Neue Stelle im Rathaus und Wiederaufbau von Sirenen Stadt stärkt Bevölkerungsschutz in Rheine

Rheine. Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Teilen von NRW und Rheinland-Pfalz rückt das Thema Bevölkerungsschutz wieder in den Fokus.  Die Stadt Rheine hat in den letzten Jahren bereits verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um den Bevölkerungsschutz in der Emsstadt weiter zu stärken.

Bereits Anfang 2020 und noch vor Beginn der Corona-Pandemie, hat die Stadt den Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) gegründet, in dem Mitarbeiter verschiedenster Verwaltungsstellen sowie Feuerwehr und Polizei im Krisenfall zusammenkommen. Der SAE hat sich im vergangenen Jahr besonders in der Coronakrise bewährt, aber auch im Nachgang des Starkregens am Mittwoch vergangener Woche in Rheine, als er am Donnerstagmorgen eine schnelle Bestandaufnahme des Geschehens und einen schnellen Austausch der verschiedenen Dienststellen ermöglichte.

Ein weiterer Schwerpunkt des Bevölkerungsschutzes in Rheine ist der Wiederaufbau eines stationären Sirenenwarnnetzes. Nachdem viele Jahre lang das stationäre Sirenenwarnsystem in Deutschland immer weiter zurückgebaut wurde, rüsten die Kommunen nun wieder auf. Vielerorts werden neue stationäre Sirenen aufgestellt.

Auch in Rheine sollen in den kommenden Monaten nach und nach an 17 Standorten im ganzen Stadtgebiet neue stationäre Sirenen aufgestellt werden, welche die Bevölkerung im Ernstfall warnen werden. Die erforderlichen Aufträge sind bereits erteilt und 15 dieser Sirenen werden auf städtischen Gebäuden aufgebaut. Dabei wird es, angepasst an die Erfordernisse, Sirenen unterschiedlicher Größe und Lautstärke geben. Zusätzlich verfügt die Stadt Rheine schon jetzt über mehrere mobile Sirenen.

Wegen der zunehmenden Bedeutung haben Rat und Verwaltung im Ordnungsamt eine Stelle für Bevölkerungs- und Zivilschutz geschaffen: Seit Mai 2021 kümmert sich Peter Grottendieck unter anderem um die Organisation von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und von Betrieben und öffentlichen Einrichtungen im Katastrophenfall, zum Beispiel bei Extremwetterereignissen oder Sprengstoff- bzw. Kampfmittelfunden im Stadtgebiet.

Im Zuge der Ergänzung des Rathauszentrums wird das Rathaus auch mit einer eingebauten Notstromanlage ausgerüstet. Da es zur sogenannten kritischen Infrastruktur zählt, werden außerdem verschiedene Büroräume von vornherein auch für eine Mehrfachnutzung im Krisenfall vorgesehen.

Rheines Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Mathias Krümpel betont: „Rat und Verwaltung haben frühzeitig erkannt, dass der Bevölkerungsschutz deutlich an Gewicht gewinnen wird. Es ist auch zukunftsweisend, dass wir uns gleichzeitig im Bereich der Feuerwehr organisatorisch und personell deutlich verstärkt haben.“

 

Peter Grottendieck, der sich bei der Stadt Rheine um den Bevölkerungs- und Zivilschutz kümmert, auf dem Rathausdach, einem der zukünftigen Sirenenstandorte.

Vor Kontrolle geflüchtet / Zeugen gesucht

Rheine – Um einer Kontrolle zu entgehen, sind letzte Nacht zwei Männer in Rheine aus einem Auto gesprungen und vor einer Streife der Bundespolizei geflüchtet. Bei der Fahndung nach den Flüchtigen wurden Diensthunde und eine Drohne eingesetzt.

Nächtliche Fahndungsmaßnahmen in Rheine / Foto: Bundespolizei

Im Rahmen der grenzpolizeilichen Überwachungs- und Fahndungsmaßnahmen der Bundespolizei an der deutsch-niederländischen Binnengrenze, wollte eine Streifenwagenbesatzung kurz vor 23 Uhr an der Ausfahrt Rheine – Dreierwalde der Autobahn 30, einen mit vier Personen besetzen PKW anhalten und kontrollieren.

Als die Beamten zur Kontrolle aus ihrem Streifenwagen ausstiegen, wurden plötzlich die Fahrertür und hintere Tür der Beifahrerseite des PKW aufgerissen und zwei Männer sprangen aus dem Auto und rannten in ein nahes gelegenes Maisfeld neben der Straße „Hopstener Damm“ davon.

Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen mit mehreren Streifenwagen von Landes- und Bundespolizei sowie zwei Diensthunden und einer Drohne der Feuerwehr Emsdetten, konnten die beiden Flüchtigen im Schutz der Dunkelheit entkommen.

Die beiden anderen Fahrzeuginsassen wurden zur Befragung mit zur Dienststelle der Bundespolizei in Bad Bentheim genommen. Das Auto wurde sichergestellt und musste abgeschleppt werden, da der Fahrer den Schlüssel auf seiner Flucht mitgenommen hatte. In dem Auto wurden Personaldokumente gefunden, die offenbar einem der Flüchtigen gehören.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Landespolizei in Rheine geführt. Zeugen, die Hinweise geben können, melden sich bitte bei der Polizei in Rheine unter der Telefonnummer 05971/938-4215.

Präventionsausbau für chancengerechtes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen

Stadt Rheine nimmt an Förderprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ teil 

Rheine. Im Rahmen des Förderprogramms des Landes NRW „kinderstark – NRW schafft Chancen“ haben sich am 30.06.2021 auf Einladung von Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann politische Vertreterinnen und Vertreter, Vorstände, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, Leitungen und Fachkräfte, die Berührungspunkte mit Kindern, Jugendlichen und Familien haben, für einen ersten Auftakt in Form einer Onlineveranstaltung getroffen.

Durch das Förderprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ wird Kommunen mit eigenem Jugendamt ermöglicht einen Förderantrag zu stellen, um Kindern und Jugendlichen ein chancengerechtes und gelingendes Aufwachsen in den Kommunen zu ermöglichen. Die Stadt Rheine hat einen Erstantrag im Jahr 2020 gestellt und arbeitet fortwährend an diesem Vorhaben.

