Ostfriese ist Landesverbandsvorsitzender der FDP in Bayern Albert Duin bläst zum Sturm gegen die Bundespolitik

Die freien Demokraten Bad Bentheim haben den Landesverbandsvorsitzenden der FDP in Bayern, Albert Duin, zu einem Diskussionsabend eingeladen. Der Kandidat zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden nahm die politische Konkurrenz aufs Korn und präsentierte das liberale Gegenangebot.

 Bad Bentheim. Der Ortsvorsitzende der Freien Demokraten Bad Bentheim, Peter Wiering, Kreisvorsitzender Thomas Brüninghoff, der Vorsitzende der Jungen Liberale (JuLis) Ems-Vechte Florian M. Pletz und sein Vertreter Christian Rademaker freuten sich,  dass der bayrische FDP-Landesvorsitzende der Einladung in das Hotel Grossfeld gefolgt war. Wiering erklärte: „Ich finde es ausgezeichnet, dass wir mit Albert Duin einen echten und bodenständigen Spitzenpolitiker der FDP für Bad Bentheim gewinnen konnten.” Unter dem Titel “Chancen Republik Deutschland” zog der 1953 in Emden geborene Ostfriese, der seit 2006 Parteimitglied ist und im November 2013 überraschend zum Landesvorsitzen der FDP Bayern gewählt wurde, gegen die politische Konkurrenz zu Felde. „Wir wollen das Land mitgestalten, weil wir merken, dass momentan im Bundestag und im Bayerischen Landtag eine liberale Kraft fehlt. Es fehlt die Kraft, die Fortschritt und Veränderung als Chance begreift und nicht als Bedrohung. Es fehlt die Kraft, die den Bürgern etwas zutraut“, meinte der verheiratete Vater von drei Kindern, der seit 42 Jahren in der freien Wirtschaft tätig ist. Er führe ein mittelständisches Unternehmen und kenne die Sorgen und Nöte der Arbeitnehmer. Mit Blick auf den Wahlerfolg in Hamburg stellte Duin die Bedeutung des FDP-Leitbildprozesses heraus und meinte: „Hier war entscheidend, dass sich die FDP im vergangenen Jahr neu aufgestellt hat, und dies kommt jetzt auch draußen an. Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und blicken nach vorne. Die FDP ist die Interessenvertretung für alle Bürger, die Ideen und Mut haben, etwas aufzubauen und Verantwortung zu übernehmen. Für die Mittelständler, Freiberufler und das Handwerk will die FDP Chancen schaffen, indem Bürokratie und Überregulierung abgebaut wird, anstatt ständig neue bürokratische Hürden zu schaffen, wie die Große Koalition.“

Albert Duin sah die wirtschaftsfeindliche Politik der Bundesregierung als Gegenwind für die Gründer und Handwerker in Deutschland und kritisierte, dass es in Deutschland an Offenheit für Modernisierung fehle. Die Linken sehnten sich nach einer Vergangenheit ohne Globalisierung und Wettbewerb, die Rechten nach einer Vergangenheit ohne Multikulti und berufstätige Frauen, die Grünen nach einer Vergangenheit, als der Mensch in Höhlen und auf Bäumen vegetierte. Duin sprach sich für mehr Fortschrittsfreundlichkeit aus und sah auch das rot-grüne Dogma in der Pädagogik als Dorn im Auge der Liberalen. Der Ostfriese in Bayern sagte: „Die FDP traut den Bürgern etwas zu und begreift Fortschritt sowie Veränderung als Chance und nicht als Bedrohung.“ Er kritisierte insbesondere Arbeitsministerin Andrea Nahles sowie den Regelungswahn der Großen Koalition und bedauerte: „Immer wenn Nahles ein neues Gesetz ankündigt, meldet ein Mittelständler in Deutschland aus Angst Insolvenz an.“  Nahles sei die 1. Arbeitsplatzvernichtungsministerin der Bundesrepublik. Großkonzerne könnten die Vorschriften problemlos umsetzen, Unternehmensgründer müssten dagegen vor der Bürokratie kapitulieren.

Duin warnte auch vor der skandalösen Arroganz des Grünen Parteichef Cem Özdemir. Dieser habe in einem Interview gesagt, dass er froh sei, als Kind gutes Deutsch gelernt zu haben, sonst wäre er wohl nicht Bundestagsabgeordneter, sondern Kfz-Mechaniker geworden. „Deutschland kann nicht auf Handwerker verzichten. Lasst mal alle KFZ-Mechaniker, Klempner und Installateure ein halbes Jahr Urlaub machen, Deutschland würde stillstehen“, unterstrich Albert Duin, der mehr Respekt gegenüber Handwerkern erklärte: „Ich habe noch nie einen Akademiker erlebt, der einen Nagel in die Wand diskutiert hat. Irgendwann müsse jemand kommen und den Nagel einschlagen.“

Duin forderte zum Schluss der Veranstaltung: „Wir müssen die ganze Gesellschaft vor der wahnsinnigen Bürokratie schützen. Die FDP fordert den Einstiegslohn auch unter 8,50 Euro und will für die Mittelständler, Freiberufler und kleinen Handwerksbetriebe Poller gegen die Übergriffe des Staates und Schutzschirm für die Zukunft sein.“

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Florian M. Pletz, Christian Rademaker (v. links), Thomas Brüninghoff und Peter Wiering (v. rechts) dankten Albert Duin (Mitte) für die klaren Worte.

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