Arbeitskreis Dorfentwicklung Spelle zieht positive Bilanz zur Halbzeit der Förderphase Weitere Maßnahmen für die Fortschreibung des Dorfentwicklungsplanes definiert

Spelle. Die Gemeinde Spelle wurde 2009 in das Dorfentwicklungsprogramm (ehem. Dorferneuerungsprogramm) des Landes Niedersachsen aufgenommen. Nach der ersten Bürgerversammlung im Frühjahr 2010 wurde ein repräsentativer Arbeitskreis mit Vertretern und Vertreterinnen der Vereine und Verbände und sonstiger Interessensgruppen Spelles gebildet. Zehn Arbeitskreissitzungen waren wesentlicher Bestandteil der Erarbeitung des Dorferneuerungsplanes, der Anfang 2012 offiziell vom damaligen Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) – Regionaldirektion Meppen (heutiges Amt für regionale Landesentwicklung Weser Ems, ArL, Geschäftsstelle Meppen) anerkannt wurde.

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Mitglieder des Arbeitskreises „Dorfentwicklung Spelle“ im Rahmen der 15. Sitzung vor dem Wöhlehof in Spelle.

Peter Stelzer und Jörn Thiemann vom umsetzungsbegleitenden Planungsbüro Stelzer aus Freren stellten im Rahmen der 15. Sitzung des Arbeitskreises eine Halbzeitevaluierung, ein Zwischenfazit hinsichtlich des Umsetzungsstandes des seinerzeit aufgestellten Planes mit Beurteilung der Zielerreichung, vor. In den zurückliegenden Jahren konnten insgesamt rd. 500.000 Euro an Fördergeldern aus dem Bereich der Dorfentwicklung eingeworben werden, die u.a. für die Maßnahmen „Kreuzungsbereich Hauptstraße/Ringstraße (zw. Volksbank und Rathaus), den dorftypischen Rückbau der Schapener Straße zwischen Hauptstraße und Johannesstraße und Umfeldgestaltung im Bereich Markelo-Platz, die aktuellen Projekte „dorftypischer Rückbau der Johannesstraße (1. Bauabschnitt)“ sowie für die „Sanierung und Umfeldgestaltung Wöhlehof“ eingesetzt wurden. Das Vorhaben „Umfeldgestaltung Johannes-Kirche“, das in Trägerschaft der Kath. Kirchengemeinde erfolgreich realisiert wurde, stellt zudem einen bedeutungsvollen Gesichtspunkt bei der Bewertung der Zielerreichung dar. „Alle bisherigen Projekte verbessern die optische Gesamteinbindung und stärken die Herausstellung des Ortskerns“, resümierte Stelzer. Weiterhin wurde positiv beurteilt, dass die Maßnahmen stets eng aufeinander abgestimmt sind sowie mit weiteren Vorhaben wie beispielsweise dem Rückbau der Bahntrasse und Schaffung eines Geh- und Radweges auf dem Bahnkörper, der ohne Dorfentwicklungsmittel realisiert wurde, korrespondieren. „Als Gestaltungsgrundlage für die barrierefreie Ortskerngestaltung dient der zentrale Abschnitt der Hauptstraße Spelles, der im Vorfeld zur Aufnahme in das Landesprogramm ohne Zuwendungen umgestaltet wurde“, betonte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. Vorsitzender des Arbeitskreises und Bürgermeister Georg Holtkötter dankte abschließend Heinrich Rohjans als Vertreter der Bewilligungsbehörde für die Fördermittel, dem ArL Meppen, für die bisherige Unterstützung und effektive Zusammenarbeit. Gleichzeitig richtete der Arbeitskreis aber auch einen Blick in die Zukunft und diskutierte über Maßnahmenideen wie die umfangreiche Umgestaltung „Am Brink“, die Erweiterung/Umbau der Friedhofskapelle in Verbindung mit der Außengestaltung, die dorftypische Umgestaltung weiterer innerörtlicher Wegeachsen sowie weitere Wege aus dem Bereich „Ländlicher Wegebau“ für eine mögliche Fortschreibung des Dorfentwicklungsplanes.

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