Größter Wunsch als Hausarzt zu arbeiten Angehender Allgemeinmediziner Maximilian Buschmann erhält Stipendium

Meppen. Maximilian Buschmann ist 20 Jahre alt und weiß genau, was er möchte: Hausarzt werden im Landkreis Emsland. In Papenburg aufgewachsen, machte er nach dem Abitur 2019 zunächst, um Erfahrungen im medizinischen Berufsfeld zu sammeln, eine Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten in einer Papenburger Hausarztpraxis. Jetzt studiert er seit Oktober 2021 Medizin an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf. Er hat damit die ersten Schritte zu seinem größten Wunsch, einmal als Hausarzt zu arbeiten, wahr gemacht. Gefördert wird er dabei durch das Stipendienprogramm für Nachwuchsmediziner des Landkreises Emsland.

Buschmann ist einer von aktuell sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten, die der Landkreis Emsland mit monatlich 500 Euro für die Dauer der Regelstudienzeit (75 Monate) und damit insgesamt 37.500 Euro unterstützt. Nach Abschluss seines Studiums verpflichtet sich Buschmann im Gegenzug, eine Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin zu absolvieren und später für fünf Jahre im Emsland als Hausarzt tätig zu sein.

Geboren in Aurich, lebt der 20-Jährige seit 2004 im Emsland. „Ich bin in meiner Heimatstadt Papenburg fest verwurzelt. Für das Medizinstudium habe ich meinen Lebensmittelpunkt nun für sechs Jahre nach Düsseldorf verlegt. Ich freue mich auf das Leben und Studieren in der Großstadt, will aber danach definitiv ins Emsland zurückkehren, schon, weil meine ganze Familie und Freunde hier leben“, sagt Buschmann. An der Allgemeinmedizin schätze er, dass sie abwechslungsreich sei. Ihm gefalle auch die enge Patientenbindung, der Umstand, dass der Arzt als enge Vertrauensperson einzelne Patientinnen und Patienten über Lebensphasen mitbegleite. Durch seine Berufserfahrung als Medizinischer Fachangestellter und den Arbeitsalltag in der Papenburger Hausarztpraxis wurde ihm deutlich, dass ein Gesundheitswesen, in dem der Arzt gemeinsam mit arztentlastenden Berufen die Patientinnen und Patienten behandelt, die Zukunft der medizinischen Versorgung darstelle. „So können wir dem demografischen Wandel und den damit verbundenen Versorgungslücken entgegenwirken“, sagt Buschmann.

Bevor Buschmann das Stipendium zugesprochen wurde, nahm er an einem Vorstellungsgespräch im Meppener Kreishaus teil, in dem er Oliver Christoffers von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen und Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis Rede und Antwort stand.  „Uns hat Maximilian Buschmann überzeugt, und er bringt ganz viel mit, was ihn später zu einem guten Hausarzt werden lässt“, sagt Kraujuttis.

Seit 2014 hat der Landkreis Emsland insgesamt 13 Stipendien vergeben. Die Stipendien und weiteren Förderprogramme zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im Landkreis Emsland wurden im Jahr 2014 auf den Weg gebracht. Sie werden durch die Meilenstein Weiterbildungsgesellschaft für Ärztinnen und Ärzte im Landkreis Emsland gGmbH, die seit 2010 die Aktivitäten zur medizinischen Nachwuchsförderung koordiniert, begleitet. Der Landkreis Emsland hat seitdem insgesamt rund 1,85 Mio. Euro für die Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten sowie Medizinstudierenden aufgewendet.

Neben den finanziellen Anreizen gibt es auch fachliche Angebote für Studierende der Medizin. Dazu zählen informative Seminare in den emsländischen Krankenhäusern, mit denen Medizinstudierende aus dem gesamten Bundesgebiet, aber vor allem aus dem Emsland und dem nahen Nordrhein-Westfalen, erreicht werden.

Nähere Informationen zu allen Angeboten sind beim Landkreis Emsland, Ansprechpartnerin Julia Thole, unter der Telefonnummer 05931/442194 und der E-Mail-Adresse julia.thole2@emsland.de sowie auf der Internetseite www.meilenstein-emsland.de erhältlich.

Bild: Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis und Timo Deiters, Abteilungsleiter Gesundheitsregion und soziale Dienste, gratulieren Stipendiat Maximilian Buschmann (Mitte). (Foto: Landkreis Emsland)

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