einfache, aber gute Küche, die vor allem durch die Verwendung regionaler Produkte überzeuge. Neben einem Mittagstisch und einer Abendkarte solle es mittwochs und samstags auch ein Marktfrühstück sowie nachmittags frischgebackene Kuchenspezialitäten geben. „Die Posthalterei soll einfach wieder ein gemütlicher Ort zum Genießen und Klönen werden“, macht Quadt deutlich. Mit Unterstützung seines Serviceleiters Manuel Varelmann – der „guten Seele“ des Hauses – werde ihm dies auch gelingen, ist der Lingener überzeugt.

„Mein gesamtes Team und ich sind in Lingen verwurzelt. Deshalb ist es uns eine Herzensangelegenheit, die Posthalterei so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Das Kivelingsfest erscheint uns dazu als die beste Gelegenheit. Da wir somit jedoch nur noch wenige Wochen Zeit haben, können wir in der Anfangszeit zunächst nur eine eingeschränkte Karte anbieten“, bittet Quadt um Verständnis. Kurzfristig werde zudem in allen Bereichen Personal gesucht.

Abschließend wendet Quadt sich mit einer besonderen Bitte an die Lingenerinnen und Lingener: „Im Eingangsbereich der Posthalterei wollen wir die Geschichte dieses besonderen Gebäudes aufzeigen. Dafür benötigen wir natürlich auch Fotos aus früheren Zeiten. Wer also noch alte Bilder hat, kann uns diese gerne zukommen lassen.“ Neben den Fotos ist Quadt zudem auf der Suche nach traditionellen Rezepten. „Ob Eintopf oder Sonntagsbraten, Buchweizenpfannkuchen oder Herrencreme, wir wollen künftig Hausmannskost anbieten, wie man sie noch von der eigenen Großmutter kennt. Die besten eingereichten Rezepte werden dann auch ihren Weg in unsere Karte finden“, verspricht Quadt.

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Neueröffnung der „Alten Posthalterei“: Der neue Pächter Markus Quadt (sitzend) und sein Serviceleiter Manuel Varelmann (2.v.r.) wollen das Traditionshaus mit neuem Leben füllen. Oberbürgermeister Dieter Krone (links) und der Erste Stadtrat Dr. Ralf Büring (rechts) freuen sich, dass die Posthalterei nach mehreren Monaten Leerstand nun bereits zum Kivelingsfest im Juni ihre Türen wieder öffnet.