Als Referentinnen waren Frau Jasper und Frau Frühling vom Institut für Soziale Arbeit aus Münster zu Gast, die das Förderprogramm anhand einer Präsentation anschaulich aufbereiteten. Durch die Netzwerkkoordinatorin Frau Raade wurde der Bezug zu Rheine und die weiteren Schritte vorgestellt.

Aufbauend auf dem ersten Auftakt wird es am 29.09.2021 eine weitere Veranstaltung geben, um gemeinsam mit den Akteuren die Vision für Rheine zu erarbeiten.

Der zuständige Beigeordnete Raimund Gausmann bedankte sich bei den Fachkräften für die bisherige gelungene Arbeit in Rheine für die Kinder, Jugendlichen und Familien und die Mitwirkungen an dem Projekt „kinderstark – NRW schafft Chancen“: „Sie leisten hervorragende wie beständige Arbeit“.

In Rheine wird aufbauend auf den Frühen Hilfen bis zum Übergang Schule – Beruf eine kommunale Präventionskette aufgebaut, um allen Kindern und Jugendlichen in Rheine ein gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen. Insbesondere Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen sollen Chancengleichheit und Teilhabe ermöglicht werden. Dazu dient die Gesamtstrategie, die anhand der Bedarfe, Verhältnisse und Bedingungen der Kommune gebildet werden. So kann durch die kommunale Präventionskette aktiv an Themen für Rheine gearbeitet werden. Gausmann beschreibt diesbezüglich: „Es braucht Strukturen, die überhaupt und erst Recht in schwierigen Lebenslagen greifen.“

An dem Aufbau der Gesamtstrategie sollen die Adressatinnen und Adressaten aktiv mitwirken.

 

 

Stadt sammelt Vorschläge Name für das neue Quartier an der ehemaligen Damloup-Kaserne gesucht

Rheine. Im Zuge des Konversionsprozesses soll auf dem Gelände der ehemaligen Damloup-Kaserne im Dorenkamp ein neues Wohnquartier entstehen. Ebenso wie vor einigen Jahren die Fläche der ehemaligen General-Wever-Kaserne, die zur „Eschendorfer Aue“ wurde, soll auch das Quartier an der Damloup-Kaserne einen neuen Namen erhalten.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz (StUK) hat dieses Thema in der vergangenen Sitzung an den Kulturausschuss verwiesen, der über einen neuen Namen für das Gelände entscheiden wird. Einige Namensvorschläge wurden in der Sitzung des StUK zuvor bereits vorgestellt, darunter Damloup-Karree, Grünes Z im Dorenkamp (das Quartier wird von einer großen z-förmigen Grünfläche durchzogen), Wohnpark am Waldhügel und auch Kombinationen wie Wohnpark Waldhügel oder Waldhügel Karree.

Die Stadt Rheine möchte auch die Bürgerinnen und Bürger an der Namensfindung für das neue Quartier beteiligen. Haben Sie weitere Ideen für einen neuen Namen für den Bereich um die ehemalige Damloup-Kaserne? Dann teilen Sie uns diese gern bis Freitag, 27. August 2021 per E-Mail an pressereferat@rheine.de mit. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.

Unter www.rheine.de/damloup sind weitere Informationen zum Planungsprozess zu finden.

Mobile Pumptrack-Anlage in Rheine eröffnet

Rheine. Pünktlich zu Beginn der Sommerferien war der mobile Pumptrack auf dem Elisabethplatz startklar und wurde von Rheines stellvertretender Bürgermeisterin Birgitt Overesch eröffnet.

Die Sommeraktion wird organisiert von den Jugendeinrichtungen der Stadt Rheine, dem Stadtjugendring, dem Jugend- und Familiendienst, dem Jugendzentrum Jakobi und dem Katholischen Jugendwerk Rheine in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Rheine. Ein Pumptrack ist eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke, die auf Grund ihrer festen Oberfläche aus Asphalt oder Beton auch mit Skateboards, Mini-Rollern, Inline-Skates und sogar Laufrädern befahren werden kann. Die Anlage wurde auch gleich fleißig von den Kindern und Jugendlichen aus dem Planungsteam getestet.

Noch bis zum 25. Juli kann die Pumptrack-Anlage genutzt werden. Da die Anzahl der Besucherinnen und Besucher aufgrund der Corona-Pandemie begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Unter https://rheine.feripro.de/ kann man ein Zeitfenster für den Besuch buchen. Der Eintritt ist frei. In der Anlage besteht Helmpflicht. Der Pumptrack ist bei Regen und Nässe nicht befahrbar.

 

Ein Jahr als Budfi an der Ludgerusschule im Schotthock

Rheine. Der Fachbereich Schulen, Soziales, Migration und Integration der Stadt Rheine hat im Rahmen des Multiprofessionellen Teams eine Stelle des Bundesfreiwilligendienstes an der Ludgerusschule eingerichtet. Leonie Hollenborg war als so genannte „Bufdi“ ein Jahr lang an der Schule im Schotthock tätig und blickt hier auf diese Zeit zurück:„Nachdem ich im Frühjahr 2020 mein Abitur abgeschlossen habe, stellte sich die Frage: Welchen beruflichen Weg möchte ich gehen?

Ich war mir sicher, dass ich im sozialen Bereich und mit Kindern meine berufliche Zukunft sehe. Zur Wahl stand die direkte Aufnahme eines Studiums oder aber zuerst vielschichtige Erfahrungen durch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst zu sammeln. Ich entschied mich letztlich für die Stelle als Bufdi an der Ludgerusschule in Rheine.

Insbesondere der vielfältige Aufgabenbereich sprach mich sehr an: Wichtig für mich war die Lernhilfe/-unterstützung für Kinder mit besonderen Lernsituationen oder Entwicklungen, aber auch die Hilfestellung, welche von den Lehrer/innen angefragt wurden. Zu den Aufgaben gehörte die Begleitung im Unterricht. Ich habe meine Zeit überwiegend in der 1. Klasse verbracht, habe jedoch bei Bedarf auch gerne in anderen Klassen ausgeholfen. So habe ich Eindrücke der gesamten Grundschule gesammelt.

