Musikalisches Präventionsprojekt an Grundschule

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Etwa 40 Musiker des Polizeiorchesters des Landes Niedersachsen, haben am Dienstagmorgen eine Vorstellung an der Grundschule Blanke in Nordhorn gegeben. Polizeioberrätin Dr. Hannah Richter und Oberkommissar Edgar Eden von der Polizei Nordhorn , hatten das Präventionsprojekt nach Nordhorn geholt. Die Geschichte eines jungen Mädchens, untermalt mit anspruchsvoller Musik, soll insbesondere

Dritt- und Viertklässlern Empathie lehren und Berührungsängste zur Polizei abbauen. Eine vierte Schulklasse irgendwo ganz in unserer

Nähe: Namene ist hier geboren, hier in Deutschland. Das Kind afrikanischer Eltern ist ein Mädchen, wie jedes andere auch. Sie ist wissbegierig, lebhaft und glücklich. Ist sie das, glücklich? Nein.

Namene hat es an ihrer Schule sehr schwer. Einige Mitschüler grenzen sie aus. Sie beleidigen das Mädchen wegen ihrer dunklen Haut. Sie machen sich lustig über Herkunft und Kultur ihrer Eltern. In einer großen Pause kommt es mal wieder zum Äußersten. Namene wird von drei Schülern gehänselt und zu Boden geschubst. Obwohl sie sich dabei verletzt hat, lassen sie nicht von ihr ab. Sie machen sogar Fotos von der am Boden liegenden und stellen diese in eine WhatsApp-Gruppe ihrer Schulklasse. Eine Geschichte aus dem Leben. Eine Geschichte wie sie an deutschen Schulen täglich hundertfach vorkommt. Wie begegnet man all diesen Problemen unter jungen Menschen, der körperlichen und auch seelischen Gewalt? Wie begegnet man dem sorglosen Umgang mit neuen Medien, wie zum Beispiel WhatsApp? Das Polizeiorchester des Landes Niedersachsen hat zu diesen Themen ein eigenes Präventionsprojekt entwickelt. Sie erzählt Schülerinnen und Schülern dritter und vierter Grundschulklassen die Geschichte von Namene. Wie sie gemobbt und gedemütigt wurde. Aber eben auch, dass die Eltern von Namene ihren eigenen Weg der Problemlösung gefunden haben. Der direkte Kontakt, das gegenseitige Kennenlernen und eine gemeinsame Feier haben in Namenes Geschichte zu einem glücklichen Ende geführt.

Ob es im wahren Leben auch immer so einfach ist, darf bezweifelt werden. Doch auch genau darum geht es in drei zwanzigminütigen Workshops mit den Grundschülern. Was ist Gewalt und was sind ihre Folgen? Wozu brauchen wir Regeln und warum ist es wichtig zu helfen?

Was bedeutet es, das Recht am eigenen Bild zu haben? Fragen, auf die die Schüler Antworten finden sollten und dies auch mit vollem Eifer getan haben. Highlight der Veranstaltung war ein zuvor im dritten Workshop in Kleingruppen einstudierter Tanz aller knapp hundert Schüler unter Begleitung des 40-köpfigen Polizeiorchesters. „Eine rundum gelungene Veranstaltung mit emotionalem Tiefgang und hohem pädagogischen Wert.“ freute sich der Organisator des Projektes, Eddy Eden vom Präventionsteam der Polizei Nordhorn.

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