Jugendextremismus im Fokus: Ideologische und religiöse Zusammenhänge verstehen

Osnabrück  – Wie können Jugendliche in Deutschland besser vor radikalen und extremistischen Tendenzen geschützt werden? Über diese und ähnliche Fragen diskutieren morgen (16.02.17) rund 240 Gäste bei dem vierten gemeinsamen Symposium von Polizeidirektion und Universität Osnabrück im Osnabrücker Schloss zu dem Thema „Jugendextremismen und soziale Räume“. Kein Jugendlicher wird als Terrorist, Links- oder Rechtsextremist geboren. Vorausgehend ist immer ein kürzerer oder längerer Prozess der Radikalisierung. Das soziale Umfeld prägt die Kinder und die Jugendlichen. Bernhard Witthaut, Präsident der Polizeidirektion Osnabrück: „Wir müssen es schaffen, die Werte zu festigen, damit junge Menschen nicht vom Weg abkommen.“

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Besonders auffällig: Extreme Gruppierungen versuchen Jugendliche auf der Suche nach Identität und ihrem Platz in der Gesellschaft zunehmend über das Internet zu beeinflussen. In Workshops und Diskussionsrunden des Symposiums, in die die zahlreichen Experten aus Wissenschaft, Verbänden, Institutionen, Religionen, Polizeien und Medien aktiv eingebunden werden, sollen neue Erklärungs- und Lösungsansätze gefunden werden. Hierzu werden religiös weltanschauliche Bruchlinien untersucht. Dabei geht es aus sicherheitsbehördlicher Perspektive um eine ausgewogene, aber dennoch effektive Kontrolle und Begrenzung sozialer Räume.

Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe junge Menschen vor den Gefahren des Extremismus und solcher Gruppierungen und Netzwerke zu schützen. Dabei kann ein Ziel sein, durch gemeinsame Präventionsnetzwerke eine Entschärfung gesellschaftlicher und ideologischer Gefahrenpotentiale unter Jugendlichen zu erreichen.

Gerade der Informationsaustausch mit allen Beteiligten sowohl auf regionaler als auch auf überregionaler Ebene ist in diesem Zusammenhang extrem wichtig. Die morgige interdisziplinäre Veranstaltung kann ein Startschuss für ein neues überregionales Netzwerk sein.

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