Aber auch Hausaufgabenbetreuung sowie Angebote im Rahmen der OGS zählten dazu. Bedingt durch die Pandemie ergaben sich zusätzliche Aufgaben und damit hatte ich die Chance, das Schulleben auch von einer anderen Seite kennenzulernen. Hier waren es vor allem die Eltern, die im Mittelpunkt der Arbeit standen, wenn es z.B. um das Näherbringen im Umgang von elektronischen Geräten wie Ipad oder Laptop ging. Damit verbunden waren auch Hilfestellungen im Umgang mit Apps und Schoolfox, der Kommunikationsplattform zwischen Eltern und Lehrern. Hausbesuche, Materialausgaben von Wochenplänen, Notbetreuungsgruppen, Videokonferenzen im Distanzunterricht und die Begleitung des Schulsozialarbeiters bei seinen Tätigkeiten prägten die Pandemiezeit und damit meinen Bufdi-Dienst.

An diesen Beispielen wird deutlich, wie besonders die Ludgerusschule aus meiner Sicht ist. Die vielen Einblicke in verschiedene Kulturen und der sehr abwechslungsreiche Schulalltag machten mein Jahr an der Schule einzigartig. Viele praktische Erfahrungen in heterogenen Lerngruppen, der Austausch mit den Kindern in verschiedenen Sprachen bzw. Lebensweisen und die spezifischen Familienkonstellationen ermöglichten mir einen großen Fundus an praktischen Erfahrungen für mein späteres Lehramtsstudium, zu dem ich mich nun entschieden habe.

Die Ludgerusschule ist eine sehr bunte Schule mit ihren besonderen und einzigartigen Kindern und auch Erwachsenen. In meinem Bufdi-Jahr durfte ich erleben, wie herzlich ich in diese Gemeinschaft aufgenommen worden bin. Deshalb fiel es mir sehr leicht, mich auf dieses Jahr einzulassen mit seinen vielen und ganz unterschiedlichen Begegnungen, Gesprächen, Ausflügen, Hilfsangeboten und die Ehrlichkeit mit dem liebevollen Umgang miteinander.

Wenn ich zurückblicke auf mein Jahr, kann ich nur feststellen, dass mir diese Zeit sehr wertvoll ist. Ich gehe gestärkt und sicherer an neue Aufgaben heran und kann diese hoffentlich verantwortungsvoll, selbstbewusst und zielsicherer bewältigen. Ich bedanke mich sehr bei den Kindern und dem Kollegium der Ludgerusschule sowie bei den Eltern für eine erfüllte und schöne Zeit. Durch die gute Einbindung und das angenehmes Arbeitsklima habe ich mich sehr wohl und angenommen gefühlt. Mir wurden verantwortungsvolle Aufgaben übertragen und damit durfte ich einen festen Platz im Team der Ludgerusschule einnehmen. Ich kann jedem empfehlen, sich um ein Jahr als Bufdi zu bemühen, im besten Fall natürlich an der Ludgerusschule Schotthock.“

Bei Interesse an einer Stelle im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes an der Ludgerusschule Rheine bewerben Sie sich bitte an der Schule.

Kontakt und weitere Informationen:

Einsatzstelle Ludgerusschule Rheine, Ludgeristraße 17, 48429 Rheine
E-Mail: rickert@ludgerusschule-rheine.de ; Tel.: 05971-64635

Stadt Rheine; Fachbereich Schulen, Soziales, Migration und Integration, Klosterstr. 14, 48431 Rheine
E-Mail: christa.heufes@rheine.de ; Tel.: 05971-939-375

Foto (Ludgerusschule): Bufdi Leonie Hollenborg

Verkehrsunfall mit Schwerverletzten in Rheine

Rheine  – Am Montagabend (05.07.) wurde die Polizei gegen 23.42 Uhr zu einem Verkehrsunfall am Kardinal-Galen-Ring gerufen. Ein 20-jähriger Rheinenser fuhr ersten Ermittlungen zufolge mit seinem Honda Civic auf dem Kardinal-Galen-Ring in Richtung Hansaallee über die Ludgerusbrücke. Das Fahrzeug befand sich auf der linken Fahrspur. In der folgenden Linkskurve in Höhe Hemelter Straße rutschte das Fahrzeug vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit auf den rechten Fahrstreifen, schleuderte über die Bordsteinkante auf den Gehweg und prallte mit der linken Front gegen die dortige Ampelanlage. Der Ampelmast wurde dadurch abgerissen und schleuderte gegen eine in der Nähe angebrachte Werbetafel. Danach drehte sich das Fahrzeug um 180 Grad und prallte gegen eine etwa zwei Meter hohe Backsteinmauer, drehte sich erneut und kam auf dem linken Fahrstreifen des Kardinal-Galen-Rings zum Stillstand. Der Fahrer sowie sein 20-jähriger Beifahrer, ebenfalls aus Rheine stammend, wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Der Kardinal-Galen-Ring musste für die Unfallaufnahme etwa zweieinhalb Stunden für den Verkehr gesperrt werden. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen dauern an.

Anliegende Fast-Food-Restaurants unterstützen BauarbeiterInnen der Baustelle am Knotenpunkt Rheine-Nord.

Rheine/Emsland. Die Umbaumaßnahmen am Knotenpunkt Rheine-Nord schreiten planmäßig voran. Ab dem 02. Juli hat der zweite Bauabschnitt begonnen und damit eine neue Verkehrsführung.

Durch das Engagement der WVS, der EWG, der Kommunen Salzbergen, Spelle, Rheine und der mehr als 35 Unternehmen aus der Region, konnte der ambitionierte von Straßen.NRW ausgeschriebene Zeitplan perfektioniert werden – so entstand ein abgestimmtes Konzept für eine noch kürzere Bauzeitenplanung der Maßnahme.

„Um diese enge Taktung der einzelnen Gewerke durchzuführen, machen alle ArbeiterInnen auf und neben der Baustelle einen tollen Job“ resümieren WVS-Geschäftsführer Heiner Hoffschroer und EWG-Geschäftsführer Ingo Niehaus und freuen sich, dass die angrenzenden System- und Schnellgastronomen von Kentucky Fried Chicken, McDonalds und BurgerKing diesen besonderen Einsatz auf der Baustelle noch mehr unterstützen. Neben der finanziellen Beteiligung an der Beschleunigung der Baustelle unter dem Motto „Gemeinsam schneller“ haben alle drei Restaurants Kontingente für die Mitarbeiter geschaffen, die in Form von Gutscheinen an Gieseke Projektleiter Herrn Jürgen Wübben übergeben wurden. „Eine tolle Geste der anliegenden Betriebe und sicher eine zusätzliche Motivation für unser Team – gerade bei dem sommerlichen Wetter“, so der Bauleiter. Ein besonderes Dankeschön auch an die Firma Heyden Securit, die bei der Erstellung der Baustellenausweise tatkräftig mitgewirkt hat.

