Europaabgeordneter Jens Gieseke besucht Spelle

Spelle. Der Begrüßungs-Bildschirm im Eingangsbereich des Speller Rathauses ließ wissen: Der Europaabgeordnete Jens Gieseke ist heute zu Besuch. „Herzlich willkommen zum Antrittsbesuch“ hieß es dort. Der Abgeordnete spricht selbst von ‚Kennenlernen‘ und von der ‚lokalen Perspektive für seine Arbeit in Brüssel‘: „Nach über acht Monaten im Amt kann man fast nicht mehr von Antrittsbesuch sprechen,“ so Gieseke. Weil aber sein Wahlkreis von Spiekeroog im Norden bis Glandorf im Süden reicht, braucht es viel Zeit, um die Akteure vor Ort persönlich zu treffen.

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Ortstermin in Spelle (von links): Dezernent Stefan Sändker, die Bürgermeister Karlheinz Schöttmer und Georg Holtkötter, Europaabgeordneter Jens Gieseke, Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf sowie Erster Samtgemeinderat Stefan Lohaus

Bei vielen Gelegenheiten allerdings hatten sich die örtlichen Politiker schon einmal mit dem CDU-Europaabgeordneten getroffen. Jetzt hatte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf ihn zu einem offiziellen Besuch eingeladen. Mit dabei waren die Bürgermeister Georg Holtkötter (Spelle) und Karlheinz Schöttmer (Schapen) sowie die Dezernenten Stefan Lohaus und Stefan Sändker. Für Gieseke selbst war es nicht der erste Besuch in der süd-emsländischen Gemeinde: Im Wahlkampf war er bereits vor Ort und vor kurzem traf er sich zu einem fachlichen Austausch mit der Geschäftsführung der Firma Krone. Gieseke zeigt sich begeistert von der starken Entwicklung der Kommune: „Spelle hat es in den letzten Jahren verstanden, die richtigen Schritte für eine positive Entwicklung einzuleiten.“ Viele seiner Parlamentskollegen schauten mit Respekt auf die enorme wirtschaftliche Entwicklung des Emslandes. Gleichzeitig sind sich Gieseke und Hummeldorf sicher: „Wir müssen weiter daran arbeiten – das gilt vor allem für unsere Infrastruktur: Schiene, Wasser, Straße, wie beispielhaft beim Hafen Spelle-Venhaus praktiziert.“ Im Parlamentskreis Mittelstand des Parlamentes bindet Gieseke seine Erfahrungen aus den Besuchen vor Ort zusammen.

Samtgemeindebürgermeister Hummeldorf verdeutlichte im Gespräch auch die aktuelle Flüchtlingssituation: „Die Kommunen dürfen mit den Herausforderungen nicht allein gelassen werden.“ Gleichzeitig berichtete er von positiven Erfahrungen in Sachen Integration. Gieseke sah die europäische Perspektive: „Wenn wir keine einheitliche europäische Strategie für die so brennenden Fragen von Flucht und Vertreibung gewinnen, dann werden wir große Probleme bekommen.“ Der Europaabgeordnete sprach den Kommunalpolitikern seine Anerkennung für ihre Arbeit aus. Gerade die dezentrale Unterbringung und die Versuche der Integration seien vorbildlich. „Antrittsbesuch heißt für mich: Zusammenarbeit anbieten,“ so Jens Gieseke zum Abschluss seiner Stippvisite. Er wolle in den nächsten Jahren viele Themen für die Region in Brüssel und in Straßburg nach vorne bringen. Die Bürgermeister der Samtgemeinde Spelle nahmen dieses Angebot gerne an: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

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