Erneut Wolf im westlichen Niedersachsen Ausbreitung der Wölfe wissenschaftlich dokumentiert

Anfang April konnten im westlichen Niedersachsen erneut Wolfsnachweise erbracht werden. Im März 2013 wurde auf dem Schießplatz der Wehr-Technischen- Dienststelle der Bundeswehr in Meppen eine junge Wolfsfähe gesehen. Anfang April 2014 wurden auch auf dem Luft-/Bodenschießplatz „Nordhorn Range“ Fotos gemacht, die die Anwesenheit von einem Wolf bestätigen, erklärte Dr. Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen e. V. aus Hannover.

Bereits Mitte März nahm eine Fotofalle auf dem Schießplatz in Meppen einen Wolf auf. Gut vierzehn Tage später gelangten einem Ornithologen auf der „Nordhorn Range“ ebenfalls Nachweisbilder. „Ob es sich bei den aktuellen Wolfsnachweisen  um ein oder zwei Individuen handelt, kann noch nicht klar gesagt werden. Auch, ob es sich dabei um die Fähe aus dem

vergangenen Jahr handelt, ist zurzeit noch offen. Darüber werden erst genetische Analysen wie z. B. anhand von Losungsfunden Auskunft geben können“, erläuterte Dr. Britta Habbe.

Beide Bereiche, in denen die Nachweise gelangten, seien Schießplätze der Bundeswehr, auf denen aktiver Schießbetrieb stattfinde. Daher bestehe für beide Bereiche ein striktes Betretungsverbot. Generell sei es nicht ungewöhnlich, dass einzelne Wölfe auch abseits von bekannten Wolfsvorkommen auftauchten. „Eine Gefahr für den Menschen geht von frei lebenden Wölfen in der Regel nicht aus. Bei einer möglichen Begegnung sollte man ruhig stehen bleiben und durch lautes Sprechen auf sich aufmerksam machen oder sich ruhig zurückziehen. Keinesfalls sollte versucht werden, Wölfe zu füttern oder anzulocken. Hunde sollten, gerade zur derzeitigen Brut-, Setz- und Aufzuchtszeit beim Spaziergang an der Leine geführt werden“, rät Biologin Dr. Habbe.

Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen werde wissenschaftlich dokumentiert. Das Niedersächsische

Umweltministerium habe mit dem Wolfs-Monitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.  beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als zuständiger Fachbehörde und den rund 50 ehrenamtlichen Wolfsberatern wahrnehme, so Dr. Habbe. Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht oder gar fotografiert, sollte seinen Fund bei der Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft Dr. Britta Habbe oder dem örtlichen Wolfsberater melden.

Weitere Informationen zu Wölfen in Niedersachsen sowie Kontaktadressen der zuständigen Stellen und Wolfsberater können im Internet unter: http://www.wildtiermanagement.com/wildtiere/haarwild/wolf/ abgerufen werden

Wolf im westlichen Niedersachsen

 

Anfang April konnte im westlichen Niedersachsen erneut ein Wolfsnachweis erbracht werden.    Foto: Günther Niehaus 

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