Stellvertretend für alle Unterstützer wünscht Herr Gusani (Operativer Leiter der Burger King Filialen in Rheine) allen MitarbeiterInnen der Baustelle gutes Gelingen und einen guten Appetit.

(v.l.n.r. Heiner Hoffschroer {Geschäftsführer WVS}, Kenan Gusani und Stefanie Lang {BurgerKing Filialen Rheine}, Jürgen Wübben {Projektleiter Gieseke}, Ingo Niehaus {Geschäftsführer EWG Rheine})

 

Thyssengas baut Transportkapazitäten für neues Gewerbegebiet in Rheine aus

Im Norden von Rheine entsteht derzeit das Gewerbegebiet „IndustrieRaum 30/70“. Unter anderem soll dort bis Jahresende eine große Kaffeerösterei in Betrieb gehen. Das führt künftig zu einem höheren Erdgasbedarf in der Region. Um diese höheren Kapazitäten zuverlässig bereitstellen zu können, nehmen wir als Thyssengas aktuell Anpassungen in unseren Transportnetz vor. Dazu werden derzeit Teilstücke des Netzes in und um Rheine neugebaut, andere Abschnitte für die künftig notwendigen Transportmengen ertüchtigt.

Hafenbahn wird für Arbeiten gesperrt
Ab dem 05.07.2021 wird die Hafenbahn, südlich des Hauptbahnhofs Rheine, auf einer Länge von rund 180 Metern zwischen Hauenhorster Straße und Karolinenstraße bis voraussichtlich Ende September vollgesperrt. Entsprechende Umleitungen für den Verkehr sowie Fußgänger und Radfahrer werden ausgeschildert. Die Hedwigstraße bleibt für Anwohner während der gesamten Bauphase erreichbar. In dem betroffenen Abschnitt der Hafenbahn wird ein Teilstück der künftigen Versorgungsleitung parallel zu einer bestehenden Gasleitung neu verlegt. In Vorbereitung der Tiefbau- und Verlegearbeiten haben in den vergangenen Wochen bereits umfangreiche Fremdleitungserkunden sowie Kampfmittelüberprüfungen im Fahrbahnbereich stattgefunden.

Querung der Ems im HDD-Verfahren
Parallel zu den Arbeiten auf der Hafenbahn quert ein weiteres Teilstück zwischen Timmermanufer und Parkplatz Hörstkamp die Ems. Der Leitungsstrang wird als sogenannter Düker mithilfe des Horizontalspülbohrverfahrens (HDD-Verfahren) umweltverträglich unter das Flussbett eingezogen und im Bereich des Sportplatzes an die bereits bestehende Leitung angebunden.
Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Stadt Rheine sowie der Deutschen Bahn und sind durch die zuständigen Behörden genehmigt. Thyssengas bittet um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen. Anwohnerinnen und Anwohner erhalten vorab eine gesonderte Information per Post.

Geplantes Viertel im Dorenkamp erhält gleich zwei Auszeichnungen

Rheine. Zu Recht stolz konnten Mark Dieckmann, Leiter der Stabsstelle Baulandmanagement und Konversion, und Kai Hobbold, Projektkoordinator und zuständiger Stadtplaner, über die beiden Auszeichnungen sein, die die Stadt Rheine erhalten hat. Mit ihrem städtebaulichen Entwurf sowie den flankierenden Konzepten zur Neugestaltung der ehemaligen Damloup-Kaserne hatten sie an den Landeswettbewerben „Zukunft Stadtraum“ und „Mobilität“ erfolgreich teilgenommen und die Jury von ihren innovativen und zukunftsweisenden Ideen überzeugt.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung sowie das Ministerium für Verkehr NRW sind mit den Landeswettbewerben „Zukunft Stadtraum“ sowie „Mobil.NRW – Mobilität in lebenswerten Städten“ auf der Suche nach innovativen Konzepten, die die Veränderungen der Land- und Stadträume sowie den Ansprüchen an zukunftsweisende Ideen des Mobilitätssystems gerecht werden.

Im Wettbewerb Mobil.NRW sollten Städte und Gemeinden daher in ihren Projekten Alternativen zur motorisierten Individualmobilität entwickeln und Voraussetzungen dafür schaffen, den Flächenbedarf des Verkehrs zu reduzieren. Dafür sind intelligente Konzepte erforderlich, um den unterschiedlichen Mobilitätsinteressen zu entsprechen. Ein weiteres Ziel ist es, die Mobilität in Innenstädten, Nebenzentren und Wohnquartieren zu verbessern. „In Rheine soll in dem neuen Quartier der ehem. Damloup Kaserne der motorisierte Individualverkehr reduziert werden. Multifunktionale Quartiersgaragen, die zum Beispiel Pkw-Stellplätze, Auto- und Rad-Sharing und weitere Funktionen unter einem Dach vereinen, sollen das möglich machen und die Lebensqualität im Stadtteil erhöhen“, erläutert Kai Hobbold das eingereichte Konzept.“  „Wir zeigen auf, dass auch eine Mittelstadt zukunftsfähige Quartiere entwickeln kann. Das war auch der Wunsch der Politik. Die Auszeichnungen bestärken uns in unserer Konzeption. Nun müssen wir konkret werden und die Planung umzusetzen“ so Mark Dieckmann. 

Ziel des Landeswettbewerbs „Zukunft Stadtraum“ ist es, „die besten Ideen zu fördern, um lebendige und natürliche Stadt- und Straßenräume zu schaffen. Es sollen öffentliche Räume und Straßen geschaffen werden, in denen sich die Bürgerinnen und Bürger sicher begegnen und von mehr Stadtnatur profitieren können“, so die Erläuterung des Ministeriums.

