Angehende Speditionskaufleute besuchten Schwerlastkontrolle

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Das Foto zeigt die Gruppe der Auszubildenden an der Kontrollstelle

Das Klassenzimmer gegen eine Kontrollstelle der Polizei tauschten am Montag zwölf Auszubildende, die die Gewerblichen Berufsbildenden Schulen in Nordhorn besuchen. Die angehenden Speditionskaufleute, die nach der Ausbildung unter anderem als Disponenten eingesetzt werden, besuchten eine Schwerlastkontrolle der Autobahnpolizei und der Schwerlastgruppe der Polizeiinspektion Emsland/ Grafschaft Bentheim, die auf der Autobahn A 30 auf dem Rastplatz Waldseite-Süd stattfand.

Vorher gab es noch einen Vortrag über die Polizeiarbeit im Bereich der Überwachung des gewerblichen Güterverkehrs. Ziel der Übung: Die Auszubildenden dafür zu sensibilisieren, dass bei allen Frachtaufträgen die Verkehrssicherheit nicht zu kurz kommen darf.

Viele Verstöße im gewerblichen Güterverkehr sind auf falsche Disposition zurückzuführen und nicht wie klischeehaft gerne dargestellt ein Fahrerproblem. Lenk- und Ruhezeitverstöße sind häufig die Folge einer falschen Kalkulation der Transportzeiten und Ladungssicherungsverstöße nicht selten ein Problem des Einsatzes falscher Fahrzeuge oder fehlender Sicherungsmittel. Deshalb führen die Gewerblichen Berufsbildenden Schulen in Zusammenarbeit mit der Polizei seit Jahren diesen praxisnahen Unterricht durch. Auch diesmal gab es wieder einiges zu sehen: 31 Lenk- und Ruhezeitverstöße, zwei Überladungen (die höchste um 39 Prozent), neun Fälle von technischen Mängeln und zwei Lkw mit mangelhaft gesicherter Ladung. Von 61 kontrollierten Lkw wurden 23 bemängelt. Das Highlight setzte jedoch ein 29-jähriger, polnischer Jugendbetreuer, der einen Kleinbus mit einer siebenköpfigen Kindergruppe führte und eher zufällig in die Kontrollstelle gewunken worden war. Bei ihm stellten die Beamten den Einfluss von Drogen fest. Es wurde eine Blutprobe von dem Mann entnommen und der 29-Jährige muss mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro rechnen. Außerdem wurde ihm die Weiterfahrt untersagt.

Glücklicherweise befand sich ein weiterer Betreuer an Bord, der den Kleinbus mit den Kindern zurück nach Polen lenken konnte.

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