Jugendfeuerwehren messen sich und liefern Höchstleistungen bei Hitze Jugendfeuerwehren aus Gersten und Messingen erfolgreich

„Viel trinken und so oft wie möglich den Schatten aufsuchen“, hieß es am Sonntagvormittag im Wildeshauser Krandelstadion. Die 52 besten Jugendfeuerwehren (JF) aus ganz Niedersachsen kämpften bei sengender Hitze um den Titel des Landesmeisters bei den feuerwehrtechnischen Wettbewerben. Unter ihnen auch die JF aus Gersten und Messingen als zwei von insgesamt nur acht Mannschaften aus dem Bereich Weser-Ems. Erst in der vergangenen Woche konnten sich die beiden emsländischen Jugendgruppen bei der Qualifikation auf Bezirksebene in Brake (Wesermarsch), an dem auch der Feuerwehrnachwuchs aus Bramsche, Emsbüren und Lengerich teilnahmen, mit dem Platz 3 und 4 das Ticket zum Landesentscheid sichern.

Die JF Messingen (links) und Gersten (rechts) gehören zu den 52 besten Mannschaften aus ganz Niedersachen.

„Die Teams sind absolut motiviert“, berichtete Kreisjugendfeuerwehrwart Klaus Smit. „Die wollen hier alle was abliefern und sich mit den Besten aus unserem Bundesland messen. Ich bin stolz, dass wir einen so guten Ausbildungsstand in den emsländischen JF haben, der auch einem Vergleich auf Bezirks- und Landesebene Stand hält.“ „Unglaublich, dass wir es bis hierhin geschafft haben.“, war von den jungen Brandschützer zu hören. Beeindruckt von dem Wettbewerb und dem damit verbundenen dreitägigem Zeltlager mit 750 Teilnehmern zeigte sich auch der 13-jährige Finn Hackmann aus Messingen, der erst seit Dezember 2018 in der JF aktiv und als Ersatzmann kurzfristig eingesprungen ist.

 

Die Wimpelträger der besten 52 JF aus Niedersachsen

Hoch motiviert ging es am Samstag in das Abschlusstraining, welches unter strengen Augen der Wertungsrichter und noch überwiegend im Schatten stattfand. Am Sonntagvormittag war es dann trotz Gluthitze so weit: Die Wettbewerbsgruppen stellten sich ihren Aufgaben. Auf dem Programm standen zwei Wettkampfteile: Teil A, der fehlerfreie Aufbau eines Löschangriffs mit drei Rohren innerhalb von sechs Minuten und Teil B, ein Staffellauf über 400 Metern. Beim Staffellauf ging es darum, 15 Meter Schlauch aufzurollen, einen Schlauch anzukuppeln und möglichst schnell den Gürtel anzulegen, Handschuhe anzuziehen sowie den Helm aufzusetzen. Die teilnehmenden Gruppen starten dabei mit einer bestimmten Ausgangspunktzahl. Für Zeitüberschreitungen oder falsch durchgeführte Aufgaben gibt es Punktabzug. Je mehr Punkte am Ende übrig bleiben, desto besser ist die Gruppe.

„Bei diesen Topteams entscheiden kleinste Fehler und Sekundenverluste über Sieg oder Niederlage“, so Smit. „Da liegen Dramen und Pokale ganz nah beieinander.“ Trotz Nervosität und Leistungsdruck zeigten die emsländischen Teams ihr gutes feuerwehrtechnisches Können. Am Ende konnte die JF Gersten 1413 Punkte und damit einen beachtlichen 22. Platz erreichen. Die JF Messingen belegte den 44. Platz. „Sie kletterten über eine Leiterwand, schoben sich durch einen Kriechtunnel hindurch, verlegten sauber ihre Schläuche, gaben beim Staffellauf richtig Gas und sind immer noch hochmotiviert“, lobte Jugendfeuerwehrwart Florian Teismann seine Gerstener JF. Die jungen Brandschützer waren sich auch einig: „In zwei Jahren wollen wir noch einmal teilnehmen und oben mitspielen“.

Platz 1 belegte übrigens das Team aus Möllenbeck (Landkreis Schaumburg, 1 436 Punkte) und Platz 2 die JF aus Wesel  (Landkreis Harburg, 1 433 Punkte). Beide qualifizierten sich für den Bundeswettbewerb vom 6. bis 8. September in Xanten (Nordrhein-Westfalen).

Noch während der Feuerwehrnachwuchs aus Gersten und Messingen von einem sehr sonnigen Wochenende sowie einem fairen und harten Wettbewerb nach Hause fuhren, freuten sich alle bereits auf die nächste Veranstaltungen. So steht im September nicht nur die Abnahme der Leistungsspangenabnahme, die höchste Auszeichnung für ein Mitglied der -Deutschen Jugendfeuerwehr, an, sondern direkt mir Ferienbeginn das Zeltlager der emsländischen Jugendfeuerwehren in Holte-Lastrup an.

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