Wie gut diese beiden Vorgaben zu den Landeswettbewerben in Rheine umgesetzt wurden, zeigen die Auszeichnungen, die nun ausgelobt wurden. Am 22.06.2021 überreichte Frau Ministerin Scharrenbach den Preis für Zukunft StadtRaum in Höhe von 10.000 EUR an die Stadt Rheine. Die Förderung durch Mobil.NRW in Höhe von 25.000 EUR konnte Anfang Juni – aufgrund von Corona-Bestimmungen – noch nicht persönlich durch Herrn Minister Wüst erfolgen.

In den nun anstehenden zweiten Phasen der Landeswettbewerbe werden die Konzepte nun weiter qualifiziert und vertieft. „Dazu ist ein wichtiger nächster Schritt, die politische Beratung über die eingegangenen Stellungnahmen zu dem Gesamtkonzept – zum Beispiel aus der Nachbarschaft zu führen“, erklärt Milena Schauer als zuständige Beigeordnete das weitere Vorgehen.

Foto: Mark Dieckmann bekam den Preis von Ministerin Scharrenbach überreicht

Pilotprojekt an der Ludgerusschule gestartet Eltern bekommen Unterstützung bei der App „Schoolfox“

Rheine. Wie nehme ich an einer Videokonferenz teil? Wie stelle ich die Kamera und das Mikrofon ein? Wie registriere ich mich in der App „Schoolfox“? Wie schicke ich eine Nachricht an die Lehrer?

Diese und ähnliche Fragen haben sich im vergangenen Jahr sicherlich viele Eltern stellen müssen. Die Digitalisierung in den Schulen hat durch Corona und den Distanzunterricht Fahrt aufgenommen.

Um auch in Zeiten des Distanzunterrichts, aber auch jetzt im Präsenzunterricht, eine sichere Möglichkeit für den Datenaustausch nutzen zu können, wurde in der Ludgerusschule Schotthock „Schoolfox“ als Mitteilungsplattform eingeführt.

Damit die Arbeit mit dieser App in allen Familien eine positive Erfahrung wird, trat die Schulleitung der Ludgerusschule, Cornelia Stitz, mit der Frage an das Multiprofessionelle Team (MpT), Simone Kettler, Johanna Miltrup und Thomas Rickert, heran, ob sie Schulungsmöglichkeiten für die Eltern im Umgang mit dem Smartphone und der App Schoolfox einrichten können.

Die Idee wurde vom MpT motiviert aufgegriffen und es konnte so die städtische Volkshochschule (VHS) als Kooperationspartnerin gewinnen.

Die zuständige Fachbereichsleiterin Martina Stockhorst und Louis Morgenroth, langjähriger Dozent für Integrationskurse an der VHS und studierter Informatiker, waren sofort begeistert, ein Projekt zur Schulung von Schoolfox und Co. für Eltern anzubieten.

Gemeinsam mit allen Beteiligten fand ein digitales Planungstreffen statt. Zu den Fragestellungen der Eltern wurde von der VHS Rheine nun ein Online-Programm mit kurzen Erklärvideos erstellt. Die Eltern können nach Bedarf die Videos anschauen und eigene Wissenslücken füllen. Ergänzt wird das Angebot durch eine (Online)-Sprechstunde, in der der Dozent die offenen Fragen der Eltern beantwortet und das praktische Vorgehen noch einmal zeigt. Das gesamte Multiprofessionelle Team und auch die Schulleiterin der Ludgerusschule sind sicher, dass die Eltern von diesem Angebot profitieren werden. Die ersten Videos wurden bereits bei einem Infoabend für die Eltern der zukünftigen Erstklässler in der vergangenen Woche präsentiert.

Nach der Pilotphase an der Ludgerusschule wird das Online-Programm von der VHS evaluiert und geprüft, ob und in welcher Form es im Rahmen des VHS-Projektes „Stärkung digitaler Elternkompetenz“ eingebunden werden kann.

Bild (v.l.): Johanna Miltrup (Multiprofessionelles Team, Stadt Rheine), Cornelia Stitz (Schulleiterin Ludgerusschule Schotthock), Martina Stockhorst (Fachbereichsleiterin Digitalisierung Arbeit und Beruf, VHS Rheine)

Backen mit Wasserstoff in der Backwelt der Hellmich GmbH EWG gratuliert zur Fertigstellung neuer Räumlichkeiten

Rheine- Die Hellmich GmbH verfolgt eine ganzheitliche Philosophie: die Herstellung von bekömmlichem Brot ohne chemische Zusatzstoffe. Das traditionelle Backen findet ohne Emulgatoren und ohne Enzympräparate statt. Das zuvor an der Morsestraße ansässige Unternehmen hat am neuen Betriebsstandort an der Dunlopstraße im Güterverkehrszentrum die Unternehmensphilosophie detailliert im Betriebskonzept umgesetzt. In Hellmichs Brotladen testet das Unternehmen neue Brotideen und greift auf dieses Kunden-Feedback bei der Produktentwicklung zurück. Den Umzug in die neuen Räumlichkeiten nutzte die EWG Rheine mbH zur Gratulation und Besichtigung der neuen Räumlichkeiten.

Vom Erstkonzept bis zum Einzug in das neue Betriebsgebäude begleitete und unterstützte die EWG das Unternehmen Hellmich und machte sich nun nach dem Einzug ein Bild vor Ort. Geschäftsführer Falko Hellmich nahm das Einzugsgeschenk in Form eines Bildbandes über die Baustellenentwicklung stolz entgegen: „Mit dem Bau unseres eigenen Betriebssitzes konnte ich meine langjährigen Erfahrungen aus Backmittelhandwerk und -industrie mit meiner Vision einer natürlichen Backwarenherstellung kombinieren und die nachhaltige Strategie auch im Neubau umsetzen.“ EWG-Geschäftsführer Ingo Niehaus und Gisela Horstmann aus dem Bereich Flächenmanagement der EWG gratulierten dem Hellmich-Team zum Einzug und gelungenen Neubau und tauschten sich mit dem Geschäftsführer eng über Unternehmensfakten und Perspektiven aus. „Die Hellmich GmbH ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Nachhaltigkeitsphilosophie eines Unternehmens sich auch im Gebäudekonzept und in der Produktion wiederfinden kann. Hellmich setzt auf eine regenerative Energiegewinnung und den innovativen Einsatz von Brennstoffzellen zur Erzeugung von Wärme und Energie!“, betont Niehaus. 

