Leben wie Moorbauern vor 100 Jahren – Landwirtschaft hautnah erleben Emsland Moormuseum erhält knapp 30.000 Euro durch Bundesfördermittel

Geeste. Die Landwirtschaft im Moor ist Teil der kulturellen Identität und der heimatlichen Geschichte des Emslands und der Grafschaft. Damit der Siedlerhof des Emsland Moormuseums auch zukünftig ein Highlight für alle Museumsgäste bleibt, sind wichtige Instandsetzungsarbeiten notwendig. Hierfür erhielt das Emsland Moormuseum nun eine Förderung in Höhe von 29.155,58 Euro. Die Gelder fließen im Rahmen des „Soforthilfeprogramms Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Albert Stegemann (MdB) und Dr. Michael Haverkamp (Museumsleiter) freuen sich über die Fördermit-tel aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landiwrtschaft

Der örtliche Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann (CDU) gratulierte zu der erfolgreichen Mittelbewilligung und machte sich direkt vor Ort ein Bild der Fördergegenstände. Die geplanten Maßnahmen dienen der Sanierung der Wagenremise und des Holzbackofens. Die Remise wird somit endlich wieder als Lern- und Aufenthaltsort an der frischen Luft zur Verfügung stehen und durch den neuen Ofen kann wieder leckeres, handgefertigtes Brot gebacken werden. So kann das Museum weiterhin Interesse für Landwirtschaft und Nachhaltigkeit bei den Gästen wecken.

„Wichtig und richtig“ findet Albert Stegemann die Fördermittelvergabe. In seiner Rolle als agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag begrüße er solche Maßnahmen zur Förderung der kulturellen Identität in ländlichen Räumen. „Das Moormuseum Emsland ermöglicht die Begegnung von Generationen und lässt Besucher aller Altersklassen die Geschichte hautnah erleben. Fleiß, Bodenständigkeit und eine Anpackermentalität zeichnen unsere Region seit Generationen aus. Das wird einem bei einem Besuch im Emsland Moormuseum wieder bewusst und motiviert mich persönlich sehr für unsere zukünftigen Herausforderungen“ betont Stegemann.

Das Museum zeigt in seinen Ausstellungshallen und auf dem 30 Hektar großen Außengelände die Kulturgeschichte der nordwestdeutschen Hochmoorlandschaften. Dabei werden soziale, ökonomische und ökologische Aspekte der Mensch-Moor-Beziehung gezeigt. Neben 16 Hektar Hochmoorfläche gehören eine Siedlerstelle mit Stall, Bauerngarten, Streuobstwiese und Tierweiden zu dem als Arche-Hof anerkannten Betrieb.

Durch die Haltung vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen trägt das Museum zum Erhalt der landwirtschaftlichen Diversität, der biologischen Vielfalt und der Kulturgeschichte des Emslandes bei. Dabei stehen die nachhaltige Nutzung von Ressourcen sowie deren achtsamer Konsum im Mittelpunkt.

Der Hof wird in der Museumspädagogik als Ort zum Gärtnern, Ernten und Genießen genutzt. Schulen aus der Region kommen regelmäßig für einen Siedlertag ins Museum. Rund um den Arche-Hof erleben die Kinder beim gemeinsamen Arbeiten im Bauerngarten und mit den Tieren, wie die Moorbauern im Emsland vor hundert Jahren gelebt haben. Damit leistet das Emsland Moormuseum, unterstützt durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, einen konkreten Beitrag zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele.

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