Kriminalstatistik 2016 vorgestellt – Emsland und Grafschaft Bentheim ist relativ sicher

Der Chef der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim, Leitender Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann, und der Leiter des Zentralen Kriminalermittlungsdienstes Kriminaloberrat Heinz Defayay haben die Kriminalstatistik 2016 vorgestellt. Daraus ging hervor, dass im letzten Jahre eine leichte Steigerung der bekanntgewordenen Delikte zu verzeichnen war.

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v. rechts) Leitender Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann und Kriminaloberrat Heinz Defayay 

Lingen. Im Rahmen eines Pressegespräches stellten Brügemann und Defayay die Schwerpunkte der polizeilichen Alltagsarbeit heraus. Neben erfreulichen Entwicklungen, gebe es aber auch Teilbereiche, deren Entwicklung Sorge bereiten würden. 2016 seien im Emsland und der Grafschaft Bentheim 17.195 Straftaten aktenkundig geworden. „Das sind etwa 450 mehr, als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote sank dabei leicht, auf 61,81 Prozent“, sagte Brüggemann.

„Im Trend der letzten zehn Jahre haben wir aber einen kontinuierlichen Rückgang. Besonders besorgniserregend sind nicht nur die Wohnungseinbrüche, sondern auch die 300 Rohheitsdelikte im Bereich der Körperverletzungen“, sagte Defayay und meinte: „Die Tendenz der Betrugsdelikte, insbesondere der Tatort Internet, scheine sich im Moment auf einem gleichbleibenden Niveaus zu bewegen.“

Trotz des Anstieges sei vor allem die langfristige Kriminalitätsentwicklung in den beiden Landkreisen als äußerst positiv zu werten, erklärte Brüggemann. „Im niedersächsischen Vergleich schneiden Lingen, Meppen, Papenburg und Nordhorn allesamt hervorragend ab. Das Risiko, hier Opfer einer Straftat zu werden, ist hier nach wie vor vergleichsweise gering. Sorge bereiten hingegen die Entwicklungen in den Bereichen Körperverletzung und Wohnungseinbruch.“

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In der Kriminaltechnik zeigte (v. links) Kriminalkommissar Carsten Nienhaus Kriminaloberrat Heinz Defayay und dem Leitenden Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann, wie elektronisch die Fingerabdrücke genommen werden.

Statistisch sei im Bereich der Wohnungs- und Firmeneinbrüche ein leichter Rückgang verzeichnet. Dies sei allerdings dem Umstand geschuldet, dass sich eine nicht unerhebliche Zahl der Taten noch bei den Ermittlern in Bearbeitung befänden. „Faktisch ist die Zahl der Einbrüche also auch im vergangenen Jahr noch einmal leicht gestiegen“, so Defayay, der erklärte, dass das Thema Wohnungseinbruch weiterhin von der Polizei in den Fokus genommen werde. „Wir werden unsere Anstrengungen in diesem Bereich noch einmal erhöhen“, meinte der Kriminaloberrat, der wie Brüggemann die Flüchtlingskriminalität als eher unauffällig wertete.

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