Das in der Konfektionierung tätige Unternehmen mit derzeit rund 35 Mitarbeitern verbindet Tradition und Innovation, verzichtet aufgrund von vielen Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf chemische Zusätze. Die Brote von Hellmich entstehen ohne Hefe, jedoch mit viel Zeiteinsatz, d.h. es werden aus Getreide-Substraten Vorteige angesetzt. Über 48 Stunden entwickeln sich somit Brotteige, die bekömmlicher und länger frisch sind. Jährlich entstehen in der Ideenbackstube über 100 neue Rezepturen. Dieses Wissen behält Hellmich nicht für sich, sondern teilt dieses mit dem Backhandwerk und der Backindustrie im eigenen Showroom. Hervorzuheben ist hierbei z.B. die „Hellmich Brotakadamie“ mit Themen rund um die Backwelt. Bei der Fachkräftesicherung setzt das Unternehmen am neuen Standort verstärkt auf die eigene Ausbildung von Nachwuchskräften. Bis zu 10 künftige Fachkräfte sollen parallel ausgebildet werden. Und auch hier bringt das Hellmich-Produktionsverfahren Vorteile: die Beschäftigten müssen nicht zu nachtschlafender Zeit in der Backstube stehen, weil die Teige schon am Vortag angesetzt werden. Neben der Gestaltung einer nachhaltigen, authentischen und gesünderen Esskultur sowie die Stärkung des traditionellen Bäckerhandwerkes, reduziert das Verfahren somit auch das Nachwuchsproblem im Backhandwerk. Die EWG freut sich, dass einem so innovativen und dennoch traditionellen Unternehmen am Wirtschaftsstandort Rheine mit dem Gewerbegrundstück im Güterverkehrszentrum diese Entwicklung ermöglicht wurde. 

Foto: v.l.n.r Gisela Horstmann, Falko Hellmich, Ingo Niehaus

Betäubungsmittel-Kontrollen in Rheine

Die Kreispolizei Steinfurt hat am Dienstag (22.06.) in Rheine an drei Stellen in der Innenstadt Autofahrer auf den Konsum von Betäubungsmitteln überprüft. Bei den Kontrollen an der Salzbergener Straße, der Osnabrücker Straße und auf dem Lingener Damm waren auch ein Diensthundeführer mit einem Rauschgiftspürhund und zwei Ärzte beteiligt. Die Bilanz: Insgesamt wurde 12 Autofahrern und einem Rollerfahrer eine Blutprobe entnommen, weil sie im Verdacht stehen, in jüngster Vergangenheit Betäubungsmittel konsumiert zu haben.

Einer der Fahrer hatte zusätzlich keine gültige Fahrerlaubnis. Gegen die Fahrer wurden Anzeigen erstattet. Bei den Kontrollen wurden auch geringe Mengen an Betäubungsmittel und Drogen-Utensilien, wie zum Beispiel eine Feinwaage, sichergestellt. Außerdem erhielt ein Fahrer eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, weil die Betriebserlaubnis seines Fahrzeugs erloschen war. Ebenso wurden in 20 Fahrzeugen Personen festgestellt, die der Gurtpflicht nicht nachgekommen waren.

Gegen 19.00 Uhr wurden die etwa 5-stündigen Kontrollen beendet. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum mehr als 80 Fahrzeuge angehalten und kontrolliert. Auch in Zukunft wird die Kreispolizei bei Verkehrskontrollen weiterhin verstärkt auf den Konsum von Betäubungsmitteln bei Autofahrern ein Augenmerk legen.

Aus Alt macht Neu – Grüne Kunst in der Innenstadt

Rheine- Es ist grün in der Innenstadt! Passend zu den sommerlichen Temperaturen verwandelt sich die Rheiner Innenstadt nach und nach in eine richtige summer:city. Am vergangenen Freitag wurden drei große Grünoasen mit dem Trecker in die Fußgängerzone ausgeliefert. Dabei handelt es sich um ein Upcycling-Projekt aus alten Kabeltrommeln der Stadtwerke Rheine (SWR), die die Technischen Betriebe Rheine (TBR) gemeinsam mit der EWG – Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbh bepflanzt haben. Das Wort Upcycling setzt sich aus den beiden englischen Wörtern up „nach oben“ und recycling „Wiederverwertung“ zusammen. Dabei werden Abfallprodukte in neuwertige Produkte umgewandelt.

Die drei großen Hingucker stehen nun an der Ecke Marktstraße/ Auf dem Thie, am Anfang der Münsterstraße beim Barönchen und auf dem Trakaiplatz. Die anliegenden Geschäfte Heckhuis Hören, Emsgalerie und Böckmann haben sich bereit erklärt, eine Patenschaft zu übernehmen.

„Dieses Gemeinschaftsprojekt hat sehr viel Spaß gemacht und das Ergebnis kann sich definitiv sehen lassen!“, sind sich die Akteure einig. Darüber hinaus zieren drei große Blumenpyramiden und zahlreiche bepflanzte Grünkübel der TBR die Straßen und sorgen dafür, dass Rheines Innenstadt aufblüht.

v.l.: Julian Krause (Heckhuis Hören), Uwe Neuber, Sabine Bruch, Klaus Wieching (alle TBR), Marike Thien (EWG), Heiner Schütte-Bruns (SWR)

Rund 17 Kilo Kokain durch Bundespolizei beschlagnahmt / 59-Jähriger in Untersuchungshaft

Rheine  – Fahndungserfolg gegen die internationale Rauschgiftkriminalität. Sonntagabend nahmen Beamte der Bundespolizei einen 59-Jährigen Drogenkurier fest. Der Mann hatte rund 17 Kilo Kokain in seinem Auto transportiert. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Rund 17 Kilo beschlagnahmtes Kokain im Wert von rund 1,2 Millionen Euro / Foto: Bundespolizei

Im Rahmen der grenzpolizeilichen Überwachungs- und Fahndungsmaßnahmen der Bundespolizei an der deutsch-niederländischen Binnengrenze, stoppte eine Streife gegen 20:30 Uhr, auf einem Parkplatz an der Ausfahrt Rheine der Autobahn 30, einen PKW mit italienischer Zulassung.

