Bombe oder nicht? Metallteil auf der Baustelle an der Lindenstraße wird untersucht

Rheine. Bei Baugrunduntersuchungen im Zuge der Kanalbauarbeiten auf der Lindenstraße wurde  ein metallischer Gegenstand sondiert. Am Montag, 12. Oktober 2020, soll nun die Stelle  freigelegt und das Metallteil genauer untersucht werden.

Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes werden prüfen, ob es sich bei dem Gegenstand um eine noch aus dem zweiten Weltkrieg stammende Bombe handelt, die dann auch vor Ort sofort entschärft werden würde.

„Vorbeugend laufen die Vorbereitungen für eine Bombenentschärfung bereits jetzt auf Hochtouren“, teilte heute Frank de Groot-Dirks, Leiter Büro des Bürgermeisters, mit. Je nach Größe und Art einer zu entschärfenden Bombe, würde nach örtlicher Einschätzung des Feuerwerkers ein Sicherheitsradius von 250 Metern bzw. 500 Metern um die Fundstelle festgelegt werden müssen. Das hieße: Straßen, die in diesem Radius liegen, würden für den gesamten Verkehr gesperrt, alle Geschäfte für die Dauer der Entschärfung geschlossen. Ebenfalls würde der Bahnbetrieb eingestellt werden müssen. Die betroffenen Anwohner würden evakuiert. Sofern es zu einer Evakuierung kommen sollte, würden Flugblätter an die Haushalte verteilt werden. Auf ihnen würde bekannt gegeben werden, wohin sich die betroffenen Personen für die Dauer der Entschärfung wenden können. Für Personen, die nicht selber das Haus verlassen können, würde zudem ein Fahrdienst eingerichtet werden. Hierfür wird seitens der Stadt Rheine ein Hotline eingerichtet. Außerdem würden Lautsprecherwagen durch die betroffenen Straßen fahren und über Megafon über die Situation aufklären sowie die Anwohner zur zeitweisen Räumung auffordern.

„Die ganze Durchführung gemeinsam mit der Polizei und der Feuerwehr ist für uns Routine, denn es wurden bereits schon häufiger Bomben im Rheiner Stadtgebiet entschärft“, verdeutlicht de Groot-Dirks die Vorgehensweise. „Wir möchten aber frühzeitig auf diese Maßnahmen hinweisen, damit sich nicht nur die Anwohner, sondern auch Verkehrsteilnehmer früh genug auf eine eventuelle Sperrung vorbereiten können.“

Mit Verkehrsbehinderungen aufgrund einer etwaigen Vollsperrung müsste im Evakuierungsfall gerechnet werden, ortskundige Autofahrer werden daher gebeten, den betroffenen Bereich am 12. Oktobergroßräumig zu umfahren. Die Bundesbahn würde den Bahnbetrieb ebenfalls einstellen. Über die örtlichen Medien, den Internetauftritt der Stadt Rheine sowie die städtischen Social Media-Kanäle würde die Öffentlichkeit dann zeitnah informiert, wann sie in ihre Häuser zurückkehren können. Wer Hilfe benötigt oder weitere Fragen hat kann sich ab Montag, 05. Oktober 2020 an die Hotline unter 05971 939 987 oder per Mail unter kmittel@rheine.de wenden.

 

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