Minister Olaf Lies besucht Lingener Tafel Großes Lob für die Ehrenamtlichen

Der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, hat am Mittwochabend die Lingener Tafel besucht, die in diesem Jahr ihr 20 jähriges Bestehen feiert.

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Edeltraud Graeßner hieß Minister Olaf Lies freundschaftlich willkommen. Oberbürgermeister Dieter Krone (rechts) und der Vorsitzende des SPD-Ortsverein Lingen Andreas Kröger dankten dem Minister für sein Kommen.

Dabei sprach Lies allen sich bei der Tafel engagierenden Damen und Herren seine Hochachtung aus. „Es ist ein riesen Herausforderung, die ihr angenommen habt und dafür sorgt, dass Lebensmittel nicht weggeworfen, sondern an Bedürftige verteilt werden“, betonte Lies

Lingen. Im Aufenthaltsraum der Lingener Tafel begrüßten die Mitarbeiterrunde und Vertreter des Vorstandes mit Edeltraut Graeßner an der Spitze Minister Olaf Lies. „60.000 Menschen arbeiten bundesweit ehrenamtlich und 6.000 hauptamtlich in den Tafeln, erläuterte Graeßner. Die Lingener Tafel mit zusätzlich sieben Ausgabestellen in Freren, Haren, Haselünne, Lathen, Meppen, Spelle und Twist betreue insgesamt 6863 Kunden (4428 Erwachsene und 2435 Kinder). Im letzten Jahr sei 62.000 Mal Ware ausgegeben worden.

„Wir sammeln die Waren bei 195 Lebensmittelspendern mit Kühlfahrzeuge ein“, sagte Graeßner, die darauf hinwiese, dass dringen einen neues Fahrzeug benötigt werde. Hier lege ihr die Bürokratie „Knüppel“ zwischen die Beine. Es sei dringen erforderlich, diese abzubauen Ingrid Penning legte dar, wie viele Waren wegen des Haltbarkeitsdatums entsorgt werden müssten.

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An der Kühltheke erläuterte Edeltraud Graeßner Minister Olaf Lies die Abläufe bei der Ausgabe der von Lebensmitteln an Bedürftige.

Minister Lies gratulierte zum 20-jährigen Bestehen und zeigte sich überrascht von der Perfektion des Unternehmens „Lingener Tafel“. „Es ist gut, dass es euch gibt. Ihr seid bodenständig und wisst, was in der Gesellschaft los ist. Es ist schlimm, dass dies überhaupt erforderlich ist, denn unserer Wirtschaft geht es so gut wie nie zuvor. Es ist unbegreiflich, dass jemand, der sein Leben lang gearbeitet hat, plötzlich auf die Hilfe der Tafel angewiesen ist. Es ist schon erstaunlich, dass wir in unserer extrem reichen Industrienation so viele Menschen haben, die mit ihrer Rente hinten und vorne nicht auskommen können.“

Lies betonte, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander gehe. “Wir reden seit vielen Jahren darüber, schaffen es aber einfach nicht, diese Schere zu schließen“, beklagte Lies, der meinte, dass dieser Zustand noch länger anhalten werde. Bei den Tafeln werde soziale Gerechtigkeit praktiziert, freute sich Lies und sagte seine machbare Unterstützung zu. Dies ist auch eine Herzensangelegenheit von Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone, der seit sechs Jahren Schirmherr der Lingener Tafel ist. „Bei der Tafel werden alle, die nicht auf der „Sonnseite des Lebens“ stehen, gleich behandelt“, lobte Krone das Team der Lingener Tafel mit.

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Von den 427 Helferinnen und Helfern der Lingener Tafel mit insgesamt acht Ausgabestellen seien knapp 300 ehrenamtlich tätig, so Krone, der betonte: „Was ihr leistet, ist alle Ehre wert. Die Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten haben die ersten Kontakte bei den Tafeln. Hier gibt es ein nettes Wort und Hilfe, was sie nicht mehr gewohnt sind. Ich wünsche, dass es nicht nur ein Nehmen ist, sondern dass ihr etwas zurückbekommt, auch wenn es nur ein Lächeln ist.“

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