Weil der Fahrzeugführer widersprüchliche Angaben zu seiner Reiseroute von Italien bis nach Deutschland machte, sahen sich die Bundespolizisten das Fahrzeug näher an. Mit einem Schnelltest wurden Rückstände von Rauschgift in dem Auto nachgewiesen. Bei der sorgfältigen Durchsuchung des Autos wurde im Innenraum zwei fachmännisch eingebaute Verstecke entdeckt, in denen insgesamt 15 Päckchen von zusammengenommen rund 17 Kilo (brutto) Kokain gefunden wurden.

Damit endete der Drogentransport des 59-jährigen Albaners im deutsch-niederländischen Grenzraum. Er wurde festgenommen und zusammen mit dem beschlagnahmten Rauschgift für weitere Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz an die Beamten des Zollfahndungsamtes Essen übergeben.

„Das ist ein bedeutender Fahndungserfolg der Bundespolizei“, so Ralf Löning, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim. „Es wurde verhindert, dass Kokain mit einem Straßenverkaufspreis von rund 1,2 Millionen Euro in den illegalen Drogenhandel gelangen konnte“.

Der in Italien lebende mutmaßliche Drogenschmuggler wurden heute Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster einem Haftrichter beim Amtsgericht Rheine vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl gegen den 59-Jährigen. Er wird der nächsten Justizvollzugsanstalt zugeführt.

Die abschließenden Ermittlungen in diesem Fall werden vom Zollfahndungsamt Essen, am Dienstsitz in Nordhorn geführt.

 

 

Drei Verletzte nach Unfall auf B70

Rheine- Auf der B70 ist es am Freitag (18.06.21) gegen 15.50 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Eine 26-jährige Autofahrerin aus Münster fuhr mit einem Opel auf der B70 in Richtung Neuenkirchen. An der Anschlussstelle Catenhorn wollte sie von der Bundesstraße abfahren auf die Bauernschaftstraße.

Beim Abbiegevorgang kreuzte sie die Fahrtrichtung eines entgegenkommenden Autos, das von einer 42-Jährigen aus Metelen gesteuert wurde. Beide Fahrzeuge – der Opel der 26-Jährigen sowie der Ford der 42-Jährigen – stießen frontal zusammen.

Beide Fahrzeugführerinnen sowie ein Beifahrer der Metelenerin wurden bei der Kollision verletzt und vor Ort medizinisch versorgt. Alle drei wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Zur Schwere der Verletzungen liegen derzeit keine Angaben vor. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die B70 zeitweise einspurig gesperrt werden. Beide Pkw wurden abgeschleppt. Der Unfallsachschaden liegt ersten Schätzungen zufolge bei rund 8000 Euro.

 

Mobile Pumptrackanlage kommt nach Rheine

Rheine. Im Rahmen der Entwicklung des aktuellen Kinder- und Jugendförderplans der Stadt Rheine haben sich junge Menschen gewünscht, innovative Sportanlagen für Kinder und Jugendliche in Rheine zu schaffen. Aktuell ist eine Pumptrackanlage im Gespräch. Um herauszufinden, was eine Pumptrack ist, wie sie befahren wird und ob es den Kindern und Jugendlichen überhaupt Spaß macht, wird vom 1. Juli 2021 bis zum 25. Juli 2021 eine mobile Pumptrackanlage auf dem Elisabethplatz aufgestellt.

Ein Pumptrack ist eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke, die auf Grund ihrer festen Oberfläche aus Asphalt oder Beton auch mit Skateboards, Mini-Rollern, Inline-Skates und sogar Laufrädern befahren werden kann.

Die Aktion in den Sommerferien wird organisiert von den Jugendeinrichtungen der Stadt Rheine, dem Stadtjugendring, dem Jugend- und Familiendienst, dem Jugendzentrum Jakobi und dem Katholischen Jugendwerk Rheine in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Rheine. Die Organisatoren haben sich dafür Unterstützung von Profis geholt, also Kindern und Jugendlichen aus Rheine, die schon Erfahrung in dem Befahren einer Pumptrackanlage haben. Unter Einhaltung der Coronaregelungen für die Jugendarbeit trafen sich Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 17 Jahren bereits im April mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Elisabethplatz, um die Sommeraktion zu planen. Die Kinder und Jugendlichen haben bei der Vorbereitung begeistert mitgewirkt und ihre Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen in die Planung eingebracht.

Auf dem Elisabethplatz haben sie das Projekt jetzt vorgestellt. Alle freuen sich darauf, dass es bald endlich losgeht, und sie auf der mobilen Pumptrackanlage ihre Tricks zeigen können.

 

STADTRADELN 2021 – Vorjahrbestleistung pulverisiert Großes Dankeschön von Stadtspitze und Organisatoren an alle aktiven STADTRADLER

Rheine. Mit tollen 593.787 gemeinsam geradelten Kilometern, haben 2.790 engagierte Radler-/innen aus 261 Teams in diesem Jahr die Bestmarke aus dem Vorjahr nahezu pulverisiert und eine neue Bestleistung beim STADTRADELN in Rheine aufgestellt. Für das große Engagement beim Wettbewerb für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität bedankten sich Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann und Dezernentin Milena Schauer bei allen aktiven Radlerinnen und Radlern aus Rheine.

Mit dieser großartigen gemeinsamen Leistung liegt die Stadt Rheine, wie im Vorjahr, im bundesweiten Vergleich aktuell auf Platz 1 (Größenklasse 50.000 – 99.999 Einwohner) „Unser Ziel in diesem Jahr war die Titelverteidigung.“, blickt Bürgermeister Lüttmann auf den Start der Aktion am 13.Mai zurück „und mit dieser tollen Leistung sind wir diesem anspruchsvollen Ziel ein sehr großes Stück nähergekommen.“  Hoch erfreut zeigt sich auch die zuständige Beigeordnete Milena Schauer. Sie verweist jedoch darauf, dass die Aktion STADTRADELN in diesem Jahr erst im September endet, „Daher ist es zum Jubeln vielleicht noch etwas zu früh – aber unser Vorsprung ist ansehnlich.“

Michael Wolters und Engelbert Nagelschmidt vom Organisations-Team freuen sich schon jetzt sehr über das tolle Ergebnis. „Über viele Jahrzehnte war das Auto die bestimmende Größe im Bereich Mobilität. Das muss sich ändern, um verkehrsbedingte Umweltschäden zu reduzieren.“, führt Wolters aus. Mit der Aktion STADTRADELN gelingt es, das Thema Radverkehr in der Öffentlichkeit präsenter zu machen, denn so Wolters weiter: „Die Verkehrswende beginnt im Kopf.“

Bei den Gewinnern der STADTRADELN-Entdeckertouren jedenfalls scheint die Verkehrswende bereits über den Kopf in den Beinen angelangt zu sein. Für ihr besonderes Engagement, die vom Organisations-Team ausgearbeiteten Routen absolviert zu haben, erhielten sie als Anerkennung hochwertiges Fahrradzubehör mit dem künftige Radtouren noch  mehr Spaß machen.

Denn wo auch immer die Stadt Rheine am Ende im Wettbewerb STADTRADELN auch stehen wird, so gilt bei allem Ehrgeiz vor allem: Radfahren bedeutet mehr Klimaschutz, mehr Lebensqualität in Rheine, mehr Gesundheit – und letztlich mehr Spaß an Mobilität zu haben – und zwar jeden Tag!

Museumspädagogik nimmt Fahrt auf

Die Städtischen Museen geben einen weiteren Öffnungsschritt bekannt: Die Salzwerkstatt öffnet – nach weit über einem Jahr pandemiebedingter Pause – für Kindergruppen und Schulklassen. Auch im Falkenhof Museum und im Museum Kloster Bentlage werden ab sofort wieder museumspädagogische Mitmachprogramme angeboten. In den letzten Wochen vor den Schulferien sind beinahe alle Vormittage exklusiv für die Schulen reserviert: Die Programme werden mit einer Dauer von 1,5 Stunden angeboten und beginnen wahlweise um 9.00 Uhr oder 11:00 Uhr. Mit diesen Vorgaben können hoffentlich alle interessierten Lehrerinnen und Lehrer den für ihre Klassen geeigneten Termin bekommen.

Für ein attraktives Programm ist gesorgt. Im Falkenhof Museum geht es in der Sonderausstellung „Bürgersinn und Seelenheil“ um den Kirchenschatz von St. Dionysius. Wieso haben unsere Vorfahren die große gotische Kirche am Marktplatz errichtet? Welche Sorgen haben sie geplagt und wie konnten sie es trotzdem schaffen? Was hat ihnen Mut gemacht? Diese besondere Ausstellung mit kostbaren Objekten aus dem Mittelalter und der Barockzeit wird nach den Sommerferien nicht mehr zu sehen sein.

Ein anderes Kapitel der Stadtgeschichte lässt sich im Salzsiedehaus entdecken: An diesem Ort wurde über Jahrhunderte Salz gewonnen. Historische Siedepfannen, Öfen und Salzlager künden von dieser Zeit. Bei dem Schulprogramm sieden alle Schülerinnen und Schüler außerdem in kleinen Pfannen ihr eigenes Salz.

Die Salzwerkstatt steht nach Terminvereinbarung jetzt auch wieder für Kindergeburtstage, Ferienfreizeiten oder Programme anderer Bildungsträger offen.  Eine Gruppe kann aktuell 10 Personen umfassen und zwei Gruppen können parallel zur gleichen Zeit geführt werden. Für Schulklassen gilt diese Begrenzung nicht.

Das dritte Schulklassen-Angebot, ebenfalls für die Grundschulen und die Klassen 5-6, findet im Museum Kloster Bentlage statt: bei einem gemeinsamen Entdeckungsrundgang werden die ausgestellten Kunstwerke zur Klostergeschichte, aber auch die modernen Gemälde in der Westfälischen Galerie erkundet. Die abwechslungsreiche Tour schließt mit dem Gestalten eines Erinnerungsbildes ab.

Für die Buchung und Beratung melden sich Interessierte bei den Städtischen Museen Rheine. Sie erreichen die Museumspädagogin Alexandra Dolezych unter Tel. 05971 – 920613 oder per E-Mail an Alexandra.Dolezych@Rheine.de

Impfaktion für Rheiner Wohnungslose

Rheine. Am vergangenen Freitag (14.05.2021) hat  in der Anlauf-, Kontakt- und Beratungsstelle Treff 100 am Kardinal-Galen-Ring 100 in Rheine eine Impfaktion für wohnungslose Menschen aus Rheine stattgefunden. Durch ein mobiles Impfteam konnten entsprechend der Vorgaben aus der Impfpriorisierung insgesamt 55 Personen geimpft werden. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, einen größtmöglichen Gesundheitsschutz sowohl für die Klientinnen und Klienten als auch für die Mitarbeitenden der Rheiner Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe zu erreichen.

Dank der gut vorbereiteten Aktion gingen die Impfungen samt der vorgelagerten ärztlichen Aufklärungsgespräche reibungslos und zügig vonstatten. Im Vorfeld wurden die Klienten von den Fachkräften der einzelnen Einrichtungen beraten und beim Ausfüllen der notwendigen Unterlagen und der Vervollständigung notwendiger Dokumente unterstützt.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die Bereitschaft bei den wohnungslosen Menschen derart groß war, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Ein herzliches Dankeschön an das mobile Impfteam und den Kolleginnen und Kollegen für die Vorbereitung und Durchführung dieses Impftermins,“ so Jörg Jäger, Produktverantwortlicher für die sozialen Einrichtungen bei der Stadt Rheine.

Verimpft wurde der Impfstoff von Johnson & Johnson. Der Vorzug dieses Impfstoffes liegt darin, dass nur eine Impfung notwendig ist, um nach vier Wochen den vollen Impfschutz zu erreichen. Dies ist ein großer Vorteil besonders bei der Impfung der genannten Zielgruppe.

Im Treff 100 werden wohnungslose  und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen von einer Sozialarbeiterin und einem Sozialarbeiter beraten, begleitet und unterstützt. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit sich und seine Wäsche zu waschen, ferner gibt es für den Personenkreis freien Zugang zum Internet und der Tageszeitung. Auch Kleiderspenden werden aufbereitet und angeboten. Die  jeweils geltende Verordnungslage in Zeiten der Pandemie reguliert den Zugang zum Tagesaufenthalt der Einrichtung. Dieser ist aktuell nicht möglich. Die erfolgreiche Impfaktion hat aber sicher dazu beigetragen, dass sich die Gesamtlage weiter positiv verändert und den Zugang baldmöglich wieder erlaubt.